Geld anlegen heute: das Sparbuch ist sicher, bringt aber keinen Ertrag, bei Aktien ist's umgekehrt. Wie sieht's bei einer Investition in Bitcoins aus?

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8 Antworten

Ich verstehe einige Antworten nicht.

Bitcoins sind durch nichts gedeckt - wenn keiner mehr einen Bitcoin haben will ist der Wert Null.

Bei einer Aktie habe ich einen Anteil an einem Unternehmen - was auch immer das Unternehmen wert ist. Solange also das Unternehmen besteht und Gewinn bringt oder Werte wie Maschinen, Patente, Grundstücke hat ist es was wert .- allerdings nicht kalkulierbar.

Ein Sparbuch ist eine Anlage in einer Währung.Und damit den Schwankungen einer Währung unterworfen. Im Gegensatz zu Bitcoins hat ein Sparbuch z.B. in Euro auch einen politischen Wert. 

Beispiel: Wenn der Wert von Bitcoins verfällt dann interessiert das keinen gewählten Vertreter aus irgendeinem Land. Wenn der Wert von Euro fällt hat das Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, den Wohnungsmarkt, die Situation für Rentner und jeder gewählte Vertreter ist daran interessiert, dass es so sozial verträglich oder wenigstens so gut wie möglich für seine Wählerschaft ausläuft. Weil er will wieder gewählt werden.

Gold (um ein anderes Spekulationsobjekt anzusprechen) ist auch reine Spekulation aber hier sorgen andere Nutzarten wie der industrielle Verbrauch oder einfach nur weil schön für ein Mindestmaß an Wert (im Vergleich zum Einkommen).

Auf einer Skala von 0 bis 100 wobei 100 sehr spekulativ ist Bitcoins eine 101. Natürlich auch mit entsprechenden Gewinnmöglichkeiten. Aber im Endeffekt ist es ein Markt wie mit Tulpen in den Niederlanden

siehe http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/historische-finanzkrisen-niederlande-1637-eine-blumenzwiebel-fuer-87-000-euro-1283731.html

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Kommentar von jsch1964
26.06.2017, 14:08

Danke, dass Du schreibst, dass Du es nicht verstehst. Damit ist wengstens klar, dass es um Deine persönliche Ansicht geht. :-)

Hier kommt meine Meinung dazu:

Bis auf die goldgedeckten Kryptowährungen ist keine Währung auf der Welt durch irgendetwas Anderes gedeckt, als den Glauben daran und bestenfalls noch den politischen Willen, diesen Glauben möglichst lange aufrecht zu erhalten.Versuche mal in Deutschland  mit "uneuropäischen Geld" (außer evtl. US-Dollar) zu bezahlen. Da merkst Du schnell, was dieses Geld hier hier wert ist.

Ich persönlich glaube auch, dass wenigstens der US-Dollar nichts wert ist, weil die amerikanischen Schulden die amerikanische Wirtschaftsleistung deutlich übersteigen. Aber - Wert ist eben eine Glaubenssache und es gibt anscheinend immer noch genug Leute, die den Dollar für toll halten.

In Bezug auf Sachwerte stimme ich Dir zu. Es handelt sich um einen Wert, der nicht kalkulierbar ist. Andererseits gilt das für Wärungen und Aktien/Immobilien/etc. gleich. Es ist im Prinzip ziemlich egal, ob die Menschen den Glauben an ihr Geld oder an bestimmte Unternehmen oder Dinge verlieren. Sobald, die potenziellen Käufer glauben, dass der Wert weg ist, ist der Wert weg. Andererseits würde sogar ich Aktien und Immobilien als deutlich weniger spekulativ als Währungsgeschäfte einordnen. :-)

Was den Wert des Bitcoin betrifft, bin ich allerdings ziemlich anderer Meinung als Du. Gerade in Ländern mit viel Volk gibt es wesentlich mehr Menschen mit einem Smartphone, als mit einem Bankkonto. Gerade hier interessieren sich die Leute zunehmend für Kryptowährungen, wie den Bitcoin, weil der eben nicht von irgendwelchen Politikern oder Staatsentscheidungen abhängt, beliebig transportabel und transferierbar ist und direkt von Person zu Person geschickt werden kann. Gewählte Staatsoberhäupter haben keinen oder kaum Einfluss auf den Bitcoin - was ja auch einer der Gründe für seine Erschaffung war. Langfristig werden wir ziemlich sicher eher die Banknoten und die Banken (so wie wir sie jetzt kennen) abschaffen, als Kryptowährungen. Davon bin ich überzeugt, werde das aber nicht auch noch an dieser Stelle ellenlang begründen :-).

Der Bitcoin und seine Kollegen lassen sich nicht mehr mit den bisherigen Länder- oder Regionsstandrads messen, da hier ganz basisdemokratisch per Angebot und Nachfrage der Preis/Wert festgelegt wird. Weil eben immer mehr Menschen davon überzeugt sind, dass Staaten und Banken schlechte Kaufleute sind, entwickeln sich digitale Währungen zunehmend zu "Fluchtwährungen", weil denen mehr zugetraut wird, als den eigentlichen Landeswährungen.

