Frage von RatloserMartin, 35

Gehalt deutlich über JAEG. Wechsel PKV -> GKV durch Elternteilzeit mit möglichst wenig Lohnverlust?

Mein Gehalt liegt deutlich über der JAEG. Ich beabsichtige, durch Elternteilzeit für einen möglichst kurzen Zeitraum unter die JAEG zu rutschen, dadurch in der GKV pflichtversichert zu werden und nach Ende der Elternteilzeit in der GKV freiwillig versichert zu bleiben.

Welcher Zeitraum wird hierfür betrachtet?

  1. Reicht Elternteilzeit für nur einen Monat, wenn das Gehalt in diesem Monat, fiktiv auf 12 Monate hochgerechnet, unter der JAEG liegt [ Teilzeitgehalt x 12 < JAEG ]?

  2. Oder muss der Zeitraum der Elternteilzeit so lang sein, dass das voraussichtliche Gehalt über 12 Monate, inkl. des Vollzeitgehaltes nach Ende der Elternteilzeit, unter der JAEG liegt [ A = Anzahl der Monate in Elternteilzeit; Teilzeitgehalt x A + Vollzeitgehalt x (12 - A) < JAEG ]?

Reicht Variante 1 oder ist Variante 2 erforderlich?

Mit freundlichen Grüßen

Martin

Antwort
von barmer, 24

Hallo,

im Prinzip Variante 1. Durch Teilzeit während der Elternzeit tritt sofort Versicherungspflicht in der GKV ein Und schon nach 1 Monat kann man sich freiwillig weiterversichern. So würde es auf jeden Fall laufen, wenn man die Teilzeit bei einem anderen Arbeitgeber macht und die Dauer nicht von Anfang an begrenzt ist.

Wird die Teilzeit beim gleichen Arbeitgeber gemacht und steht die Dauer im vornherein fest, könnten der Arbeitgeber bzw. die Kasse argumentieren, das regelmäßige Einkommen sei nach wie vor oberhalb der JAEG und es trete daher keine Versicherungspflicht ein. Ich würde es dann so gestalten, dass die Teilzeit auf jeden Fall die letzten Monate eines Kalenderjahres einnimmt. Damit die Hochrechnung zum Jahresende immer auf Versicherungspflicht hinausläuft.

Variante 2 bringt daher nichts, weil es immer auf die Hochrechnung ankommt.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von RatloserMartin ,

Teilzeit wird beim gleichen Arbeitgeber sein. Was sie mit "Hochrechnung zum Jahresende" beschreiben, ist mir nicht ganz klar? Ergibt sich aus dem SGB oder einer anderen Gesetzesnorm, dass diese Hochrechnung dann ein Einkommen unterhalb der JAEG ergibt, auch wenn der Arbeitgeber ja weiß, dass die Elternteilzeit nur vom 01.12. - 31.12 läuft? Vom gesunden Menschenverstand her würde ich davon ausgehen, dass die von Ihnen angesprochene Argumentation, das regelmäßige Einkommen liege nach wie vor über der JAEG, auch dann so getroffen werden könnte?


Danke und viele Grüße,

Martin

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