Gebühren bei Fonds

4 Antworten

Lies mal dies her: http://www.morningstar.de/de/news/56467/Niedrige-Geb%C3%BChren-sind-ein-guter-Erfolgsindikator.aspx

Letztendlich sind in den Kennzahlen wie TER nur die fixen Kosten enthalten. Performanceabhängige Gebühren kommen dazu. Wenn man dann einen Geldmarktfonds für 1% Ausgabeaufschlag und 1,5% Managementgebühr kauft, der durch die niedrigen Zinsen im Markt gerade mal 1,5% Rendite liefert, dann kann man sich vorstellen, wie die Bilanz für den Anleger aussieht.

Daher sollte man die Managementkosten betrachten, um festzustellen, was an Performance überhaupt erwirtschaftet werden muß, um eine positive Rendite für den Anleger zu erhalten.

Den generellen Performancechart des Fonds sollte man auf Empfindlichkeit gegenüber besonderen Ereignissen, Korrelation mit anderen Anlageklassen und generell die Performance untersuchen. Ob der Fonds ein Benchmark trifft oder schlägt, ist für den Anleger recht unerheblich. Ein Anleger möchte doch eigentlich nur mit moderater Volatilität eine positive Rendite nach Steuern und Inflation erhalten.

Man kann daher nicht genau sagen, daß ein TER von 2% gut oder schlecht ist, da es auf die übrigen Merkmale des Fonds ankommt. Läuft dieser im Jahr immer mit +10% netto, dann sind die 2% gut aufgehoben. Bringt er netto nur 1%, dann will wohl keiner noch 2% Gebühren zahlen.

Ergänzung: Der wichtigste Kostenart neben den ausgewiesenen TER sind die "Transaktionskosten", also die Kosten für An- und Verkauf beim Umschichten des Fondsvermögens. Die TA-Kosten liegen zwischen 0,5 und 3% p.a. Man muss also von effektiven Gesamtkosten von 3 - 3,5% p.a. ausgehen. Nur einige wenige Top-Fonds rechtfertigen diese hohen Kosten, wenn man davon ausgeht, dass die Aktienmärkte langfristig (nur) zwischen 6-7% Rendite p.a. erwirtschaften. Eine Alternative in etlichen Bereichen sind deshalb Indexfonds (ETFs), bei denen die effektive Gesamtkostenbelastung mit ca. 0,3 - 0,7% p.a. deutlich geringer ist.

http://www.smarter-investieren.de/informations/ter_intro.php

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@GAFIB

Das ist nicht der Grund, warum man in Indexfonds investieren sollte. ETFs stellen Slices eines Marktes dar und sind nicht als selbständige Investmentstrategien gedacht. Sie verlagern die Verantwortung für Segmentallokation, -selektion und -umschichtung auf den Anleger. Einem unerfahrenen Anleger würde ich niemals einen reinen ETF-Portfolio empfehlen, sondern immer bei aktiv verwalteten Fonds auf die letztendlich für den Anleger übrigbleibende Performance achten und solche in geeigneter Kombination einsetzen. Man kann nicht einfach ETFs in ihrer Funktion mit aktiv verwalteten Fonds vergleichen. Daher ist auch sind auch Aussagen über TER und Gesamtkosten nicht vergleichbar.

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Was entscheidend ist, sind Ausgabaufschläge. alle anderen Kosten sind doch schon in die Rendite mit eingerechnet. Wenn ein Fonds die Rendite erzielt, die ich mir vorstelle, ist mir doch egal wie hoch die Kosten sind.

Generalisierungen kann man sicherlich so nicht machen. Jedoch sind neben den in der Gesamtkostenquote (TER) weitere Kosten drin, die der Fondsmanager erst einmal erwirtschaften muss, um überhaupt ein positives Ergebnis zu erzielen. Wie schon von anderen beschrieben, sind hier die Transaktionskosten der größte Batzen. Je aktiver der Fondsmanager, desto höher die Transaktionskosten.

Auch ich halte ein Indexfondsportfolio für wesentlich sinnvoller. Die Anzahl der aktiven Fonds, die ihren Vergleichsindex schlagen ist äußerst gering. Ich traue mir nicht zu, jemandem hier eine Empfehlung zu geben und diese Ausnahmen zu treffen.

Eine breite Streuung über viele Marktsegmente ist auch für das ETF-Portfolio angezeigt. Natürlich bedarf auch die Zusammenstellung eines reinen ETF-Portfolios einer guten Beratung, das braucht man bei aktiven Fonds jedoch auch!

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