Fünftelregelung Umsatzsteuererstattung?

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2 Antworten

Mir ist zwar unklar, wie eine Umsatzsteuererstattung bei einem Bilanzierer nicht in den jeweiligen Abschlüssen erfasst werden konnte, aber sei es drum, egal. Es kommt Geld in 2017 und das war bekonnt in 2016, also ist es dort als Forderung und somit auch als Ertrag zu erfassen.

Wie Du aber einen betrieblichen Ertrag mit einer Regelung für "Arbeitslohn, der mehrere Jahre betrifft" zusammen bringen willst, ist mit völlig unklar. Diese Regelung trifft nämlich nur für Arbeitnehmer zu.

Als Dein Berater würde ich viel mehr nach einer Änderungsvorschrift für die Jahre 2011 bis 2014 suchen, weil in den Jahren eventuell Fehler gemacht wurden (Nichterfassung eines Erstattungsanspruchs), um so eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen.

Ausserdem sollte Dein Berater die gesamte Klaviatur der Bilanzierungstricks kennen, die man in solchen Fällen (abhängig von Branche und Betrieb, was wir alles nicht kennen) anwenden kann.

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Kommentar von EnnoWarMal
05.07.2017, 17:00

Alles richtig, nur hier komme ich ins Grübeln:

Als Dein Berater würde ich viel mehr nach einer Änderungsvorschrift für die Jahre 2011 bis 2014 suchen,

Was soll denn geändert werden? Die USt ist ja bereits geändert.

Hier würde ich in der Handelsbilanz die gesamte USt-Erstattung erfassen und für die Einkommens- und Gewerbesteuererklärung Meldungen nach § 153 (1) AO machen und die Erstattungen in den entsprechenden Jahren versteuern.

Vielleicht würde ich es aber auch lassen, wenn die Zinsen, die ab April 2013 laufen, höher sind als der Steuermehrbetrag durch dir Progression.

Im Übrigen würde ich für 2016 womöglich eine Rückstellung bilden für die Beratungsleistungen des Steuerberaters in der USt-Angelegenheit.

Offen ist für mich, wie es zu der Erstattung überhaupt kommen konnte.

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Vermutlich handelt es sich um einen Berufsbetreuer, wo es aufgrund einer Gesetzesänderung zu einer Erstattung der Umsatzsteuer für mehrere Jahre erfolgte.

https://www.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung/berufsbetreuung/verguetung/information-umsatzsteuerbefreiung.html

Daher ist meines Erachtens die Fünftelregelung durchaus anwendbar.

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Kommentar von EnnoWarMal
05.07.2017, 19:47

Hm.....zwei Anmerkungen:

Hier sind Umsatzsteuern ab 2011 erstattet worden. Die Gesetzesänderung betrifft aber den Zeitraum ab 2013. Möglich, dass der Steuerberater die Fälle ab 2011 offengehalten hatte, weil das Verfahren anhängig war und das Ergebnis in allen noch offenen Fällen anzuwenden war.

Soweit stecke ich nicht drin, ich wusst auch gar nichts von der Gesetzesänderung.

Andererseits wurde Anfang 2016 oder 2017 - die Zeit rennt neuerdings so - der Begriff der "Bestandskraft" neu definiert. Damit könnte auch ein UStB, der unter VdN steht, betroffen sein.

Weiter:
Es sind doch wahrscheinlich Rechnungen mit Ausweis von USt erstellt worden. Damit wäre die auch nach der Rechtsänderung nach 14c zahlbar. Wird die Rechnung geändert, muss dem Kunden natürlich die USt erstattet werden, was am Ende wirtschaftlich auf dasselbe hinausläuft.

Nur dass der Vorsteuerabzug ins Nirvana gleitet.

Eine Erstattung aus diesem Grund erscheint mir daher fraglich.

Kannst du helfen?

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