Gegen falsche Abmahnung arbeitsgerichtlich vorgehen?

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8 Antworten

Eine Abmahnung, die ungerechtfertigt ist, stellt immer eine Vorbereitung zur Kündigung dar. Wenn man die gerichtlich Auseinandersetzung meiden will, z. B. wg. der Kosten die man ja immer zu tragen hat, auch wenn man gewinnt, kann man das ganze in Schriftform richtig stellen und um die Aufnahme in die Personalakte bitten. Die Kopie des Schriftsatzes kann man z. B. dem Betriebsrat zukommen lassen. Da man ein Einsichtrecht in die Personalakte hat, kann man dies auch nach ein paar Wochen kontrollieren. Dann hat man bei einer Kündigung entsprechende Chancen.

Ich würde davon abraten, weil du keinen Nachteil davon hast. Im Gegenteil, die Sache verschärft sich nur bei einem laufenden Arbeitsverhältnis, das noch nicht gekündigt ist.

Das kommt darauf an:

1.Möglichkeit - man erwirkt vor dem Arbeitsgericht, dass die Abmahnung als nicht zulässig erklärt wird und aus der peronalakte gelöscht werden muss. Es gibt aber ein Risiko für eine neue, korrekt durchgeführte Abmahnung plus der Möglichkeit zur außerordentlichen Kündigung. Da man vor dem Arbeitsgericht seine Kosten selbst bezahlen muss, ist dieser Weg mit Kosten verbunden.

2.Möglichkeit - man tut nichts!!! Das hat Vorteile; denn bei einer Kündigung kann man man der Kündigungsschutzklage die Rechtswidrigkeit der Abmahnung feststellen lassen und damit hat der Arbeitgeber mit seiner Kündigung keine Chancen mehr.

Schreibe einfach eine Gegendarstellung mit Deiner Version der Angelegenheit und lasse sie zu den Akten nehmen.

Dazu hast Du ein Recht und damit ist die Abmahnung auch im Falle einer späteren Kündigung kaum noch etwas wert, wenn der AG seine Sicht der Dinge nicht beweisen kann.

Er sollte es tun, denn es ist ja in der Personalakte und wird damit eben immer mit in Entscheidungen einbezogen.

eine abmahnung ist noch keine tragödie. fakt ist jedoch, dass im wiederholten falle bei einer weiteren abmahnung mit demselben tatbestand das risiko einer kündigung steigt.

ich würde wohl nicht gerichtlich gegen so eine abmahnung vorgehen, sondern in erster stufe den betriebsrat und/ oder einen anwalt hinzuziehen. damit wird sich der arbeitgeber detaillierter äussern. man kann auf entfernung der abmahnung aus der akte pochen.

man sollte auf jeden fall den aufwand mit dem nutzen abwägen. kam es noch nie zu einer abmahnung und ist ein wiederholungsfall ausgeschlossen, so würde ich nichts tun. hat man das gefühl, dass der AG auf eine kündigung hinarbeitet, so würde ich gegen den fall vorgehen.

also arbeitsgerichtlich vorzugehen ist wie mit kanonen auf spatzen schießen.

zuerst mit dem personalchef sprechen, am besten mit einem zeugen (betriebsrat) und darum bitten, die abmahnung zurück zu nehmen.

wenn die nicht zurückgenommen werden. dann kannst du verlangen, das ein wiederspruch dazugefügt wird, der die angelegenheit aus deiner sicht richtig gestellt wird.

kann man ...... aber wer kann sich das heute leisten ???

besser eine Gegendarstellung schreiben - die zu den Akten kommt - oder Mitarbeitervertretung/Betriebsrat

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