geerbes Haus wurde verkauft.?

Seit wann gehörte das Haus Deiner Mutter?

Von 1974 .. da wurde es gebaut. bis Nov 2020 da ist sie gestorben und jetzt Oktober 2021 habe ich es verkauft

3 Antworten

Mache dir keine Gedanken, Du hast nach bestem Wissen gehandelt, schließlich bist Du kein Bauexperte, oder Steuerberater.

Klar ist natürlich, dass sich der Versicherungswert nur auf das Gebäude bezieht und nicht auf das Grundstück, daher muss der wert eigentlich höher sein, als der Versicherungswert.

Trotzdem, das Gericht, was ja viel öfter mit diesem Thema zu tun hat, hat den Wert akzeptiert, also erstmal fertig.

Du kannst den geringen Wert auch in der Erbschaftsteuererklärung angeben. Wenn das Finanzamt den nicht glaubt, rechnen die sowieso selbst.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich habe gar kein Formular für die Erbschaftssteuer erhalten. Ich habe beim Finanzamt nachgefragt, aber die meinten es käme nur ein Formular wenn ich über dem Freibetrag liege. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck beim richtigen Ansprechpartner gelandet zu sein. Er meinte nämlich ich müsse Steuern auf das Haus zahlen weil ich nicht selbst eingezogen bin bzw. nicht dort wohnte. Was ja nicht stimmt. Muss ich dieses Formular noch selbst anfordern? Oder reicht es einfach abzuwarten ob noch etwas kommt?

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Für die Erbschaftssteuer ist alleine der Wert maßgeblich, den das Haus im Zeitpunkt der Erbschaft hatte. Wenn das Haus später eine Wertsteigerung erfährt, fällt das nicht unter die Erbschaftssteuer. Du musst also nichts nachmelden.

Für die Spekulationssteuer zählt die Zeit mit, in der das Haus Deinen Eltern gehörte. Wenn Deine Eltern das Haus seit 1974 hatten, fällt auch keine Spekulationssteuer an.

Ich bin jetzt nur verwirrt, weill ich das Haus glaube ich zu niedrig angegeben habe. Gilt das auch wenn das Haus nach einem Jahr für das doppelte verkauft wurde.

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@Ceoma

Na ja. Das Doppelte ist schon viel. Aber vielleicht hast Du ein gutes Verkaufstalent. Und außerdem haben die Immobilien in Deutschland im letzten Jahr eine große Wertsteigerung erfahren.

Andererseits sollte man sich mit dem Finanzamt nicht anlegen. Vielleicht prüfen die das auch. Du solltest vielleicht einen Steuerberater fragen, ob Du was machen solltest. Vielleicht hatte das Haus einen Wert von sagen wir 600000. Dann müsstest Du eine Erbschaftssteuer in Höhe von ca. 20.000 Euro nachzahlen. Bei einem Wert von 700.000 Euro müsstest Du ca. 32.000 Euro nachzahlen. Das ist vielleicht besser, als dass Du nachts nicht gut schlafen könntest.

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Es könnte aber problematisch werden, wenn das Finanzamt im Nachhinein den Wert von 400.000€ zum Zeitpunkt der Erbschaft aufgrund der Wertangabe anhand der Versicherungspolice nicht anerkennt. Dass das Haus innerhalb von nur einem Jahr eine deutliche Wertsteigerung erfahren hat, könnte aufgrund des sehr viel höheren Kaufpreises dann doch zu einer Steuerpflicht führen. Aber solange sich das FA nicht meldet, ist soweit alles gut gelaufen. Das FA hat die Zahlen ja vorliegen, und wird sich melden, wenn es meint, dass es noch Steuern zu bekommen hätte.

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Der Wert, den Du bei Gericht angibst, wird für die Kostenrechnung verwendet, der hat erstmal mit dem Wert für eine evtl. Erbschaftsteuererklärung nichts zu tun.

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