GegnerischeVersicherung verweigert Schadensregulierung

2 Antworten

Anwaltskosten sind Teil des Schadensersatzes und müssen vom Unfallverursacher, bzw. dessen Haftpflicht, erstattet werden. Dass es da Ausnahmen bei ganz klaren Sachverhaltsgestaltungen und ganz kleinen Schadenssummen gibt, braucht Dich nicht zu interessieren, denn die sind hier nicht einschlägig.

Was Du erlebst, haben schon viele Unfallopfer erleben müssen. Haftpflichtversicherer wollen die Schadensabwicklung ganz nach ihren eigenen Regeln gestalten und stellen sich auf stur, wenn die Gegenseite das nicht mitmacht.

Mein Rat: Nimm Dir einen Anwalt. Die erste Aktion dieses Anwalts wird vermutlich sein, den Schaden durch einen wirklich unabhängigen Sachverständigen begutachten zu lassen (die Gutachterkosten sind ebenfalls vom Gegner zu erstatten!). Es ist nämlich sehr problematisch, Schäden nur mit Kostenvoranschlag nachweisen zu wollen. Das lädt Versicherungen geradezu dazu ein, den eigenen Sachverständigen vorbei zu schicken. Der Anwalt wird Dich dann auch beraten, was Du bei einer nur fiktiven Abrechnung zu beachten hast. Auch da gibt es einige Klippen.

Vielen Dank für die schnelle und informative Antwort.Ich denke auch,dass ich hier nur mit anwaltlicher Hilfe zu meinem Recht gelange. Hmmm, inwiefern erwrten mich bei einer fiktiven Abrechnung Klippen? Auch hier gibt es eine klare Rechtsprechung;oder? Ach Mensch, dass ein unverschuldeter Unfall für graue Haare sorgt,hätte ich eher nicht erwartet.

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Den Fehler den Du gemacht hast, ist auf einen telefonischen Anruf negativ reagiert zu haben. Das sollte man grundsätzlich zu schriftlich tun. Der Anrufer wird das sicherlich anders der Firma geschildert haben. Also immer schriftlich. Wenn Anrufe kommen um Schriftform und Rechtsgrundlage bitten. Nur dann ist man grundsätzlich überhaupt bereit sich mit der Sache zu befassen.

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