Fragen zum Kleingewerbe

1 Antwort

Die unpräzisen Ausdrücke und Halbwahrheiten seinen Dir als Laien entschuldigt, aber wenn Du schreibst, dass Du einen Steuerberater hast, dann wird mir Angst und Bange.

  1. Es gibt kein Kleingewerbe, sondern nur Gewerbe im Haupt-, oder Nebenerwerb.

  2. Kleinunternehmer ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer (und nur dort) und bezeichnet einen Unternehmer, dessen Vorjahresumsatz (Einnahmen) 17.500,- Euro nicht überschritten hat. bei dem wird die Umsatzsteuer nicht erhoben. Das bedeutet nicht, dass die Umsätze steuerfrei sind. Die Steuer wird nur nicht berechnet, nicht ausgewiesen und eben nicht kassiert. (Für einen Laien mag das nach steuerfrei klingen, es gibt aber wichtige Unterschiede).

  3. Wieso sind bei 13.000,- Umsatz die gleich Deinem Gewinn? Musst Du nie mit einem Kunden telefonieren? MAchst Du für die Tätigkeit nichts im Internet? kommen die Kunden alle zu Dir nach Hause, aber du brauchst dort trotzdem keinen Arbeitsraum? Du machst in deiner Tätigkeit keine Fortbildung? Aus meiner Sicht müsstest Du einiges an Kosten haben.

  4. Andere FRage, sind DEine Kunden alles Privatleute? Oder sind es Unternehmer. Wenn es Unternehmer sind, dann welche mit Vorsteuerabzug? Also keine Ärzte usw. Dann hätte Dir Dein Steuerberater nämlich raten müssen, für die allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes zu optieren, weil Du aus Deinen Kosten udn Anschaffungen (neues Notebook, Internetzugang, Telefon usw. die Vorsteuer abziehen könntest udn bei Deinen Rechnungen würdest Du die 19 % aufschlagen, was die Kunden nciht interessiert, denn die ziehen sie ab.

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Danke das ihr euch so viel Zeit und Geduld nehmt – mein vielleicht auch gefährliches Halbwissen habe ich mir zum Teil aus dem Internet herausgelesen… eventuell noch mit den falschen Begrifflichkeiten. Ok dann betreibe ich ein Nebengewerbe ;)

Das ich nicht Steuerbefreit bin ist mir klar – mein Umsatz/Gewinn wird mir ja zum Einkommen dazugerechnet – und eben mit 31% besteuert – richtig? Ich hoffe das ist nicht noch mehr – denn sonst würde sich das alles vielleicht gar nicht mehr lohnen.

Ich bin Hauptberuflich Programmiererin und mache dies auch als Nebengewerbe – wenn man es wirklich genau nimmt fallen fast keine Kosten (außer vielleicht Internet) an – ich nutze OpenSource Programme , telefoniere mit den Kunden über Skype usw. – wenn ich aber ein Telefon oder Computer absetzen könnte würde ich da natürlich nicht nein sagen.

Meine Kunden sind alles Unternehmen – aber zu 75% im Ausland – deinen letzten Absatz versteh ich noch nicht ganz – das heißt wenn ich mir einen neuen Computer kaufe, könnte ich dann nur die Mehrwertsteuer absetzen?

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@ibu800
  1. Deine 31 % magst Du von irgendwoher haben. Die können durch zufall richtig sein, sind es aber vermutlich nicht. Dei Steuer beginnt mit 14 % wenn das zu versteuernde Einkommen die 8.354,- überschreitet und wird ab 250.000,- Euro zu einer 45 % Flatrate. Das wirkliche Ergebnis hast Du nur, wenn Du in der Tabelle abliest.

  2. Wenn Deine Kunden Unternehmer sind ist es egal, ob deren Sitz im Inland, im GEmeinschaftsgebiet, oder im Aussengebiet, also ausserhalb der EU sitzen. Man hat Dir mit dem Rat als Kleinunternehmer tätig zu sein, aus meiner Sicht einen eindeutig falschen Rat gegeben.

  3. Wenn Du für einen Inländer leistest, also z. B. für mich ein Programm schreibst, wäre es mit egal, ob es 1.000,- als Kleinunternehmerin, oder 1.000,- + 19 % = 1.190,- kosten würde. die 190,- würde ich mir vom Finanzamt zurück holen.

  4. Wenn Du für einen Franzosen arbeitest, wäre es innergemeinschaftlich udn er würde Dir seine USt-ID geben udn dann ebenso wie bisher nur 1.000,- abrechnen, den Rest macht er. Muss er jetzt aber auch schon.

  5. Würdest Du für einen Schweizer leisten, wäre der Leistungsort ebenso die Schweiz, also keine Deutsche Umsatzsteuer zu berechnen.

  6. Du hättest aber den vollen Vorsteuerabzug. Das heisst, neues Notebook für 595,- Euro. = 95,- Euro holst Du Dir direkt vom Finanzamt zurück. Steuerberatungskosten für Deine E-Ü-Rechnung 476,- Euro. 76,- kommen schon mal ungekürzt vom Finanzamt zurück. die 400,- vermindern natürlich noch Deinen Gewinn, ebenso, wie Du das Notebook auf 3 Jahre abschreibst.

Entweder Du hast Deinem StB Deine Tätigkeit und die Kundschaft nicht richtig geschildert, oder er hat Dich aus meiner Sicht suboptimal beraten.

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