Freiberufler oder Kapitalgesellschaft

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3 Antworten

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass so eine GmbH-Gründung ein bisschen wie Kinderkriegen ist:

Einmal in die Welt gesetzt, wird man sie so leicht nicht mehr los. Außerdem benötigen sie eine ganz andere Art von Aufmerksamkeit. So steht bei der GmbH der Gläubigerschutz recht weit oben auf der Prioritätenliste. Zusammen mit der auf das Kapital beschränkten Haftung ergeben sich aus dieser Konstellation Aufgaben und Verantwortlichkeiten, denen man sich als Einzelunternehmer nicht stellen muss.

Das Pflichtenheft des Gesellschafter-Geschäftsführers (GGF) ist auch deshalb besonders dick, weil der GGF eine Doppelrolle hat, deren Ziele sich eigentlich widersprechen.

Außerdem funktionieren die Steuern völlig anders.

Das Ganze lohnt sich in einer Situation wahrscheinlich nur, wenn durch das Rechtskleid ein solcher Reputationsschub entsteht, der größer ist als die mit dem in die Welt gesetzten Kinde verbundenen Nachteile.

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Kommentar von selbst13
19.02.2014, 23:04

die Zeilen bringen mich zum Nachdenken.

Ich habe 2 Kunden, mit denen ich mich sehr gut verstehe. Ich werde mal mit denen den Fall durchgehen, ob sich im Falle einer GmbH die Konditionen ändern würden.

Ein Kunde hat mich mal angesprochen, ob eine GmbH nicht besser wäre. Bei denen werden neue Regeln umgesetzt und damit werden die Externen auch in Sachen Haftungsrisiken abgeklopft. Und da haben wohl Kapitalgesellschaften bessere Karten.

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Wenn es keine haftungsrechlichen Gründe gibt (Gewährleitungsgefahren), dann vermutlich nein.

Die GmbH ist Gewerbebetrieb kraft Rechtsform. Somit gewerbesteuerpflichtig.

Zwar kannst Du dein Gehalt als Betriebsausgabe absetzen, aber vermutlich wird immer etwas übrig bleiben, was Gewerbesteuer kostet.

Nun kann man sagen, wenn die Gewinne hoch sind, wird ja die Progression bei Dir mehr greifen. Die Beträge, die Du nicht als Gehalt und Prämie an die auszahlst, könnten in die GmbH eventuell etwas geringer besteuert werden. Ein Rechenexempel für ein Gespräch mit dem Steuerberater. aber ich würde erstmal abraten.

  1. Gründungskosten der gmbH

  2. schwieriger zu steuern, als eine Einzelfirma, die doch flexibler ist.

  3. Gewerbesteuerrisiko.

Um gegenüber den Kunden besser (größer ) dazustehen, könntest Du auch die Handelsregistereintragung als e.K. (eingetragener Kaufmann) anstreben

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Kommentar von EnnoBecker
18.02.2014, 20:06

Um gegenüber den Kunden besser (größer ) dazustehen, könntest Du auch die Handelsregistereintragung als e.K. (eingetragener Kaufmann) anstreben

Wenn er wirklich Freiberufler ist, wie er schreibt, ist das eher nicht so eine gute Idee. Da muss er sich mit dem HGB beschäftigen.

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Kommentar von selbst13
19.02.2014, 23:01

das leuchtet mir ein. Kann ich mich als IT-ler, sprich Ausbildung Studium Physik, auch als e.K. eintragen lassen??? Klingt vermutlich unwissend, aber das ist mir wirklich neu.

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ich sehe da nicht wirklich Vorteile. Die Kosten würden steigen bei der Verwaltung. So eine GmbH will auch bilanziert werden.

Ich kann nur aus der Praxis sprechen, warum Bekannte in so einer Situation eine Kapitalgesellschaft gründeten:

einige grosse Firmen verlangen bei langjährigen Beziehungen zu Freiberufler und entsprechend hohen Zahlungen ab und zu, dass sich diese über eine Kapitalgesellschaft verkaufen. Die Gründe? Bonität, Absicherung wie auch Scheinselbständigkeit.

Ein anderer Aspekt, den es bei einem gab: der konnte als GmbH seine Tagessätze erhöhen. Das sehe ich jedoch eher als Ausnahme.

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