Freiberuflich (Dozent) und Gewerbetreibender (Dienstleistungen + Handel) - unter einer Rechnungsvorlage möglich?

2 Antworten

Für die Umsatzsteuer bist Du nur einmal Unternehmer.

Für die Einkommen- (und Gewerbe-)Steuer kannst Du aber zwei Betriebe haben.

Da musst Du Dich entscheiden. Entweder gleiches Konto, gleiches Rechnungsformular gleiche Buchhaltung und Du hast nur einen Gewerbebetrieb.

Oder zwei Konten, zwei Rechnungsformulare zwei EÜR und Du hast eine freiberufliche Praxis und einen Gewerbebetrieb.

Ich verstehe das leider nicht. Man ist umsatzsteuerlich ein Unternehmer. Was bedeutet das? Man gibt nur eine USt-Erklärung ab, soweit klar.

Aber sind dann sämtliche Umsätze auch umsatzsteuerpflichtig? Oder trägt man z.B. die Umsätze aus freiberuflicher Tätigkeit als “umsatzsteuerfreie Umsätze“ ein?

Beispiel: Man hat hauptberuflich Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind in Höhe von 40.000,-. Dann macht man noch ein Nebengewerbe auf und verkauft zwei Waschmaschinen pro Monat mit Umsatz 18.000,-€. Werden dann die Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit auch umsatzsteuerpflichtig?

Ein Zahnarzt kann ha auch Zahnbürsten verkaufen, ohne dass seine ärztliche Tätigkeit unsatzsteuerpflichtig wird.

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@Andri123
umsatzsteuerfreie Umsätze“ 

Wenn sie umsatzsteuerfrei sind, z. B. weil die Beratungen für einen Unternehmer in China, oder den USA waren. Warum sollten sie sonst umsatzsteuerfrei sein? OK, wenn es ein Arzt wäre, dann wären die natürlich USt-frei und würden auch so in die USt Erklärung eingetragen. Die Vorsteuer wäre dann aufzuteilen.

Ein Zahnarzt kann ha auch Zahnbürsten verkaufen, ohne dass seine ärztliche Tätigkeit unsatzsteuerpflichtig wird.

Richtig und wenn er für weniger als 17.500,- Euro pro Jahr Zahnbürsten und Zahnbleichmittelverkauft wäre auch dafür keine Umsatzsteuer zu entrichten, denn er wäre Kleinunternehmer, weil die zahnärztlichen Umsätze bei der Ermittlung des Gesamtumsatzes nicht mitzählen.

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@wfwbinder

Danke für die Antwort. Ich verstehe es zwar immer noch nicht, das ist aber auch nicht nötig, da ich nicht vorhabe, Waschmaschinen zu verkaufen.

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@Andri123
Ich verstehe es zwar immer noch nicht, das ist aber auch nicht nötig, da ich nicht vorhabe, Waschmaschinen zu verkaufe

Und ich kann es nicht besser erklären, weil ich nicht weiß, warum diese Umsätze Umsatzsteuerfrei sein sollen:

Man hat hauptberuflich Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind in Höhe von 40.000,-

Wenn ich wüßte was für Umsätze es sind, kann ich es auch beurteilen. Für Zahnärzte habe ich ja die Lösung schon geliefert.

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@wfwbinder

Na ja, der Fragesteller meint, als freiberuflicher Dozent nicht umsatzsteuerpflichtig zu sein. Ich bin als freiberufliche Berufsbetreuerin seit einigen Jahren nicht mehr umsatzsteuerpflichtig.

Wahrscheinlich gehöre ich gerade zu den Laien, die ein Brett vor dem Kopf haben und die besten Erklärungen nicht verstehen.

Der Zahnarzt ist doch umsatzsteuerlich auch nur ein Unternehmer. Warum werden trotzdem die ärztliche Tätigkeit und der Verkauf von Produkten unterschiedlich bewertet? Es gibt also auch umsatzsteuerliich zwei verschiedene Einstufungen des einen selben Unternehmers.