Ob tatsächlich der Bitcoin auch in ein paar Jahren noch der Spitzenreiter sein wird oder ob er nur der Eisbrecher für die ist, die nach ihm kommen, das wird die Zeit zeigen. Es ist in diesem Sinne eine ganz normale Währungsspekulation, mit allen Risiken - aber auch nicht mehr.

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Ich weiß zu wenig über Bitcoin um hier sicher eine Antwort geben zu können.

Ich wehre mich aber entschieden gegen die Aussage Aktien seien nicht sicher. Bei entsprechend langem Anlagehoizont und einer diversifizierten Anlagestrategie gibt es kaum Konkurrenz zu Aktien.

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Also nichts ist wirklich risikolos in der Finanzwelt. Es gibt eine gewisse Beziehung zwischen dem Risiko und der Rendite.

Sprich mit steigendem Risiko steigt auch die Rendite (im Normalfall)

Bitcoin - sehr spekulativ - hohes Risiko - hohes Potential - hohe Schwankungen  + 30% bis - 30% sind keine Seltenheit

Aktien - Dax 30 - hohes bis mittelmäßiges Risiko - hohe Rendite - ca. 7% pro Jahr (Blick auf die letzten 30 Jahre)

Sparbuch - kaum Risiko - keine bis wenig Rendite  -0,4% bis 0,5%

Um ein optimales Portfolio aufzubauen solltest du deine Anlagen über mehrere Anlageklassen (Aktien, Anleihen usw.) verteilen. Ich selbst investiere maximal 5% meines Vermögen in Bitcoins & Co.

Hier hast du noch ein paar mehr Infos zu Bitcoin:

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Einen sicheren Ertrag bringen auch Bitcoins nicht. Es kommt, wie immer, auf Deine Ziele und persönlichen Grenzen an.

Da der Bitcoin im Moment gerade erst die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit auf sich zieht, und weil auf die Angebotsmenge nicht vervielfältigbar ist, werden wir wohl noch eine ganze Zeit lang steigende Kurse haben.

An und für sich ist der Bitcoin inzwischen von immer mehr Ländern als "offizielle" Währung anerkannt. Gerade heute z.B. hat sich Indien dazu entschlossen. Damit fällt der Handel mit Bitcoins in die gleiche Kategorie, wie Handel mit US-Dollar oder Euro. Währungsspekulationen sind grundsätzlich immer riskant und nicht sicher, dafür aber sind auch höhere Erträge drin..

Wenn Du es sicherer willst, dann beteiligst Du Dich an einem Mining-Pool, der eine Rechnerfarm betreibt, über die die Bitcoin-Blockchain läuft. Da bekommst Du preisunabhängig jeden Tag einen Anteil an den Gebühren - allerdings natürlich auch in Bitcoin. Sollte der Bitcoin völlig vom Markt verschwinden, was extrem unwahrscheinlich ist, weil der Wert aller anderen Kryptowährungen in Bitcoin gemessen und bezahlt wird, wäre das  dann natürlich ein Verlustgeschäft.

Bei einem vernünftigen Pool kannst Du pro 5000,- Euro Investment mit ca. 1800,- Euro Ertrag pro Jahr rechnen. (Bitcoin-Wertsteigerungen nicht eingerechnet)

Zum Vergleich die Währungsspekulation: Wenn Du letztes Jahr im Mai für 5000,- Euro Bitcoin gekauft hättest und würdest die wieder verkaufen, dann bekämst Du jetzt etwa 25.000,- Euro zurück. Es hätte aber natürlich auch andersherum laufen können. :-)

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Kommentar von LittleArrow
22.06.2017, 22:33

jetzt etwa 25.000,- Euro zurück. Es hätte aber natürlich auch andersherum laufen können. :-)

Also €  25.000 nachzahlen?

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Reine Spekulation.

Wobei das Risiko besteht, dass es bisher keine Gesetzmäßigkeiten gibt wie im aktienmarkt.

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Der eine hat Dein Geld sicher und Du die Bitcoins.

bringt aber keinen Ertrag,

Es kommt darauf an, was man unter Ertrag und sicher versteht.

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Das Sparbuch ist nicht sicher, es steht und fällt mit der Solidität unseres Bankensystems, mit der Stabilität unserer Währung und mit der Höhe der Inflationsrate.

Bitcoins ist die Währung der organisierten Kriminalität. Das allein sollte schon ausreichen, die Finger davon zu lassen.

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Kommentar von jsch1964
22.06.2017, 16:27

Die organisierte Kriminalität war noch nie vom Bitcoin abhängig, sondern hat immer ihre eigenen Wege gehabt, Zahlungsströme zu erzeugen und zu kontrollieren. Der Bitcoin ist bequem, ja, aber wenn er weg wäre, gäbe es sofort etwas Anderes als Ersatz.

Die wirkliche Großkriminalität macht Cum-Ex-Geschäfte oder Steuerverschiebung in Milliardenhöhe mit Banken und Rechtsanwälten - auch in Euroland. Lässt Du auch die Finger vom Euro?

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Da sieht es super aus.

Für einen Beteiligten jedenfalls.

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