Freibeträge nach §3 Nr.12 und § Nr 26 EStG

2 Antworten

Das eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

§ 3 Nr. 26 hat die Freibetragsregelung mit den 2.400,- Euro pro Jahr.

§ 3 Nr. 12 hat keine Freibetragsregelung, sondern es ist pauschal gesagt, dass diese Beträge frei sind.

mit der kleinen Ausnahme:

Das Gleiche gilt für andere Bezüge, die als Aufwandsentschädigung aus öffentlichen Kassen an öffentliche Dienste leistende Personen gezahlt werden, soweit nicht festgestellt wird, dass sie für Verdienstausfall oder Zeitverlust gewährt werden oder den Aufwand, der dem Empfänger erwächst, offenbar übersteigen;

Also bei Verlusten aus der Tätigkeit, oder wenn es für Verdienstausfall/Zeitverlust gezahlt wird, ist die Befreiung nicht gegeben.

Die Einkünfte nach §3 Nr. 12 EStG sind steuerfrei, wenn sie nicht offensichtlich die Aufwände übersteigen. Hier gibt es keinen Freibetrag.

Die Einkünfte nach §3 Nr. 26 EStG sind innerhalb des genannten Freibetrags steuerfrei.

Das sind zwei Paar Schuhe. Im §3 EStG werden ja auch noch weitere Positionen und Freibeträge genannt (z.B. unter Nr. 34, 38 , 39), die alle nur jeweils für die genannte Ausnahme gelten. Ansonsten müßte §3 eine Liste der steuerfreien Ausnahmen und dann einen generellen §3-Freibetrag spezifizieren. Tut er aber nicht.

Verpflegungsmehraufwand im Rettungsdienst

Ich bin Rettungsassistent und nahezu immer an ein und der selben Rettungswache tätig. Da die Tätigkeit in Kranken-/Rettungswagen aber mein Tätigkeitsbild dominiert gehe ich davon aus, dass ich eine Auswärtstätigkeit ausübe, da ich mich während der Einsätze nicht an meiner regelmäßigen Arbeitsstätte befinde. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob ein Rettungsassistent überhaupt über eine regelmäßige Arbeitsstätte verfügt oder vielmehr eine generelle Auswärtstätigkeit ausübt.

"Regelmäßige Arbeitsstätte i.S. des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG ist (nur) der (ortsgebundene) Mittelpunkt der dauerhaft angelegten beruflichen Tätigkeit des Arbeitnehmers und damit der Ort, an dem der Arbeitnehmer seine aufgrund des Dienstverhältnisses geschuldete Leistung zu erbringen hat. Dies ist im Regelfall der Betrieb oder eine Betriebsstätte des Arbeitgebers, der der Arbeitnehmer zugeordnet ist und die er nicht nur gelegentlich, sondern mit einer gewissen Nachhaltigkeit, also fortdauernd und immer wieder aufsucht. Allerdings ist erforderlich, dass der Arbeitnehmer dort seiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit nachgeht."

Dies ist nicht der Fall, da ich meine Patienten nicht auf der Rettungswache, sondern an verschiedenen Einsatzorten behandle und sie in das nächste geeignete Krankenhaus transportiere, was meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit entspricht.

Bei meinen bisherigen Recherchen fand ich meistens immer den Aufhänger an der Mehrzahl der Rettungswachen. Mir geht es aber um die Frage, ob ich eine Auswärtstätigkeit auch bei nur einer Rettungswache und somit den Verpflegungsmehraufwand, der mir durch die Abwesenheit zu meiner Arbeitsstätte entsteht, geltend machen kann. Abwesenheit von der Wohnung >8h natürlich.

Vielen Dank im Voraus.

