Fragen zur Selbständigkeit und Reverse Charge

1 Antwort

Das StB hatte mir gesagt, dass ich bis Ende des Jahres nix mehr machen müsste.

Steuerlich mag das so sein,

ABER

Du bist so wie ich es rauslese ein "Selbständiger mit einem Auftraggeber".

Selbständige mit einem Auftraggeber sind versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung mit 18,9% ihres Gewinns bis zur Beitragsbemessungsgrenze oder dem Regelbeitrag von 509,36 € im Monat.

Du kannst bei erstmaliger Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit einen Befreiungsanstrag an die DRV Bund schicken und dich für maximal 36 Monate befreien lassen. Dies muss zwingend innerhalb von 3 Monaten nach Aufnahme der Tätigkeit erfolgen, sonst drohen Nachforderungen und Bußgelder.

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das ist ein weiterer Aspekt, hat aber wenig mit der Fragestellung zu tun.

Fast jeder Selbständige Einzelunternehmer beginnt mit einem Kunden und nicht jeder ist damit gleich versicherungspflichtig bei RV und Co.

Dennoch sollte auch hier Beratung angefordert werden, die ich jedoch im ersten Schritt nicht bei der DRV sehe. Auch hier könnte der StB ein Ansprechpartner sein.

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@SBerater

Schmunzelt, da kennst Du die DRV und GKV aber nicht. Grade der Aspekt hat höchste Relevanz für Selbständige! Was angesagt ist ist ein Statusfeststellungsverfahren. DAS würde ich jetzt dringend anraten! ASAP!

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Zwei DH - wenn das gehen würde!

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Wie läuft das mit der Rechnung an Unternehmer in der EU?

Guten Abend,

ich verkaufe Download-Artikel in einem Online-Shop, also Artikel, die nicht versandt werden, sondern zum Download zur Verfügung stehen. Es geht im Folgenden um die korrekte Rechnungsstellung.

Folgendes weiß ich bereits:

1) Ist der Käufer ein deutscher Privatmann oder ein deutsches Unternehmen, wird ganz normal 19,00% Umsatzsteuer berechnet. Hier ist alles klar.

2) Ist der Käufer ein Privatmann oder ein Unternehmen aus einem Drittland (z.B. USA), dann muss ich eine Netto-Rechnung ausstellen. Diese Netto-Rechnung darf keine Umsatzsteuer enthalten, sondern es wird der gesamte gezahlte Betrag als Nettobetrag gezahlt. Wenn der Käufer also insgesamt 10,00 Euro gezahlt hat, dann muss ich die Rechnung auch über einen Nettobetrag von 10,00 Euro ausstellen. Privatmann und Unternehmen werden in diesem Fall gleich behandelt.

Nun geht es um die Rechnungsstellung in die EU: Seit Anfang diesen Jahres gibt es den "Mini-One-Stop-Shop". Dementsprechend muss ich bei Privatpersonen immer denjenigen Mehrwertsteuersatz berechnen, der im Land der Käufers gilt und auch an den dortigen Staat abführen. Bei Unternehmen muss ich allerdings das Reverse-Charge-Verfahren beachten.

Meine Frage hierzu: Ich verkaufe die Download-Artikel zu einem Festpreis (z.B 10,00 Euro), egal aus welchem Land der Käufer kommt. Bei einer Rechnung nach Deutschland erhalte ich 8,40 Euro (10,00 Euro - 19% USt.), bei einer Rechnung in ein Drittland erhalte ich 10,00 Euro (10,00 Euro - 0,00% USt. = Netto-Rechnung), bei einer Rechnung an einen Privatmann (z.B. in Frankreich, wo 20% USt. gilt) erhalte ich 8,33 Euro (10,00 Euro - 20% USt.). Aber wie viel erhalte ich bei einem Unternehmen aus der EU (nehmen wir an, es befindet sich ebenfalls in Frankreich, wo 20% USt. gilt)? Über welchen Betrag muss ich hier - unter Beachtung der Reverse-Charge-Regelung - die Rechnung ausstellen? Muss ich hier die 20% USt. von 10,00 Euro abziehen und die Rechnung dann über einen Nettobetrag von 8,33 Euro ausstellen, mit dem Verweis auf die Reverse-Charge-Regelung?

Danke für eure große Mühe und Hilfe.

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