Gehören Indexfonds nicht zum Sondervermögen?

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2 Antworten

ETFs sind ebenfalls Sondervermögen. Alle Positionen sind vor einer Insolvenz des Emittenten geschützt. Das war die gute Nachricht.

Replizierende ETFs enthalten die Werte, die ihrem Index zugrundeliegen. Bei swap-basierten ETFs können in einem DAX-ETF auch nur japanische Werte enthalten sein. Die Performance wird über Swaps erreicht, die max. 10% des Sondervermögens ausmachen können. Diese Swaps werden üblicherweise mit der Mutter der ETF-Tochter ausgetauscht, d.h. im Fall einer Insolvenz gehören die Swaps zwar zum Sondervermögen, werden jedoch wertlos.

Das kann übrigens auch bei gewöhnlichen Fonds passieren, wenn diese in ETFs, Zertifikate, Derivate etc. investieren dürfen. Es gibt auch aktiv verwaltete Fonds, die einen vergleichbaren Anteil an Derivaten enthalten. Gerade im Rohstoffbereich gibt es lustige Konstruktionen, die im Falle einer Insolvenz des Fondsanbieters zu einem signifikanten Anteil recht wertlos werden.

Es reicht jedoch bei aktiv verwalteten Fonds auch schon die Schieflage einzelner Positionen, z.B. Kurseinbrüche in großen Positionen oder Immobilienfonds mit Bewertungsänderungen. Nichts ist also wirklich sicher, auch wenn es zum Sondervermögen gehört, denn das sagt noch nichts über die Bewertung aus :-)

LittleArrow 12.01.2012, 02:49

Ganz brauchbare Antwort.

"... Swaps zwar zum Sondervermögen, werden jedoch wertlos.": Damit muss aber die gehaltene Gegenposition nicht auch noch wertlos sein. Vielleicht ist sie sogar viel mehr Wert als die 10 %-Position?

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mir ist bekannt, dass max. 10% des investierten Betrages nicht zum Sondervermögen gehören, weil das die Obergrenze für derivative Beimischungen ist.

Damit: mind. 90% bei ETFs / Indexfonds sind Sondervermögen.


Ist es kein ETF, sondern ein Aktienfonds, der einen Aktienindex abbildet, dann dürfte die Quote noch höher sein, denn hier greifen weitere Auflagen.

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