Fragen zur Est, Kapitalerträge und Est-Erklärung

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3 Antworten

  1. Nein. Verpflichtet bist Du nicht.

  2. Keine Einkommensteuer, da Du im Jahr mind. 8.354 EUR plus ein paar weitere EUR an Einkünften haben kannst, ohne daß Steuern anfallen (Freigrenze).
  3. Nein. Wenn die Kapitalerträge in Summe nicht 801 EUR übersteigen, mußt Du sie nicht angeben. Es kann aber zur Dokumentation dieser doch sinnvoll sein, sie anzugeben. Abgeltungssteuer ist nur ein bestimmter Einkommensteuertarif für Kapitalerträge. Liegst Du also unter der Freigrenze, fällt nichts an.

  4. Wenn Du insgesamt unter der Freigenze liegst, solltest Du  Dir den Aufwand sparen. Steuern fallen ja nicht an.
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Kommentar von tommytom
09.03.2015, 23:02

zu 1.

Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich selbständig bin (Freiberufler). Bleibt es dabei, dass ich keine ESt-Erklärung abgeben muss, wenn meine Einkünfte unter 8354 Euro bleiben?

2. Alles klar! Also bei mir wären das ja 2014 ca. 225 Euro Kapitalertragsteuern (25% von 900 Euro). Wie hoch hätte das andere Einkommen sein müssen, damit ich hätte 225 Euro abführen müssen?

3. Alles klar, danke!

4. Alles klar, danke!

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Wenn Sie nicht gesetzlich zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, können Sie sich freiwillig veranlagen lassen.

Die freiwillige Abgabe einer Steuererklärung lohnt meist, wenn Sie hohe Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen haben oder wenn Sie Handwerker und Dienstleister in Ihrem Haushalt arbeiten lassen.

Normalerweise müssen Sie Ihre Steuererklärung bis Ende Mai des folgenden Jahres abgegeben haben. Eine Verlängerung ist nach einem Antrag beim Finanzamt möglich oder wenn ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein Sie unterstützt.

In der Form Ihrer Steuererklärung haben Sie geringen Spielraum. Am besten nutzen Sie die amtlichen Vordrucke.

Sie können Ihre Steuererklärung auch elektronisch mit Elster via Internet an das Finanzamt übermitteln.

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/steuerklaerung-abgabeplicht/#ixzz3TutRWEYj 

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Kommentar von tommytom
09.03.2015, 23:05

Vielen Dank für die nützlichen Hinweise :-)

1

Mit Abzug des Freibetrages von 800 Euro wären das 900 Euro, die versteuert werden müssen.

Hierzu zunächst die richtige Darstellung: "Mit Abzug des Sparerpauschbetrages von 801 Euro wären das 899 Euro, die steuerpflichtig sind", denn es gibt keinen Freibetrag mehr und die Beträge sollten auch korrekt sein. Ob eine Versteuerung stattfindet, hängt auch von der Höhe des zu versteuernden Einkommens ab.

Ferner irritiert mich Deine Fragestellung bei der Antwort von gandalf: "Wie hoch hätte das andere Einkommen sein müssen, damit ich hätte 225 Euro abführen müssen?" Nach Deiner Sachverhaltsschilderung ergibt sich für diese Frage keinerlei Grundlage (woher sollte dieses Einkommen plötzlich kommen oder ist es eine Hausaufgabe?). Da müßte man zunächst vom zu versteuernden Einkommen ausgehen und nicht nur vom "anderen Einkommen" (sowie "Werbungs-/Betriebskosten, Sonderausgaben etc."). 

Da bei einem zu versteuernden Einkommen von ca. € 15.730 (Alleinstehender!) ein Grenzsteuersatz von 25 % erreicht wird, bietet sich bei Kapitaleinkünften über € 801 hinaus (in Deinem Fall sind es mindestens € 899) die sog. Günstigerprüfung an, die in der Anlage KAP 2014 durch eine 1 in Zeile 4 beantragt werden muss. Das andere zu versteuernde Einkommen darf also höchstens € 14.831 (15.730 - 899) betragen. In diesem Betrag wären auch bereits versteuerte Kapitaleinkünfte einzuschließen, deren Abgeltungsteuer dann durch die niedrigere Einkommensteuer ersetzt würde.

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