Für wen lohnt es sich, ein Auto zu leasen?

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3 Antworten

1. Leasing ist nichts anderes als eine Form der Finanzierung, wie auch ein Darlehen.

2. Man muss unterscheiden zwischen echtem Leasing, das dem Leasingerlass entspricht und unechtem Leasing (das ist bei den meisten Leasingverträgen für Privatleute der Fall.

3. Die These "Leasing ist sofort abzugsfähig (bezogen auf die gezahlte Rate)" gilt nur bei Geschäftsleuten udn nur wenn der Vertrag dem Leasingerlass entspricht.

4. Leasing ist nicht billig, denn auch die Leasinggesellschaft leicht sich entweder das Geld, oder Verkauft die Forderung an eine Bank.

5. Leasing kann günstig sein, wenn es um Wagen geht, auf die der Hersteller keine hohen Rabatte geben will bei prestigeträchtigen Wagen, aber ins Leasing einen guten Rabatt einbauen.

6. Risiko ist oft die Fahrzeugrückgabe bei Leasingende. Da werden u. U. geringe Restwerte erreicht, als die, die im Leasingvertrag kalkuliert waren.

7. Es gibt unterschiedliche Formen. Reines Kilometerleasing, Restwertleasing. Mit und ohne Andienungsrecht (also Übernahme am Ende).

Aus meiner Sicht kann man keine generelle Aussage treffen, sondern muss den Einzelfall durchrechnen.

Also wenn schon leasen, dann sollte es meiner Meinung nach die Drei-Wege-Finanzierung sein.

Du bestimmst die Höhe der monatlichen Raten und somit auch die Höhe der Schlussrate.

Dir stehen am Ende drei Möglichkeiten zur Wahl.

1. Der Wagen wird wieder zurückgegeben.

2. Die Schlussrate wird bar bezahlt.

3. Die Summe der Schlussrate wird in eine Anschlussfinanzierung umgewandelt.

Diese Art der Finanzierung ist für alle interessant, die nach Ablauf des Vertrages eine festgelegte Summe erwarten und damit die letzte Rate tilgen möchten.

Die spannende Frage ist, ob der Leasingnehmer überhaupt eine Kaufoption zu einem Festpreis zum Vertragsende hat. Dies dürfte bei Gewerbetreibenden steuerschädlich sein.

Das Rückgaberecht des Leasingnehmers ist auch nicht ohne Restwertschätzungsrisiko zu haben.

Die "gut gemeinte" Kalkulation einer Leasingvorteilhaftigkeit zu Vertragsbeginn weicht zum Vertragsende eher einer Katerstimmung.

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@LittleArrow

Bei althaus gehe ich nicht von einem Gewerbetreibenden aus und eine Leasingfinanzierung wird mit Kaufoption zu einer selbst zu bestimmenden Schlussrate angeboten.

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Für mich als Privatmann ist Leasing nicht geeignet. Steuerlich kann ich da nichts absetzen. Ich halte es wegen der einseitigen Vertragsgestaltung für höchst gefährlich, nicht nur für Privat- sondern auch Geschäftsleute. Realitätsignoranten und Optimisten mögen das anders sehen.

Leasing ist auch nicht bloss eine Finanzierungsform, sondern eher eine Form der Fahrzeugmiete mit ungleicher Risikoverteilung zu Lasten des Mieters, insb. zum Vertragsende.

Lies mal diesen Link: http://www.handelsblatt.com/specials/leasing-fahrzeuge-lackschaeden-bringen-gewinn/3427196.html 

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