Gäbe es bei einem solchen Gewerbe staatliche Unterstützung?

3 Antworten

Und wie willst du das dann mit den Vollmachten regeln? Dann müsste dir jede Person für alles eine Vollmacht ausstellen. Ehrlich gesagt würde ich das niemandem, den ich nicht kenne, ausstellen. Da ist doch dem Betrug Tür und Tor geöffnet.

Im Übrigen gibt es von deiner Auflistung tatsächlich alle Dienstleistungen, die sogar größtenteils kostenfrei arbeiten:

Kfz-Zulassungsdienste gibt es überall, jede Krankenkasse hilft bei der Feststellung des GdB, Sozialstationen der Krankenhäuser und Pflegedienste helfen bei Anträgen auf Schwerbehindertenausweis, die kostenlose BAföG-Hotline hilft unter 0800 -223 63 41, und dann nicht zu vergessen die bereits sehr gut etablierten Hilfsstellen des SKF, der Caritas, die Familienhilfe etc., die alle völlig kostenlos arbeiten.

Dafür, dass es dies alles gibt, gibt es aber auch genug, die keinen Widerspruch wagen oder aufgeben. Bei vielen, wie dem VdK, muss auch eine Mitgliedschaft abgeschlossen werden. Es ist auch meine Erfahrung, dass einige nicht mit vollem Einsatz arbeiten. Lediglich das nötigste. Und wegen der Vollmacht. Ninja, wer mir nicht vertraut, kann es auch selbst machen. Wieso gibt es dann auch an jedem Straßenverkehrsamt ein Unternehmen, welches hol und Bring Service anbietet? 49 Euro und du hast dich um die Kennzeichen sowie Zulassung nicht zu kümmern. Der Markt ist da schon groß.. Und bei einem entsprechenden Angebot wäre auch die Nachfrage groß. Was das Vertrauen angeht, ist es eine Frage der Zeit, ob man sich regional etabliert. Statistiken sagen genug aus.

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Ich habe kürzlich für jemanden ein Schreiben aufgesetzt, dass die Wohnortbindung aufgehoben wird. Eigentlich findest du in jeder Kreisverwaltung und jeder Behörde etwas, was man für jemanden erledigen kann. Ich kenne auch genug, die zu faul sind, aber 30 Euro zahlen würden.

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Die Idee als solche ist nicht schlecht, aber es gibt einiges zu beachten.

Ich verrate Dir mal etwas, die Idee hatte ein Freund von mir auch schon und wir haben auch Überlegungen angestellt wie es zu realisieren wäre, aber wir hatten dann einen anderen Weg preferiert, aber bisher zumindest noch nicht umgesetzt.

Aber zurück zu Deinem Plan.

Bei der Begleitung bei Behördengängen musst Du aufpassen, dass es bei "Assistenz" bleibt und Du nicht mit dem Rechtsberatungsgesetz kollidierst.

Vermutlich wird auch keine Behörde DEine Zeit, Deine Leistung bezahlen.

Du solltest den Plan überarbeiten.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Dr. iur.

Danke für deine Antwort. Also Rechtsberatung soll es keineswegs sein. Das würde ich auch ausschließen im Vertrag sowie Werbung/... Im Grunde genommen das gleiche, wie auch welche es mit dem Zulassungsdienst tun. Kfz Kennzeichen beantragen und weiteres. Das gleiche geht auch mit Versorgungsamt, Jobcenter (Berechnung, Grau-Zonen-Arbeit, das Beste rausholen, ...). Was rechtliches angeht, kann man Kooperationen mit Anwälten schließen. Frage wäre nur, in welchen Bereichen man staatliche Subventionen für kriegen könnte. Wie soll ein Araber oder Ukrainer nach 1 Jahr selbstständig rechtssicher Anträge stellen? Teilweise machen sowas Vereine, aber wovon leben die? Betreuer werden auch vom Staat bezahlt. Müsste nur eine mildere Form sein der Betreuung, da nur in einer Sache Hilfe gebraucht wird. Bei vielen Sachen kann ich mir vorstellen, dass es genug gibt, die sich den Service leisten könnten. Wie gesagt, tun es auch sehr viele im Zulassungsdienst. Da spart man sich die Arbeit, Nerven und teilweise Urlaubstage oder irgendwelche Fehler. Bei hilfsbedürftigen Personen sollte es doch im besten Deutschland aller Zeiten hierfür Mittel geben :D

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@Davidav
 Teilweise machen sowas Vereine, aber wovon leben die?

Von Spenden und staatlichen Zuschüssen.

Wenn ich zu einem Amt gehe und sage, "bezahlt mir mal, dass ich dem Igor bei seinem Führerscheinantrag helfe" bekomme ich ncihts.

Wenn der Verein Verein"Bürger helfen Bürgern e.V." sich an staatliche stellen wendet, weil man Alten, kranken, Flüchlingen usw. bei Behördengängen hilft, gibt es Geld.

Die, die dann mitgehen, können Aufwandsentschädigungen erhalten.

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@wfwbinder

Ja, e.V. oder gGmbH. Dann kann er sich ein angemessenes Geschäftsführergehalt auszahlen. Das geht aber nicht von heute auf morgen.

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@Andri123

Von heute auf morgen geht nunmal nichts. :D

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@Andri123

Genau das meinte ich war im Vorstand eines solchen Vereins und nun bin ich Aufsichtsrat einer Genossenschaft, Bei Beidem habe ich die Gemeinnützigkeit klar gemacht.

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Das dürfte überwiegend unzulässige Rechtsberatung sein. Und nein, dafür gibt es keine staatliche Unterstützung für die überwiegend mittellosen Nutzer.

Jemand will den GdB feststellen lassen. Ich frage Unterlagen an, fülle alles aus und gebe es ab. Rechtsberatung ist da nirgendwo.. Beim KFZ-Zulassungsdienst und bei Betreuern gibt es auch keine Rechtsberatung. In den ganzen Kulturvereinen und sonstigem sind es auch nicht immer Juristen. Ehrenamt häufig.

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@Davidav

Ein Betreuer berät nicht, er vertritt den Klienten nach aussen. Als Betreuerin darf ich aber beispielsweise nicht irgendwelchen Erben des Klienten meine zu bezahlende Hilfe anbieten.

Ich dürfte sogar die Steuererklärung eines Klienten machen, mache ich aber nicht, das wäre jedenfalls keine steuerliche Beratung, sondern Vertretung.

Und bei KFZ-Zulassungen, die Du vielleicht alle 6 Wochen hättest, würdest Du eher nicht in die bevorzugte Stellung kommen, morgens die Mappe für x Zulassungen abzugeben zu dürfen und nachmittags die Zulassungen abholen zu können. Nur dadurch rechnet sich das für die Zulassungsdienste. Ausserdem berät ein Zulassungsdienst ja nicht, er bringt nur die Unterlagen und Nummernschilder zur Zulassungsstelle.

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@Andri123

Danke für deine Rückmeldung. Ich möchte aber weiterhin nicht beraten. :d

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