Freiberuflichkeit, Minijob, Versicherungsschutz. Was darf ich wie?

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3 Antworten

Hallo,

ich würde bei der Künstlersozialkasse (KSK) anrufen (das ist unverbindlich). Die Mitarbeiter dort sind sehr hilfsbereit. Wenn man die KSK-Kriterien als Künstler erfüllt, zahlt die KSK ca. 50% der Beiträge zur Kranken-. Pflege- und Rentenversicherung. Es gibt in den ersten Jahren keine Mindestbeiträge und nach 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit besteht ein Krankengeldanspruch.

Gruß

RHW

Hallo zusammen, langsam aber sicher blicke ich so überhaupt nicht mehr durch

So hab ich mich gefühlt als ich deinen absatzfreien Text gelesen habe. Das reduziert meine Bereitschaft Menschen helfen zu wollen immer exponentiell.

Das würde bedeuten, dass ich eine freiberufliche Tätigkeit für
"Grafikdesign" anmelden müsste und ein Gewerbe für "Eventplanung und
-service". Richtig?

Scheint so. Allerdings dürfte der Auftragsgrafiker es schwer haben dem Finanz- und vor allem dem Gewerbeamt zu vermitteln er handle freiberuflich.

dass der Kranken-/Pflege-/Unfallversicherungsschutz durch einen
Arbeitgeber wahrscheinlich nicht mehr gegeben ist, wenn ich einen
Mini-450-€-Job und eine freiberufliche Tätigkeit habe, oder?

Selbständig heißt selbst kümmern. Der Minijob verschafft dir BG-Schutz nur für deine Minijob-Tätigkeit und 3,7% RV-Beitrag. Deinen KV-Status tangiert er eigentlich nicht. Im Gegenteil die Einkünfte aus dem Minijob sind genauso beitragspflichtig wie der Gewinn deiner selbst. Tätigkeiten.

Was passiert mit meinem freiberuflichen Status, wenn sich mir ein
Angestelltenverhältnis anbieten würde, ich also einen festen Job
antreten könnte?

Nichts was soll sein? Wenn über die Anstellung als finanziellen und zeitlichen Mittelpunkt deines Erwerbslebens Versicherungspflicht in der GKV eintritt, wäre die freiberufliche Tätigkeit nicht mehr beitragsrelevant. Aber wehe die Verhältnisse ändern sich wieder.

Steuerberater und ein Gespräch mit deiner Krankenkasse sollten auf deiner Agenda stehen.

Hallo, ein Gewerbe muss man beim Ordnungsamt anmelden, eine freiberufliche Tätigkeit nicht. Du wirst vom Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bekommen, dort würde ich beide Tätigkeiten unterbringen.

Weder mit dem Minjob noch als Selbstständige bist Du pflichtversichert in der GKV, Du musst Dich also freiwillig weiterversichern. Wenn Du hauptberuflich selbstständig bist, wird das dort sofort richtig teuer und/oder kompliziert. Das solltest Du vermeiden, solange Du nicht richtig verdienst.

Ein Arbeitnehmerjob über 451 EUR würde am Anfang viele Probleme lösen, aber auch nur solange die Selbstständigkeit nicht mehr einbringt.

Solange die einzelnen Bestandteile des Einkommens nicht konkret feststehen, ist es schwer, einen Rat zugeben. Man wird sich hier permanent kümmern müssen.

Viel Glück

Barmer

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