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@Andri123

Nein, es gibt nur Umsätze die in § 4 UStG als steuerfrei benannt sich und welche, die nicht in § 4 genannt sind. Beim Zahnarzt ist das § 4 Nr. 14 a. Der erkauf von Zahnbürsten ist aber keine Zahnärztliche Leistung. Also muss er dafür Umsatzsteuer abführen, ausser er wäre eben Kleinunternehmer, weil es weniger als 17.500,- dieser Umsätze im Vorjahr waren.

Bei einem Dozenten fällt mir dazu nur § 4 Nr. 21 b ein. Wenn seine Umsätze darunter fallen, wären diese umsatzsteuerfrei. Die Umsätze aus seinem Onlineshop aber steuerpflichtig.

Das Gebiet ist aber zu umfassend um komplizierte Inhalte hier komplett zu klären.

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"obwohl trennbar" - nein.

Du bist ein Unternehmer.

Nebenverdienst ohne Gewerbe

Sehr geehrte Community :-),

ich helfe schon eine ganze Weile einem Freund mit seiner Firma. Das mache ich schon immer im freundschaftlichen Dienst. Dazu gehören vorallem technische Dinge, Recherchen, Transport und vieles mehr. Im Geschäft geht es vorallem um Immobilienkauf, Sanierungen und Wiederverkauf. Anfangs lief die Firma noch nicht, dass er sich keine Angestellten leisten konnte und da ich es ihm sehr gewünscht habe, dass das Ganze ein Erfolg wird, habe ich mich als Helfer angeboten, weil sein Konzept wirklich potential hat, dabei spielen vorallem seine ganzen Kontakte eine große Rolle.

Jetzt seit einiger Zeit läuft die Firma, er verdient wirklich sehr gutes Geld. Mir macht es Spaß ihm zu helfen, er könnte sich mittlerweile auch Angestellte für diese Tätigkeiten leisten, aber es macht mir Spaß und ist auch nicht zuviel Aufwand für mich. Mittlerweile helfe ich ihm schon über ein Jahr. Gestern kam er auf mich zu und sagte zu mir, er möchte mich gerne entlohnen und mir für meine ganzen Dienste eine Art Honorar zukommen lassen, da er ein Riesenprojekt an Land gezogen hat. Außerdem möchte er mich zukünfig auch mit einer Provision beteiligen, wenn wieder große Aufträge folgen.

Ich verdiene bei meinem aktuellen Arbeitgeber nicht schlecht, aber so ein netter Nebenverdienst ab und an hat auch was Gutes ;-) Von meinem Arbeitgeber habe ich schon seit ich bei jenem arbeite, eine Genehmigung für Nebentätigkeiten jeglicher Art, außer sie sind Bestandteil der eigenen Branche.

Ich möchte allerdings kein zweites Angestelltenverhältnis eingehen, damit ich keinen Verpflichtungen unterliege (man weiß nie was passiert).

Nun ist die Frage, wie kann man eine solche Honorarzahlung abwickeln ohne etwas falsch zu machen. Natürlich meine ich damit auch zukünftige Honorarzahlungen. Mir ist klar, dass ich eine GbR gründen könnte, allerdings habe ich bereits eine GbR gegründet (Internetbranche, läuft mittlerweile komplett eigenständig). Könnte man das Ganze so abwickeln, dass man den Betrag bei dem Umsatzsteuerbescheid mit angibt?

Der aktuelle Betrag, den er mir zahlen möchte, liegt bei 40.000€.

Wie gehe ich vor? Welche Art von Steuern muss ich zahlen? Sozialabgaben ? Mehrwertsteuer, Umsatzsteuer etc. Schreibe ich einfach eine Rechnung? Schreibe ich einen Dienstvertrag? Will nichts falsch machen :-).

Ich danke euch rechtherzlich für eure Antworten Gruß Sepupu

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