Geldanlage - Anfänger - "Geführtes Depot"?

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6 Antworten

Es gibt verschiedene Vermögensmanagementansätze hierzu. Diese hängen im wesentlichen von der Anlagesumme ab und der Frage, wie sehr Du einem Vermögensmanager vertraust. Ein Anlageberater wird Dir empfehlen, ein Portfolio in einer bestimmten Form aufzubauen, aber dann müßtest Du Dich ja auch selbst darum kümmern. Daher suchst Du eigentlich eine Vermögensmanagementlösung.

Hier gibt es drei Geschmacksrichtungen:

  • Ein bis drei Mischfonds kaufen, die für sich jeweils einen Vermögensmanagementansatz verfolgen, d.h. über mehrere Anlageklassen investieren und diversifizieren. Umschichtungen erfolgen marktabhängig. Damit lassen sich durchaus 3-6% p.a. vor Steuern und Inflation erreichen, d.h. für einen Kaufkrafterhalt nach Steuern und Inflation reicht es. Eigentümer des Depots bist Du. "Verwalten" mußt Du das Depot auch selbst, wobei aber diese Aufgabe sehr einfach ist. Als Berater für die Gestaltung des Depots kannst Du einen Honorarberater engagieren, der auch z.B. jährlich bei der Bewertung hilft.

  • Ein Standard-Vermögensmanagement, das auf gewisse Anlegerklassen abzielt. Das haben Fidelity, Allianz, HVB, Union Investment und Deka, aber auch andere. Ich habe die mal in der Reihenfolge meiner persönlichen Präfererenz genannt. Dazu gibt es Untersuchungen in Bezug auf Kosten und Performance. Schau mal www.fidelity.de/sam an, um einen Eindruck zu bekommen, wie das funktionieren kann. Einstiegsbeträge sind je nach Anbieter 10-50 kEUR. Die Gebühren für das Vermögensmanagement belaufen sich je nach Anbieter auf 0,3-0,8% p.a. Man kann damit auch eine Rendite von 3-6% p.a. vor Steuern und Inflation erreichen - jedoch bei entsprechender Risikobereitschaft auch mehr. Risikobereitschaft bedeutet nicht, daß man nun ins Casino geht, sondern daß zeitweise Schwankungen im Wert auftreten können, dadurch jedoch auch die Ertragschancen deutlich höher ausfallen.

  • Ein individuelles Vermögensmanagement bieten spezielle Unternehmen an, die entweder als Family Office oder unabhängige Vermögensmanager fungieren. Das ist meist erst ab 250k-1 Mio EUR machbar. Damit lassen sich sehr individuell eigene Präferenzen setzen und Anlagen aufsetzen, die quasi auf Autopilot laufen.

Die Frage des Vertrauens ist natürlich bei allen drei Varianten entscheidend. Auch, ob man einem erfahrenen Vermögensmanager oder Anlageberater mehr vertraut als den eigenen Entscheidungen, die ja bei vielen Anlegern eher suboptimal und durch Marktereignisse getriggert ausfallen.

Ich kann Dir nur empfehlen, mal Gespräche mit den jeweiligen Anbietern zu vereinbaren, um die Optionen auszuloten und überhaupt einen Eindruck zu bekommen, was hier angeboten wird. Wie geht jemand dann konkret mit dem Vermögen um? Hat das Methode oder handelt jemand nach Gutdünken? Was passiert in schwierigen Marktlagen? Wie ist der Track Record? Viele Fragen an Anbieter, die jedoch auch eine Menge Fragen an Dich bezüglich Lebenslage und -zielen stellen werden.

Hier: zuhören, nachdenken. Nicht sofort entscheiden. Nichts unterschreiben. Erst reflektieren und auf Plausibilität prüfen.

