Freiberufler für 1 Jahr in Schweden vor Ort

1 Antwort

Hallo Matthias,

ich bin jetzt für mehrere Monate als freiberuflicher Ingenieur in Österreich. Ich habe einen Dienstleistungsvertrag mit einer irischen Firma und erbringe die Leistung in Österreich, Montag bis Freitag, von Freitag nachmittag bis Montag morgen bin ich in Deutschland. Ich bin hier im Hote bzw. in einer Betriebswohnung des Partnerbüros untergebracht.

Nach meinem Verständnis stelle ich an das irische Unternehmen eine Rechnung ohne MwSt. Richtig? Muss ich in Österreich noch etwas beachten? Muss ich mich irgendwo melden?

Vll. kannst du mir deine Erfahrungen kurz schildern, wie das bei dir so lief.

Vielen Dank! Steffen

1

Hallo Steffen, das sehe ich auch so, dass Du Deinem irischen Auftraggeber eine Rechnung ohne MwSt stellst. Der irische Auftraggeber ist dazu verpflichtet, in seinem Land die USt abzuführen. Damit dieses "Reverse Charge"-Verfahren auch gültig ist, müssen Deine Rechnungen ein paar formale Erfordernisse erfüllen.Dazu gehört Deine eigene USt-ID, die Nennung von "Reverse Charge" und der Hinweis, dass die Steuerschuld auf den Empfänger der Leistungen übergeht sowie die Nennung der USt-ID des Rechnungsempfängers im Ausland. Wenn du willst, kann ich dir ein leeres Rechnungsformular von mir schicken, wie ich es in Österreich benutzt habe (auf Deutsch), oder jettzt in Schweden (auf Englisch).

Bei den USt-Anmeldungen gibt es dann auch Besonderheiten. Die Umsätze dieser Art müssen nachrichtlich im Feld 21 der USt-Voranmeldung angegeben werden. Das solltest Du eventuell mit Deinem Finanzamt noch mal checken, mein FA hat auch lange gebraucht, um klar zu bekommen, wo man denn jetzt ausfüllen muss, und ich glaube, das hat sich irgendwann geändert (jetzt Feld 21, vorher ein anderes). Es fließt ja von Deiner Seite an das Finanzamt kein Geld, so dass mir die Frage der Soll- oder Ist-Besteuerung nicht ganz klar war, also genauer, für welchen Zeitraum ich diese Beträge angeben muss, den der Rechnungsstellung oder den des Geldeingangs (der ja aber gar keine USt beinhaltet). nach Rückfrage gebe ich sie jetzt für den Zeitraum an, in dem ich auch vom Kunden die Überweisung bekommen habe (entsprechend Ist-Besteuerung).

Für die in Feld 21 angegebenen Beträge sind dann noch im Elster-Online-Portal "Zusammenfassende Meldungen" abzugeben, bei mir quartalsweise.

Inzwischen mach ich im Inland so wenig Umsätze, dass mein USt-Aufkommen unter die Grenze gerutscht ist, ab der man überhaupt USt-Voranmeldungen machen muss. Die Zusammenfassenden Meldungen muss ich aber trotzdem abgeben.

Angemeldet habe ich mich in Ö nirgends. Es ist mir jedoch immer durch den Kopf gegangen, meine in Ö bezahlte MwSt für Betriebsausgaben, also hauptsächlich auf den Hotelrechnungen, mir erstatten zu lassen, Dazu gibt es inzwischen ein Online-Verfahren. Bis September des Folgejahres muss der Antrag auf Erstattung eingereicht sein. Das habe ich aber nie tatsächlich gemacht. Mein Steuerberater, der ein sehr sehr vorsichtiger Mann ist, hat da was von schlafenden Hunden gesagt, die man nicht wecken sollte.

Vielleicht hilft Dir dies schon mal? Frag weiter, wenn nicht.

Viele Grüße, Matthias

0

Wie wird die Lohnsteuer berechnet bei einem Arbeitsvertrag in Großbritanien?

Wenn beispielsweise ein Arbeitnehmer ein Arbeitsvertrag in UK abgeschlossen hat mit einer UK-Firma, jedoch aufgrund eines Kundenauftrages für einen Kunden in Deutschland tätig ist. Wie verhält sich dann die Besteuerung?

Der Wohnsitz wäre in dem Fall auch in Deutschland.

...zur Frage

Ich soll ein Buch illustrieren, soll ich das als Minijob und Honorartätigkeit oder doch als Gewerbe und auf Rechnung machen - wie mache ich es richtig?

