GbR Jahresabschluss

2 Antworten

Du gehst, wie auch schon @EnnoBecker dargestellt hat von falschen Voraussetzungen aus.

  1. Gewinn ist nicht gleich Liquidtät

  2. Liquide Mittel bedeuten keinen Gewinn.

  3. ein erzielter Gewinn muss nciht ausgezahlt werden.

  4. Entnahmen kann man nciht nur tätigen, wenn man Gewinn erzielt hat.

Stell Dir einfach vor, am Jahresende wäre das Konto auf Null (nahe null) weil die GbR eine Investition getätigt hat (Beipiel 10.000,- für den Kauf eines Autos). Da der Wagen ja abgeschrieben wird, wäre bei einer Jahres-Afa von 2.500,-, ein Gewinn von 7.500,- entstanden, obwohl kein Geld mehr auf dem Konto ist.

Umgelehrter Fall, ein Kunde hat eine Anzahlung geleistet, aber die arbeiten haben noch nciht begonnen. Man hat eventuell keinen Gewinn gemacht, aber auf dem Konto ein paar tausend Euro durch die Anzahlung.

Der Gewinn wird durch Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung, oder durch Bilanz mit GuV ermittelt und mit einer Erklärung zur einheitlichen und gesonderten Feststellung der Einkünfte, auf die Gesellschafter verteilt.

Das hat aber weder etwas direkt mit den Entnahmen der Gesellschafter/Auszahlungen an die Gesellschafter zu tun, noch mit der verfügbaren Liquidität.

Auch eine GbR muss Rücklagen bilden, um den Geschäftsbetrieb abzusichern.

ok, mal sehen ob ich es verstanden habe:

der Gewinn wird auf die Gesellschafter aufgeteilt und von denen versteuert, egal ob der Gewinn ausgezahlt oder auf dem GbR Konto verbleibt?

So richtig?

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@guterwolf

Genau so ist es.

Schließlich müsstet ihr ja am 31. 12. die Buchhaltung komplett fertig machen, den Gewinn ermitteln und dann noch auszahlen.

Geht schon rein technisch nicht mein Rat wäre, dass ihr im Jahr laufende Entnahmen macht, so wie ihr es zum leben braucht.

Dann möglichst flott im neuen Jahr den Gewinn ermitteln und ggf. etwas auf Eure Privatkonten überweist, wenn es die Liquidität der Gesellschaft zulässt.

Nur eines beachten, bevor ihr Sachen für die Gesellschaft (Auto, Maschinen usw.) bar bezahlt, aber private Anschaffungen auf Kredit kauft, solltet ihr das ggf. ändern.

Denn die Zinsen für Darlehen, mit denen ihr Investitionen bezahlt, sind in der Gesellschaft abzugsfähig. im privaten Bereich nicht.

Sonst kann man nur sagen, gute Liquidität für ein Unternehmen ist nur durch eines zu ersetzen, durch noch mehr Liquidität.

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Wichtig ist doch zunächst der Erhalt der GbR, denn immerhin bietet sie die Existenzgrundlage für die Gesellschafter. Deswegen müssen entsprechende Finanzmittel für ein Überleben der GbR auf dem Firmenkonto bleiben. Die Gesellschafter kommen erst an 2. Stelle (oder sollten sie). Häufig ist es schwierig, die finanziellen Bedürfnisse der GbR und diejenigen der Gesellschafter unter einen Hut zu bringen, so dass alle von dem zur Verfügung stehenden Geld leben können.

Als Unternehmer muss man abwägen, was einem wichtiger ist: Der Erhalt der Existenz in Form der GbR oder der private finanzielle Eigenbedarf. Ein längerfristig denkender Unternehmer sichert zuerst seine Existenz und baut sie aus, damit er später die Früchte ernten kann. Unternehmertum kann auch (besonders in den Anfangsjahren oder wenn der Gewinn zu gering ist) Verzicht auf privater Ebene und Arbeitseinsatz weit über das 'Normale' hinaus bedeuten. Das sollte man wissen, wenn man sich selbständig macht.