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Mit den Anforderungen bist du bei uns "Standardnormalfall". Das Geld geht in ein - abhängig von der Größe des Vermögens - mehr oder weniger breit gestreutes Portfolio von mehr oder weniger defensiven jedoch durchwegs aktiv gemanagten Fonds mit zu erwartender geringer Korrelation.

Schwierig wäre es nur, wenn du weniger als fünf Jahre Zeit hättest, mehr als sieben Prozent Rendite erwarten würdest oder die maximale Schwankung nach unten bei weniger als drei Prozent liegt. Man kann nämlich mit dem Timing auch richtg Pech haben und es ist wenig vorhersehbar und nur durch gestaffelten Einstieg in den Griff zu kriegen, wie das Timing beim Einstieg ist. Richtig schwer wird es, wenn die drei Punkte zusammenkommen aber mit deinen Vorgaben ist es unkompliziert. Klar sollte dir allerdings sein, dass ich, was den Anlagezeitraum anbelangt, etwas bessere Vorgaben brauche. Sofort verfügbar ist nicht die gesamte Summe kurze Zeit nach der Anlage. Wirklich schwankungsfrei verträgt sich nicht mit den Renditevorgaben. Dazu hängt die Performance zu sehr von den eingesetzten Vermögensverwaltern (die als Fondsmanager fungieren) ab, als dass man Garantien abgeben könnte.

Standardisierte Portfolien leisten das in der Regel nicht. Vermögensverwalter kriegen das aus Kostengründen und wegen eines (aus meiner Sicht) falschen Sicherheitsansatz nicht hin. Die aktuelle sichere Rendite liegt bei um die 0,5 % und wenn du das auf 5 % liftest, klappt das nur mit Aktienfonds, was das Ganze zum Spiel macht. Wie geschrieben haben wir das Problem nicht.

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Kommentar von Percy1127
17.11.2013, 11:45

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort!

Der Anlagezeitraum wird sich zwischen 2 - 10 Jahren belaufen, soweit ich das jetzt einschätzen kann. Ich bin bereit gewisse Risiken einzugehen und bin mir auch im klaren, dass es gewissen Schwankungen unterlegen ist, womit ich auch kein Problem habe.

Bin ich denn generell mit meinem Gedanken in Richtung der großen Anbieter schon auf einem ganz guten Weg, oder geht das in die komplett falsche Richtung? Mir fehlt leider komplett der Einstieg wo ich anfangen kann mich einzulesen. Ich habe bereits ein paar Internetseiten der großen Anbieter "Allianz, Commerzbank, usw..." überflogen, kann jedoch auch nicht wirklich irgendwelche guten Antworten auf meine Fragen bekommen. Gibt es nicht irgendwie eine Art objektive Plattform, wo ich mich einlesen kann? Beim Fest- Tagesgeld habe ich mich beispielsweise immer an Biallo orientiert und dort auch alles bekommen was ich wissen wollte. Im Endeffekt interessiert mich das ganze Hintergrundwissen auch gar nicht, dafür habe ich keine Zeit. Mir geht es nur darum, dass meine gestellten Forderungen möglichst gut gedeckt werden und ich eine bessere Geldanlage im Zeitraum von 2 - 10 Jahren, wobei eher 10 Jahre bekomme, als beim Tagesgeld. Beim Tagesgeld lässt man viel zu viel Geld liegen, so wie ich das gelesen habe und da ich vor Risiken nicht zurükschrecke würde ich nun gerne den nächsten Schritt gehen, wobei ich mir noch unklar bin wo ich anzusetzen hab.

Meine Einstellung ist es nicht den maximalen Profit rauszuziehen, sondern lediglich mein Geld sinnvoller anzulegen. Deshalb kam mir der Gedanke mit den "geführten Aktiendepots", welche man als Fonds bezeichnet, wenn ich mich nicht irre. Im Optimalfall gebe ich jemandem mein Geld, er erwirschaftet damit x % Rendite. Von diesen x % gehen Kosten ab und ich erhalte dann den Rest, welcher im Optimalfall irgendetwas um die 5 % für mich beträgt, um mehr rauszuhaben als beim Tagesgeld und wobei die Risiken in einem Rahmen sind, welcher sich noch als "sicher" bezeichnen lässt.

