Freigrenzen bei Schenkung von Tochter an Mutter

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Also das mit dem Notar war so: Er hat uns schon beraten in der Form, dass wir mit ihm diskutiert haben, was die eleganteste Lösung sein könnte. Meine Frau "wollte" nichts erben und ein Verzicht hätte ja bedeutet, dass z.B. der Bruder des Verstorbenen geerbt hätte. Gewollt war, dass die Mutter meiner Frau die Gesamtsumme bekommt und zur freien Verfügung hat. Daraufhin hat der Notar die Schenkung ins Spiel gebracht. Über Freigrenzen ist dabei nie detailliert gesprochen worden, weil alle Beteiligten der Meinung waren, dass diese sehr hoch seien (eben diese € 400T). Im Schenkungsvertrag steht - wahrscheinlich aufgrund der Textbausteine - ein Passus, dass etwaige Schenkungssteuern von der Beschenkten zu zahlen sind. Damit wird doch der Notar bestimmt aus dem Schneider sein, oder? Er hat uns jedoch nie explizit darauf hingewiesen, dass ab einer Freigranze von 20T Steuern anfallen. Hätte er das müssen?

Was sollte man denn jetzt tun?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Erstmal das mit dem Freibetrag ist richtig, weil der FReibetrag von 100.000,- (§ 16 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG) für Eltern nur bei Erwerb von Todes wegen gilt (§ 15 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG).

Vertrag annulieren? Er ist schon durchgeführt.

Notar haftbar machen? theoretisch eventuell möglich, , aber wurde er zum Thema überhaupt befragt, oder hat man ihn nur um Beurkundung gebeten?

Natürlich hätte der Notar es a) wissen sollen und b) Euch auch informieren sollen.

Nur eine Haftungskonstellation wird man wohl leider nicht konstruieren können.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MaRiBi
14.03.2014, 11:42

Also das mit dem Notar war so: Er hat uns schon beraten in der Form, dass wir mit ihm diskutiert haben, was die eleganteste Lösung sein könnte. Meine Frau "wollte" nichts erben und ein Verzicht hätte ja bedeutet, dass z.B. der Bruder des Verstorbenen geerbt hätte. Gewollt war, dass die Mutter meiner Frau die Gesamtsumme bekommt und zur freien Verfügung hat. Daraufhin hat der Notar die Schenkung ins Spiel gebracht. Über Freigrenzen ist dabei nie detailliert gesprochen worden, weil alle Beteiligten der Meinung waren, dass diese sehr hoch seien (eben diese € 400T). Im Schenkungsvertrag steht - wahrscheinlich aufgrund der Textbausteine - ein Passus, dass etwaige Schenkungssteuern von der Beschenkten zu zahlen sind. Damit wird doch der Notar bestimmt aus dem Schneider sein, oder? Er hat uns jedoch nie explizit darauf hingewiesen, dass ab einer Freigranze von 20T Steuern anfallen. Hätte er das müssen?

Was sollte man denn jetzt tun?

0

Ein guter Notar hätte es wissen müssen. Aber er ist kein Steuerberater.

Er hätte darauf hinweisen müssen(sollen) und eine Steuerberatung empfehlen sollen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hier ist der Notar haftbar zu machen. Er ist gemäß § 4 Nr. 1 im Rahmen seiner Befugnisse nach der Bundesnotarordnung zur Hilfeleistung in Steuersachen befugt. Die Beurkundung der Schenkung gehört dazu.

Dass der Freibetrag von 400.000 nur in einer Richtung funktioniert, muss der Notar wissen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wfwbinder
14.03.2014, 09:36

Denkst Du, das man ihn wirklich rankriegen kann?

0

Was möchtest Du wissen?