Überblick:

Ich (verheiratet, Hausfrau und Mutter) habe vor 4 Jahren einen Eigenverlag gegründet und damit zwei Bücher selbst raus gebracht, mit deren Verkauf sich aber nicht mal die Kosten für Druck und Vermarktung anständig decken ließen - im Idealfall und ein bisschen schön gerechnet gerade mal eine knappe Null-Runde quasi. Aber die Gewerbeanmeldung gibt es nocht, den Eigenverlag somit auch.


Nun ist darunter auch ein Kinderbuch und darüber ist jemand auf mich aufmerksam geworden für den ich nun ein Buch illustrieren soll.

Für mich stellt sich nun die Frage wie ich das am Besten mache um steuerfrei zu bleiben oder wenig "Papierkram" bei der Steuererklärung zu haben, bzw. mein Mann nicht lauter Zusatzformulare dazu bekommt.... oder IHM irgendwas zum Abzug gebracht wird...

Ich überlege also wie ich es machen soll:

  1. Auf Honorarbasis; und ich rechne die Stunden am Ende eines Kapitels ab (bleibt immer unter 400 EURO) (Rechnung schreiben?!)

  2. Als Minijob - mit monatlich festen und regelmäßigen 400 Euro - bei 40 Stunden Arbeit für das Projekt pro Monat

  3. über eine monatliche Rechnung vom "Eigenverlag" - als Kleinunternehmer?!, auch wenn die Tätigkeit nicht wirklich in eine Verlagstätigkeit passt? Oder ist die Tätigkeit unerheblich?

  4. oder gibt es da sogar noch eine Variante die mir gerade nicht geläufig ist?!

Schreibe ich eine Rechnung? Oder lieber auf Steuerkarte? Bin leider so lange aus allem raus was mit Geld verdienen zu tun hat, dass ich da so gar keine Ahnung mehr habe was geschickt ist :-(((

Hintergrund: Ich bin wie gesagt verheiratet, wir haben zwei Kinder und mein Mann verdient außer Tarif. Allerdings ist er der "Finanzchef" in der Familie und ich würde mir gerne etwas dazu verdienen um nicht für jede kleine, persönliche Anschaffung fragen zu müssen! Ich bekomme quasi 100 Euro "Taschengeld" - "zur freien Verfügung", wie es sich auf meinem Kontoauszug lesen lässt :-( Ein kleines eigenes Einkommen von 400 Euro im Monat würde mich finanziell entlasten und ein wenig Freiheit für mich schaffen. Ich freue mich natürlich wenn ich davon möglichst wenig wieder an offizieller Stelle abdrücken muss .... Aber ich will alles richtig machen und soll meinem potentiellen "Arbeit- oder Auftraggeber" einen Vorschlag machen, wie wir abrechnen wollen .....

Wer weiß wie ich es machen sollte?! Besten DANK!

...zur Frage

Abführen der Umsatzsteuer Schweden?

Hallo,
folgendes Problem:
Ein umsatzsteuerpflichtiger Einzelunternehmer in Deutschland kauft bei einer Druckerei ein Produkt. Diese Druckerei sitzt in Schweden und liefert an einen schwedischen Firmenkunden und berechnet dem deutschen Unternehmer die schwedische MwSt.

Frage: wie ist das beste Vorgehen hinsichtlich der MwSt. - sollte die Rechnungsstellung an den deutschen Unternehmer erfolgen und wie ist dann das weiterere Vorgehen (durchlaufender Posten? Abführen der MwSt.?) oder ist es besser, die Rechnung der Druckerei direkt an das schwedische Unternehmen zu schicken? Was ist bei der Rechnung zu beachten?

...zur Frage

Schweden will Bargeld abschaffen. Ist das überhaupt und auch für Deutschland realistisch?

Auf spiegel.de habe ich einen Artikel gelesen, die Schweden wollen das Bargeld, zumindest teilweise, abschaffen. Neben Überfällen würde auch die Schwarzarbeit und das Schwarzgeld verschwinden. Ist das nicht die Musterlösung? Ist das auch für Deutschland realistisch?

...zur Frage

DBA mit Saudi Arabien?

besteht ein DBA mit Saudi Arabien und wenn ja, gilt das für Seeleute, die mehr als 183 Tage auf ausländischer Flagge unterwegs sind?

...zur Frage

Steuererklärung nach Auswanderung

Hallo,

ich bin 2014 nach Spanien ausgewandert. Vom 01.01 bis 31.08 war ich noch in Deutschland als nichselbstständiger tätig.

Im September zog ich nach Spanien (Kein Wohnsitz mehr in Deutschland) und fing ende November an zu arbeiten.

Nun will ich die deutsche Steuererklärung machen und bin mir nicht sicher ob ich meine spanischen Einkünfte angeben muss. Müsste ich mein Bruttoeinkommen in Zeile 98 eintragen? Was müsste ich nocht beachten?

Vielen Dank im voraus.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?