Fristen bei Vermächnis

3 Antworten

Als Vermächtnisnehmer hat man lediglich einen Forderungsanspruch gegen den oder die Erben und muss den natürlich zugangssicher stellen.

Sofern man ihn denn haben möchte. Dann ist es keine Frage der Moral, sondern Respekt gegenüber dem Willen des Erblassers eines Geschenkes, dass man annehmen kann, aber nicht muss.

Und natürlich kann man sich anwaltlich vertreten lassen, wenn man das fürstliche Honorar seiner außergerichtlichen Vertretung zu zahlen bereit ist.

Hierbei muss man allerdings damit rechnen, dass der Anspruch zurückgewiesen wird, wenn tatsächlich, etwa durch Verfügung größerer Geldbeträge oder wertvoller Gegenstände, tatsächlich eine Erbeinsetzung bestünde, ein fraglicher Gegenstand mehr Wert wäre als der Pflichtteilsanspruch der Erben aus dem noch verbleibenden Nachlass oder unerfüllbar bliebe, weil das Vermächtnis längst lebzeitig verkauft, verschenkt, gepfändet, beschädigt oder unauffindbar wäre.

G imager761

bestimmte Fristen ein Vermächtnis beim Erben einfordern?

Ja: Gem. § 2174 BGB beträgt die Frist der Geltendmachung drei Jahre, beginnend mit Schluss des Kalenderjahrs, in dem Anspruch entstanden und Bedachter Kenntnis oder grobfahrlässige Unkenntnis vom Anspruch hatte.

Wie bereits kommentiert, muss man den Forderngsanspruch als Vermächtnisnehmer stellen oder sich innerhalb einer von den Erben gesetzten Frist erklären, ob man es annimmt.

G imager761

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Vielen Dank schon mal im vor raus für alle informativen Antworten :)

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Person X hat zwei Grundstücke geerbt, die bisher einem ehemaligen, aber offiziell noch nicht aufgelösten landwirtschaftlichen Hof gehörten. Diese sind Teil von mehreren nebeneinanderliegenden Grundstücken, die via Testament per Vermächtnis einzelnen Erben zugeordnet wurden. Jedes Grundstück ist vermessen und hat eine eigene Flurnummer. Laut Steuerberater hieß es, wenn einer von den Erben sein Grundstück verkauft, müßten alle Erben hohe Steuern zahlen für die Entnahme aus der Landwirtschaft. Auch wenn sie selbst nicht verkaufen. Wie kann das sein, wenn es hier keine Erbengemeinschaft erbt, sondern jeder sein eigenes Stück Land? Auch wenn dies mal zusammenhängend einer Person gehörte? Besagte Erben haben weitere Dinge geerbt wie Barschaften und Wiesen, die als Erbengemeinschaft geerbt wurden. Hier wurde keine Zuordnung vorgnommen. Aber das sollte doch die Grundstücke nicht beeinflussen?!?!?

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