GbR Deutschland möchte gerne Freischaffende/Privatperson in England beschäftigen

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2 Antworten

Damit ihr auf der sicheren Seite seid (die Art der Tätigkeit ist ja auch nciht genannt), wäre es richtig gut, wenn ihr von Ihr eine Ansässigkeitbescheinigung hättet.

Auf der Rechnung soll sie dann ihre USt-ID, oder (ersatzweise) die Steuernummer angeben.

Die Ansässigkeitbescheinigungen ghören zu den normalen Bescheinigungen, die jeder Steuerpflichtige bei seinem Finanzamt bekommt.

Die sagt ncihts anderes aus, als das er dort gemeldet udn steuerpflichtig ist.

Leider ist die Sache nicht ganz so einfach, wie sie sich im obigen Thread liest.
 
Wenn ich das richtig verstanden habe, soll die Dame Umsätze vermitteln ("Provision"). Der Umsatz findet nach deutschem und nach EU-Recht nicht dort statt, wo der vermittelte Umsatz ausgeführt wird (§ 3 a (3) Nr. 4 = negativ). Damit wird der Umsatz nach § 3a (2a) dort ausgeführt, wo der LE(istungsempfänger) sein Unternehmen betreibt.
 
Der LE sitzt aber in DE, deshalb wird der Umsatz in DE ausgeführt. Die Steuerschuldnerschaft schlägt um auf den LE, weil die "Dame" ein im Ausland ansässiger Unternehmer ist, § 13b.
 
Sie hat also eine Netto-Rechnung ohne Umsatzsteuerausweis zu stellen. Der LE muss die darauf entfallende USt berechnen und abführen. Gleichzeitig kann der LE diese USt als Vorsteuer abziehen.
 
Mit der britischen Kleinunternehmerregelung hat das nichts zu tun,. da die KU-Regelung hier wie dort auf das Inland beschränkt ist, § 19.
 
Die Unternehmereigenschaft muss nachgewiesen sein, ansonsten landen wir doch wieder beim § 3a (3) Nr. 4. Wenn der vermittelte Umsatz in DE ausgeführt wird, ist der Ort wieder in DE, allerdings ohne Wechsel der Steuerschuldnerschaft. Die in DE ausgeführten Umsätze der "Dame" wären dann nach deutschem Recht auf KU-Schaft zu beurteilen.
 
Sollte die "Dame" eine andere als die von mir vermutete Tätigkeit ausüben, kann sich eine andere umsatsteuerliche Konsequenz ergeben.

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