Frührente mit 60 wegen Diabetes I und Herzinfakte wie geht das und was wird abgezogen??

2 Antworten

Die Erwerbsunfähigkeitsrente wird gewährt, wenn eine Person aus medizinischer Sicht nicht mehr erwerbsfähig ist. Bei der medizinischen Untersuchung wird festgestellt ob noch eine (Rest)-Erwerbsfähigkeit besteht, denn die Erwerbsunfähigkeitsrente wird nicht gewährt, wenn die Möglichkeit besteht andere (auch nicht erlernte) Berufe ausgeübten zu können.

Ein Anspruch auf Erwerbsunfähigkeitsrente liegt nur dann vor, wenn der Patient mindestens 60 Monate versichert war und in den letzten 5 Jahren 36 Versicherungsbeiträge entrichtet hat.

Die Beantragung der Erwerbsunfähigkeitrente erfolgt bei der jeweiligen Rentenversicherung, wobei der Antrag in einigen Bundesländern bei der Kreis- bzw. Gemeindeverwaltung abgegeben werden muss.

Die Voraussetzungen der Erwerbsunfähigkeitsrente erfüllt man dann, wenn man entweder weniger als drei Stunden täglich (volle Erwerbsminderung) oder mehr als drei und weniger als sechs Stunden täglich (teilweise Erwerbsminderung) arbeiten kann.

Hallo, Ich lese aus der Frage das Dein Vater erst relativ kurz arbeitsunfähig krank geschrieben ist und zur Zeit im Krankenhaus behandelt wird. In den ersten 6 Wochen seit Beginn der Arbeitsunfähigkeit bezieht er Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber und danach bis zu 78 Wochen Krankengeld von der Krankenkasse. Wenn es ein Arbeitsunfall war zu 100% von der Berufsgenossenschaft, wenn es kein Unfall war 90% vom letzten Netto oder 80% vom letzten Bruttoeinkommen je nach Berechnungsgrundlage. Während der Zeit des Krankengeldbezugs insbesonders wenn keine Besserung der gesundheitlichen Beeinträchtigung eintritt oder laut ärztlichen Attest davon auszugehen ist das die künftige Erwerbsfähigkeit des Patienten stark gefährdet ist wird der behandelnde Arzt und die Krankenkasse eine medizinische Rehabilitation dringend anraten und den Antrag an den Rentenversicherungsträger für eine Rehamaßnahme des Patienten unterstützen. Wärend der Rehamaßnahme und später bei der beruflichen Widereingliederung bezieht der Patient statt des bis dahin gezahlten Krankengeldes das sogenannte Übergangsgeld vom zuständigen Rentenversicherungsträger. Die Höhe des Übergangsgeldes liegt je nach Familienstand und Kindergeldberchtigter Kinder im Haushalt zwischen 60-75% des letzten Bruttoeinkommens. Wenn sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht insoweit bessern das er seine berufliche Tätigkeit wieder aufnehmen kann oder nach etwaiger Umschulung ein neuer Berufseinstieg möglich wird muss er beim zuständigen Rentenversicherungsträger eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen. Wie hoch die EU-Rente ausfallen wird ist davon abhängig was er bisher an Rentenbeiträgen einbezahlt hat (Rentenanwartschaft in Entgeltpunkten) und zu wieviel Prozentpunkten er die zu erwartende EU-Rente ausgezahlt bekommt. Das was dem Vater im Krankenhaus eingpflanzt wurde sind keine Stifte sondern Stinte (ein Drahtgeflecht das die Adern zuverlässig offen hält) damit sich keine Tromben (Verstopfungen) bilden.

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