Für welche Laufzeit sollte man eine Risikolebensversicherung abschließen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, die Richtlinie ist einfach: Eine Risiko-LV sollte so lange laufen, wie das Risiko besteht. Das wird zur Hinterbliebenenversorgung regelmäßig bis etwa zum 55. - 65. Lebensjahr der Fall sein, wobei in jüngeren Jahren eher höhere Versicherungssummen sinnvoll sind als in späteren Jahren, wo es schon ein gewisses Vorsorgepolster gibt.

Meist handelt es sich ja um die Hinterbliebenen-Versorgung bei Tod des Hauptversorgers der Familie. Es kann aber auch eine gegenseitige Risiko-LV sinnvoll sein, jeweils auf den Todesfall von Mann oder Frau bezogen (ist z.T. innerhalb eines Vertrages möglich und spart Beiträge).

Wenn es auch um die Absicherung eines Hauskredites geht, so kann man die Risiko-LV auch als degressive Variante wählen, so dass die Versicherungssumme parallel zur Tilgung des Hausdarlehens fällt.

Sehr dezidierte Antwort, DH!

An diesem Punkt möchte ich noch ergänzen:

Versicherungssumme parallel zur Tilgung des Hausdarlehens fällt.

Das geht nur dann wirklich parallel, wenn es eine vollständige bzw. durchgehende Zinsfestschreibung bis zur letzten Tilgungsrate gibt, also beim sog. Volltilgerdarlehn. Bei z. B. 10-jähriger Zinsfestschreibung kennt man lediglich den Tilgungsverlauf in den ersten 10 Jahren, aber nicht danach.

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Höchstens für die Zeit, in der man den Bedarf an einer Risikoabsicherung sieht.

Zwei Fälle:

Immobilienfinanzierung: Hier verweise ich auf die Antwort von GAFIB und meinen Kommentar. Bei der Immobilienabsicherung gibt es noch zwei weitere Aspekte: Der Einsatz der Versicherungssumme zur vorzeitigen Kredittilgung könnte eine Vorfälligkeitsentschädigung auslösen. Dies könnte man kalkulatorisch durch eine - sagen wir - 10 % höhere Versicherungssumme abdecken. Ferner sollte beachtet werden, dass je nach Konstellation des Familieneinkommens die tilgungsorientierte Versicherungssumme den Erhalt des schuldenfrei gewordenen Familieneigentums nicht garantiert. Insb. ein Eigenheim verschlingt weiterhin erhebliche, laufende Kosten, die natürlich tendenziell auch bei einer Mietwohnung oder ETW anfallen würden, allerdings idR in geringerem Umfang.

Versorgung der Kinder: Die Versorgung der Kinder sollte für einen großzügigen Zeitraum berücksichtigt werden, also bis etwa zu deren 21. Lebensjahr. Wenn man ihnen noch ein Studium zutraut und -billigt, dann entsprechend 4 - 5 Jahre länger.

Auf die Risikovorsorge nur für den Lebenspartner will ich über die bereits gemachten Hinweise hinaus nicht näher eingehen.

Ja. Man schließt sie für genau den Zeitraum ab, für den man sie benötigt :-)

Hast Du z.B. eine Hausfinanzierung, die Du absichern möchtest, ergibt sich der Zeitraum also naturgegeben als Absicherungserfordernis der Familie.

Mehr kann man anhand dieser doch sehr konkreten Frage eigentlich auch nicht an konkreter Antwort geben.

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