Geld geerbt, aber zählt keinen Unterhalt?

3 Antworten

§ 1569 BGB: Grundsatz der Eigenverantwortung.

Nach der Scheidung obliegt es jedem Ehegatten, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Ist er dazu außerstande, so hat er gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch auf Unterhalt nur nach den folgenden Vorschriften.

Hier hat der Gesetzgeber ab 2008 engere Voraussetzungen schaffen wollen. Er hat § 1569 BGB dahin verändert, dass nun die grundsätzliche Verantwortung jedes Ehegatten betont wird, für seinen Unterhalt nach der Scheidung der Ehe selbst zu sorgen.

Unterhalt gibt es nur noch unter engen Voraussetzungen, nämlich "nur nach den folgenden Vorschriften", wie es in § 1569 BGB heißt. Zu fragen ist also jeweils, ob eine Unterhaltsberechtigung nach einem der Unterhaltstatbestände der §§ 1570 ff. BGB gegeben ist.

Ob dein Ex Schulden hat, ist alleine seine eigene Sache, und das geht dich nix an.

Du solltest Unterhaltsvorschuss beantragen, dann hast du mit deinem Ex und Unterhaltssachen nix mehr zutun, das übernimmt dann das Jugendamt bis zum 18ten Lebensjahr.

Den Anteil an den Kredittilgungen hättest du gleich vollstrecken sollen (gibt es dazu überhaupt schon einen vollstreckbaren Titel?) als noch Geld aus dem Verkauf des Erbes da war. Sollte das Geld inzwischen schon wieder ausgegeben worden sein und kein pfändbares Vermögen/Einkommen vorhanden sein, was soll da zu holen sein? Da kann man auch nichts festsetzen.

Wenn Du doch eine Anwältin hast - warum lässt du sie das nicht regeln?

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