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Mein Rat, suche hier keinen Rat.

Auch wenn Deine Darstellung für hier sehr ausführlich ist, kann nciht alles berücksichtigt werden:

Soll mal ein haus gekauft/gebaut werden

Familie/Ehe Kinder

SElbständig ja/nein/geplant

Sollen monaltiche Beträge verfügbar sein, oder soll nur angespart werden

und mir fallen noch viele andere Fragen ein.

Eine gute Analyse macht ein Honorarberater.

Der will eventuell für 2 Tage, oder 3 Tage Arbeit 2.000,- bis 5.000,- Euro nach seinen Tarifen, aber dafür gibt es danach provisionesfreie Produkte. oder er reicht die Provisionen durch.

Nur mal als Vergleich, bei 200.000,- Geldanlage sind Minimum 6.000,- Euro Provisionen vermutlich aber viel mehr enthalten.

Alternativ ein guter Finanzmakler, der eine sehr breite Produktpalette hat, also nicht nur für ein Institut berät und daher auch unabhängig ist und wegen der gesetzlichen Bestimmungen nur für Dich arbeitet und sich sogar strafbar machen würde, wenn er nicht die günstigste Lösung empfehlen würde.

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Kommentar von Rat2010
17.11.2013, 14:46

Was bringt ihm ein Honorarberater, wenn er Geld anlegen will? Er zahlt das Geld und ist so dumm wie davor. Was, sein Leben planen zu müssen, wenn er doch nur Geld anlegen will.

Kann Mensch nicht einfach Geld haben, das er anlegen will???

6.000 € Provision kriege ich bei einem Kunden, der 200 TEU anlegt, im Laufe von acht Jahren. Wenn ich gut arbeite und das Geld mehr wird in sechs.

Dafür kann ich dir beim letzten Absatz nur beipflichten. Aber genau den zu finden ist richtig schwierig, oder?

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Wieviel Verlust bist Du denn bereit, in einem oder zwei Jahren zu kassieren, vielleicht sogar schon gleich im nächsten Jahr?

Guck mal wie Allianz das Depot mit der WKN A0M16S führt:-(

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Die Antwort ist ganz einfach, denn das ist das was alle suchen. "Es gibt es aber nicht". Ohne Risiko wirdst Du nicht mehr als 2% einfahren können. Dazu zählt ein Sparbrief, dennoch musst Du Dich auf 5 Jahre festlegen. Nachdem Du eine tägliche Verfügbarkeit vorgegeben hast, hast Du auch schon viele Produkte ausgeschlossen. daher bleibt Dir nur das eine: Tagesgeld. Zu mehr kann man Dir schon wegen deinem Sicherheitsbewusstsein nicht raten. Vor einem Finanzberater würde ich mich in Acht nehmen, denn die verdrehen die Prodkute so, daß Du das nicht merkst und schon bist Du tausend Euro an Provision los und hast ein Produkt das nicht zu dir passt. Bleibe beim Tagegsgeld!

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Schönen Sonntag!

Irgendwie komme ich bei den in Deiner Frage mit den genannten Parametern nur auf eine Lösung.... Klassische Vermögensverwaltung bzw. finanzportfolioverwaltung...... Und damit gibt's zwei Richtungen...... Vermögensverwaltung einer Bank, oder Vermögensverwaltung eines 32er Finanzdienstleisters (Vermögensverwalter)

Die ersten findest Du an jeder Ecke (Sparkasse, raiba, CBK, Unicredit, etc), Abwandlungen der ersten in den Seitenstraßen (BHF, Berenberg, Metzler, Lampe, H&A)... Die Zweiten meistens im VUV (VuV.de)

LG Logan

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