Freistellungsauftrag umverteilen?

3 Antworten

Du brauchst eigentlich gar nicht widerrufen, wenn Du auf dieser Bank keinerlei Spareinlagen mehr hast.

Somit kannst Du der anderen Bank einfach die volle Summe des Freibetrages erteilen, denn nur sie wird ja Meldungen an das Finanzamt tätigen.

Woher stammt die Vermutung, der Fragesteller habe bei dieser Bank keinerlei Spareinlagen mehr? Zudem gibt es auch ander Bankgeschäfte bei denen rträge anfallen, die der Kapitalertragssteuer unterliegen.

Besser wäre der Hinweis, dass man für jedes Kalenderjahr die den Freistellungsauftrag abändern kann; man muß ihn auch nicht zwingend gleich zu Null setzen sondern kann den Betrag auch den zu erwartenden Erträgen anpassen. Allerdings darf die Summe der freigestellten Beträge nicht den erlaubten Freibetrag übersteigen

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das kann man auch einfacher gestalten: keine Meldung machen an die Bank. Nimmt man den Freibetrag nicht in Anspruch, kann man so viele Aufträge stellen wie man will. Nimmt man weniger in Anspruch, ist alles gut. Nimmt man mehr in Anspruch, korrigiert man über die Steuererklärung.

Gegenfrage: reicht es wofür?

Ein Freistellungsauftrag bei einer Bank kann jederzeit verändert werden, wenn die folgenden Spielregeln eingehalten wurden:

  • Die Erhöhung eines Freistellungsauftrags darf nicht dazu führen, daß in Summe über alle Banken, bei denen Freistellungsaufträge bestehen, im Kalenderjahr mehr als 801 EUR (bei Verheirateten 1602 EUR) von der Abgeltungssteuer freigestellt werden.

  • Die Reduktion eines Freistellungsauftrags kann maximal bis zum bereits in Anspruch genommenen Betrag erfolgen.

Mit anderen Worten: wenn Du bei Bank A einen Freistellungsauftrag über 801 EUR eingerichtet und irgendwann im Jahr abgeltungssteuerpflichtige Erträge von 100 EUR hast, dann kann in Folge der Freistellungsauftrag für dieses Jahr nicht auf weniger als 100 EUR reduziert werden. Man könnte also bei einer anderen Bank B nach dieser Reduktion höchstens einen Freistellungsauftrag von 701 EUR einrichten.

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