Gefährliches Hobby - kann Arbeitgeber im Krankheitsfall die Lohnfortzahlung verweigern?

3 Antworten

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Arbeitgeber können nur dann die Entgeltfortzahlung verweigern, wenn der Mitarbeiter "grob fahrlässig" gehandelt hat.

Wer als Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall verweigern will, muss beweisen, dass sein Arbeitnehmer "grob fahrlässig" gehandelt hat. .

Im Zweifel muss der Arbeitgeber beweisen, dass sich Mitarbeiter ihre Verletzung beziehungsweise Erkrankung selbst zuzuschreiben haben. Dazu muss Beschäftigten ein "grob fahrlässiges" Verhalten nachgewiesen werden.

Bei Hobbies sieht es so aus, dass noch nicht einmal Risikosportarten wie Drachenfliegen oder Rallye-Fahren nach allgemeiner Rechtsprechung zu besonders gefährlichen Hobbys gehören - geschweige denn Basketball.

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Bei manchen Radfahrern in Berlin würde ich die Lohnfortzahlung verweigern.

Mich würde mal interessieren, was ein Arbeitsgericht sagt, wenn man einem Radfaherr, der nach einem Unfall, weil er bei rot über die Kreuzung fuhr die Lohnfortzahlung verweigert.

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@wfwbinder

Nicht nur in Berlin...... solche Blödmänner gibt's bei uns auch!!

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Die Lohnfortzshlung kann der Arbeitgeber nur in den seltensten Fällen verweigern, aber er wird sich die Frage stellen, ob dieser Arbeitnehmer für ihn noch ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Und damit stellt sich dann die Überlegung, diesem Mitarbeiter ordentlich wegen der vielen Fehlzeiten zu kündigen.

Es müsste vertraglich im Voraus vereinbart sein. Z.B. Skifahren für Saisonkräfte in Österreich. Ansonsten geht das bei nur wirklich gefährlichen Hobbys. Basketball ist definitiv kein gefährliches Hobby.

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