Ja, danke. heisst das jetzt, dass die Gewinnverteilung quasi nur auf dem Papier stattfinden kann? Die GbR selbst zahlt ja keine Steuern, darum geht es mir. Klar muss nicht alles ausgezahlt werden, aber die Gesellschafter müssen doch ihre Gewinne = Einnahmen versteuern.

Wenn ich also z.B. 1000 € auf dem Firmenkonto lasse, diese nicht an die Gesellschafter auszahle, werden doch für diesen Betrag keine Steuern berechnet.

Oder reicht es aus, wenn jeder Gesellschafter seine Hälfte als Einnahme in der Steuererklärung deklariert, obwohl er diese jetzt persönlich nicht vereinnahmt hat?

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Meine GbR hat gar kein Firmenkonto...und nun? :D

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GbR - EÜR - so richtig?

Hallo,

wir sind gerade auf der Suche nach einem neuen Stb., möchten aber jetzt schon mal die EÜR erstellen.

Meine Fragen: 1. In die EÜR kommen alle Einnahmen, alle Betriebskosten und die Gewinnverteilung auf die einzelnen Gesellschafter.

  1. Die Kosten (Berufshaftpflicht, Berufsgenossenschaft, Telefon, km-Geld etc., die jeder einzelne Gesellschafter hat, werden die in Sonderbetriebsausgaben aufgeführt?

  2. Denke, für jeden Gesellschafter extra.

  3. Und werden die Sonderbetriebsausgaben dann für jeden Gesellschafter mit dem ausgezahlten Gewinnanteil aufgerechnet und der Restbetrag als Gewinn in seine eigene Einkommensteuererklärung übernommen? In dieser werden ja dann seine Versicherungsbeiträge etc. aufgelistet.

Ist das so richtig? Danke.

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GbR - Frage zur Gewerbesteuer

Angenommen eine GbR macht einen gleichbleibenden Umsatz von 7000 € pro Monat. Davon erhält 1 Gesellschafter eine Gewinnausschüttung von 4900 € für seine erwirtschaftete Leistung. Von den restlichen 2100 € werden Bürokosten gezahlt, angenommene Höhe 500 €. Verbleiben 1600 €. Davon erhält der 2. Gesellschafter 20% = 320 € und der 3. Gesellschafter den Rest, also 1280 €.

Jeder Gesellschafter versteuert dann seinen Gewinn selbst.

Pro Jahr ausgedrückt: Umsatz 84.000 1. Gesellschafter - 58.800 2. Gesellschafter - 3.840 3. Gesellschafter - 15.360 Bürokosten - 6.000 ----------------------------------------------------- Gewinn der GbR 00.000

d.h. die GbR würde keine Gewerbesteuer zahlen. Ist das so korrekt?

Danke für eure Antworten.

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Toter verkauft Anteile. Wer versteuert?

Mal wieder eine sicher sehr häufig vorkommende Frage. ein seit ein paar Tagen, warum nicht seit ein paar Monaten Toter verkauft Anteile. Der Verkauf ist abgeltungssteuerpflichtig. Es geht um gut 20.000 € Gewinn, die dabei realisiert werden.

Die Bank hat keine Ahnung vom Todesfall und zieht aufgrund einer NV-Bescheinigung nichts ab. Aufgrund unwesentlicher anderer Einkünfte und wesentlicher Pflege- und Krankheitskosten kommt der Tote auch mit den Erträgen nicht in die Steuerpflicht.

Kann der Verstorbene, was technisch möglich wäre (Vollmacht, Gutschrift auf das Konto des Toten), den Gewinn realisieren und ist er bei ihm steuerpflichtig oder führt die Realisierung zur Steuerpflicht bei dem oder den Erben?

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Nun meine Frage: Wie werden dann die Zinsen für das halbe Jahr berechnet? Der Zinssatz gilt ja nicht für das ganze Jahr, also kann ich nicht wie oben die 240 € durch 2 teilen. Muss ich einen Wert aus den 2,4% (erste Jahreshälfte) und 0,75% (zweite Jahreshälfte) bilden und auf 6 Monate runterrechnen? In den Geschäftsbedingungen steht, die Zinsen werden jedes Jahr zum 31.12. ausbezahlt. Was passiert mit den Zinsen, wenn ich vorher das Geld schon runternehme (da die 6 Monate hoher Zins schon vorher abgelaufen sind)?

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