Freiberufler: ab welchem Verdienst muss ich Umsatzsteuer bezahlen?

2 Antworten

Es wird immer von Umsatzgrenzen gesprochen. Sind die EUR 17,500 als Obergrenze Nettomsatz zu verstehen oder handelt es sich um steuerbare Einnahmen? Ein Freiberufler kann ja auch steuerfreie Erlöse erzielen, z.B. wenn er einen Kunden in der Schweiz hat und diesem die Leistungen USt.-frei berechnet. Dann hat er ggf. Umsätze die größer als EUR 17,500 sind und ist dennoch unter der Grenze wenn steuerbare Erlöse die Messgröße darstellen.

Bietpaule

@Broker hat im wesentlichen Recht, aber zur Ergänzung:

  1. Die Befreiung (Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG muss beantragt werden.

  2. ES darf keine Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen werden.

  3. Es ist kein Vorsteuerabzug möglich.

  4. Es lohnt sich nur, wenn man an Privatleute und nicht an Unternehmer leistet. Leistet man an Unternehmer, die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, kann man aufschlagen und daher ist das dann günstiger.

Studentin und nebenbei freiberuflich tätig - brauche ich einen zweite Steuernummer?

Hallo zusammen,

ich bin Studentin und fange nun, neben einer weiteren Nebentätigkeit, an freiberufich von Zuhause zu arbeiten. Ich habe mir nun schon einiges durchgelesen und habe festgestellt, dass es für mich am günstigsten wäre, mich als Kleinunternehmen anzumelden, da ich z.B. keine großen Ausgaben habe und mich so von der Umsatzsteuer befreien lassen kann.

Allerdings habe ich nun gelesen, dass man sich die Anmeldung als Freiberufler beim Amt ganz sparen kann, wenn man in unregelmäßigen Abständen Projekte abwickelt, keine Umsatzsteuer auf den Rechnungen ausweist und auch keine Werbung für sein Unternehmen macht ... kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen?

Als Studentin darf ich aus versicherungstechnischen Gründen nicht mehr als 20h die Woche arbeiten, daher wird der Verdienst keinesfalls die Jahresgrenze von 17.000 (eines Kleinunternehms) überschreiten.

Über Hilfe wäre ich sehr dankbar!!

Viele Grüße, Anna

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Student Freiberuflich & auf Lohnsteuer tätig.

Ich studiere nun seit einigen Jahren und habe nebenbei immer ein wenig gearbeitet. Bislang war das auch nie ein Problem, da ich immer unter den 766x € Freibetrag lag und daher nie Probleme mit Steuern hatte. Im Jahr 2009 hat sich das geändert:

Ich arbeite als Werksstudent und verdiene zwischen 600 - 1000€ im Monat.

Weiterhin bin ich als Einzelunternehmer freiberuflich für eine Firma tätig, wo ich im Dienstleistungsbereich arbeite und Support leiste und auch um die 300 - 400€ verdiene.

Ich frage mich jetzt, warum mein Werksstudentenjob und mein freiberuflicher Job zusammengerechnet werden für den Freibetrag? Wenn man zum Beispiel komplett selbstständig tätig is, zahlt man doch auch keine Lohnsteuer, sondern lediglich Umsatzsteuer, insofern man über ein gewissen Betrag kommt bzw. Mehrwertsteuer.

Eigentlich dürfte doch nur mein Werksstudentenjob in den Bereich des Freibetrages fallen und nicht meine selbstständige/freiberufliche Tätigkeit, oder? Ich bin da etwas verwirrt, denn wenn man komplett selbstständig ist, führt man ja auch keine Lohnsteuer ab, sondern zahlt die Einkommenssteuer (wenn über ein gewissen betrag verdient irgendwas mit 24000 oder so?) und eben die eingenommene Mehrwertsteuer monatlich an das Finanzamt oder - aber da gibt es doch keinen Freibetrag von 7668 €, den man übersteigt und dann noch zusätzlich irgendwelche Lohnsteuer zahlen muss?

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