Freistellungsprinzip oder Anrechnungsprinzip bei Unternehmen in Luxemburg?

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1 Antwort

Zu dem Thema gibt es eine besondere Verständigungsvereinbarung mit Luxemburg aus dem Jahr 2011, in der auch das von Dir benutzte Wort "Freistellung" vorkommt:

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Internationales_Steuerrecht/Staatenbezogene_Informationen/Laender_A_Z/Luxemburg/2011-06-14-Luxemburg-Abkommen-DBA-Verstaendigungsvereinbarung-Besteuerung-Grenzpendler.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Das ändert aber nichts daran, dass Du in "D" unbeschränkt einkommensteuerpflichtig bist und Deine luxemburgischen Einkünfte hier dem Progressionsvorbehalt unterliegen.

Also solltest Du hier Einkünfte z. B. aus Vermietungen haben, würde es sich auswirken.

Der Link bezieht sich auf Grenzgänger, ich würde aber die meiste Zeit aus Deutschland arbeiten, gibts da keinen Unterschied? Aus deiner Antwort lese ich mal, dass du davon ausgehst dass das Freistellungsprinzip in meinem Fall gilt, wann wäre denn dann das Anrechnungsprinzip nötig?

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@goobaloo

Wir kennen hier Deinen Vertrag nicht. Was ich aus der Frage verstanden habe ist, dass Du bei einem Unternehmen in Luxemburg angestellt bist und dieses Unternehmen auch nur in Luxemburg eine Betriebsstätte hat.

Du arbeitest also in Luxemburg und hast lediglich die Erlaubnis Deine Arbeit am heimmischen Schreibtisch zu erledigen. Aus diesem Umstand sehe ich die Bestimmung für Grenzgänger als erfüllt an.

Anders wäre es ggf. (das müsste man dann gesondert prüfen), wenn Durch den heimischen Arbeitsplatz quasi eine Betriebsstätte des luxemburgischen Unternehmens entstehen würde, weil die Kunden direkt bei Dir anrufen usw.

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@wfwbinder

Mir gehts hauptsächlich darum, nicht aus Versehen Steuern zu hinterziehen. In Luxemburg würde ich ja weniger Steuern zahlen als in Deutschland, müsste ich dann den die Differenz nach der Anrechnungsmethode in Deutschland zahlen?

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