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BAföG, Übungsleiterpauschale

Hallo,

Ich bin seit Kurzem endlich BAföG-Empfänger. Doch die Freude über den Bescheid und eine satte Nachzahlung währte nur kurz, denn offensichtlich habe während der Bearbeitung des Antrags (7 Monate!) zu viel Geld dazu verdient. Es handelte sich ausnahmslos um nebenberufliche Tätigkeiten (<400 €). Allerdings habe ich in drei Monaten bei zwei Arbeitgebern gearbeitet und liege daher im Schnitt auf den Bewilligungszeitraum gerechnet ca. 100 € über dem Freibetrag. Insgesamt also über 900 € (BWZ = 9 Monate), die ich nun zurück zahlen müsste.

Nun hatte ich folgende Idee: Da ich u.A. an der Uni als Betreuer von Praktika gearbeitet habe, wollte ich dieses Einkommen als Übungsleiterpauschale (nach § 3 Nr. 26 EStG) deklarieren lassen, damit es nicht in die Berechnung meines Einkommens mit eingeht. Ich habe bereits ausführlich geprüft, ob die Tatigkeiten nach Gesetzestext tatsächlich so eingetuft werden können und das ist definitiv der Fall (Nebenberuflich, öffentliche Körperschaft, Art der Tätigkeit, etc.).

Ich habe mir also von den jeweiligen Instituten, an denen ich gearbeitet habe, bescheinigen lassen, dass ich als Übungsleiter tätig war. Eines der Institute hat sogar den entsprechenden Paragraphen in die Bescheinigung aufgenommen. Allerdings bin ich nicht sicher, ob das reicht? Soweit ich weiß, ist streng genommen die Uni der Arbeitgeber, und nicht die Institute. Gehe ich damit jetzt also zur Personalabteilung der Uni? Muss die Universität oder das Institut ihrerseits die Tätigkeit auch beim Finanzamt als Übungsleitertätigkeit angeben? Wird das alles abgeglichen? Wie muss der Nachweis beim BAföG-Amt erfolgen? Muss ich mir das auch vom Finanzamt bescheinigen lassen? Werden Einkünfte aus geringfügiger Beschäftigung überhaupt beim Finanzamt gemeldet?

Ich bin wirklich ratlos und ziemlich sauer, dass ich jetzt quasi umsonst gearbeitet habe nur weil die Bearbeitung meines Antrags so lange gedauert hat.

Also, schonmal vielen vielen Dank im voraus, solche Communities sind gold wert...

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Wie macht man Angaben in der Steuererklärung über Einnahmen als Freiberufler ?

Sehr geehrte Damen und Herren. Meine Frau arbeitet hauptberuflich als Kita Leiterin und hat sich nur zum Evaluator nach KiQu qualifiziert. Als Evaluator prüft Sie Kitas nach dem Berliner Bildungsprogramm und erstellt zum Ende eine Abschlußbericht. Sie arbeite im Auftrag von KiQu und stellt diesen nach Ende eine Abschlußrechnung. Die Höhe der Rechnung wird nach einem Schlüssel von KiQu festgelegt. Sie hat die Rechnung nun ohne Mwst. ( § 19 UstG ) geschrieben da ihr Einnahmen im Jahr nicht 17500€ übersteigen. Nun wollen wir unsere private Steuerklärung machen und suchen den Punkt wo man Angaben zu den Nebenverdienst machen kann. Kann mir jemand einen Tipp geben? Die Angaben passen nicht in die EÜR da Sie nicht Selbstständig ist sondern Freiberufler! Siehe Absatz unten: *Freie Berufe Freiberufler sind Personen, die einen bestimmten Katalogberuf ausüben, die im Einkommensteuergesetz (§ 18 Abs.1 Nr.1 EStG) ausdrücklich genannt sind. Diese Katalogberufe sind: Zu der freiberuflichen Tätigkeit gehören neben den Katalogberufen auch bestimmte Tätigkeiten, die selbstständig ausgeübt werden. Dies sind

  • unterrichtende und

  • erzieherische Tätigkeiten.

Hauptmerkmal der freiberuflichen Tätigkeit ist die persönliche Arbeitsleistung, die selbstständig und mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird.*

Wer kann mir helfen? Welcher Formular ( Anhang ) ist es?

Danke

Mit freundlichen Grüßen Bigfoot

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