Gebrauchter Dienstwagen - ist der geldwerte Vorteil hier nicht geringer als bei einem Neuwagen?

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4 Antworten

Dieser Fall wurde vom Bundesfinanzhof geprüft und abschlägig beurteilt (Urteil vom 13.12.12 VI R 51/11, Pressemitteilung Nr. 14 vom 06. März 2013).

Dabei heißt es u.a. ".... [Es] sei zu berücksichtigen, dass der Vorteil des Arbeitnehmers nicht nur in der Fahrzeugüberlassung selbst liege, sondern auch in der Übernahme sämtlicher damit verbundener Kosten wie Steuern, Versicherungsprämien, Reparatur und Wartungskosten sowie insbesondere der Treibstoffkosten...."

Siehe zu den Reparaturkosten auch freelance'-Antwort.

Fair oder nicht fair interessiert den Gesetzgeber nicht immer.

Aber: Man kann sich ja einen Oldtimer als Firmenwagen anschaffen, z. B. einen 300 SL Flügeltürer und versteuert dann bei einem Wert von 500.000.- Euro oder mehr 14.500.- Euro, also 145.- Euro monatlich.

Natürlich ein kleiner Scherz am Rande - aber finanztechnisch durchaus richtig.

fair oder nicht.... hier streiten sich Behörden, Steuerzahler, Richter, Anwälte. Alles Jammern hat bisher wenig gebracht. Die 1%-Regelung steht und bezieht sich auf den Listenpreis des Neuwagengs, egal wie alt der Wagen ist.

Argumentation ist oft: ein älterer Wagen kostet deutlich mehr an Reparaturen und Wartung. Damit passt das mit den 1% wieder.

Zu genau diesem Fall läuft aktuell noch ein Verfahren am Bundesfinanzhof in dem entschieden werden soll ob 1% des Bruttolistenpreises des Neuwagens in diesem Fall nicht zu viel ist. Wenn dies dich betrifft dann solltest du deinen Steuerbescheid mit einem Einspruch vorerst offen halten.

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