Fragen zu Riester bei Ehepaar (Unmittelbar und Mittelbar Zulagenberechtigt)

3 Antworten

  1. Nein
  2. 60,- € im Jahr, alles andere kann nicht steuerlich geltend gemacht werden, da sie nur mittelbar zulagenberechtigt ist. Beide Verträge sind unabhängig.
  3. Da ihr verheiratet seid, kann der Hinterbliebene das Kapital inkl. Zulagen förderunschädlich auf den eigenen Riestervertrag übertragen lassen. Deine Frau würde, am Falle deines Todes, dann die Zulagenberechtigung verlieren, könnte zwar ihren Vertrag weiterbesparen würde aber keine Zulage mehr erhalten.

Habt ihr euch schonmal mit den anderen Formen staatlich geförderter Altersvorsorge auseinandergesetzt und eine ganzheitliche Beratung beim Experten in Anspruch genommen? Vielleicht hilft euch das weiter eine langzeitige aber flexible Strategie zu entwickeln.

Bei Ehepaaren, bei denen nur ein Ehepartner unmittelbar anspruchsberechtigt ist, hat der andere Ehepartner mittelbaren Anspruch. Beiden Ehepartnern steht damit aber nur einmalig der maximale Betrag in Höhe von € 2.100 zur Verfügung. Seit dem 01.01.2012 muss der mittelbar anspruchsberechtigte Ehepartner einen Mindestbeitrag in Höhe von € 60.- p.a. leisten. Der indirekt anspruchsberechtigte Ehepartner, in Deinem Fall also Deine Frau, hat damit Anspruch auf die € 154.- Zulage p.a. die in den eigenen Riester-Vertrag gebucht werden würde. Wenn Kinder dann vorhanden sind, entscheiden die Ehepartner, bei wem die Kinderzulage reinfließen soll, bei mehreren Kindern ist auch eine Aufteilung möglich. Die Versorgungswerk-Rente Deiner Frau kollidiert nicht mit der Riester-Rente. Deine Aussage zu 2.) ist derzeit noch größtenteils korrekt, das wird aber gerade diskutiert, es soll abgeändert werden. Da Euch zusammen die € 2.100 zur Verfügung stehen, sind die Verträge rechtlich zwar getrennte, eigenständige Verträge, bzgl. der Förderbetrachtung werdet ihr aber zusammen angeschaut. Bei der Ermittlung Deines Eigenbeitrags kann, wenn Deine Frau einen Riester-Vertrag hat. deren Zulage bei Dir, zusammen mit Deiner Zulage abgezogen werden, so dass Du nur einen entsprechend geringeren Eigenbeitrag zu leisten hast. Vielleicht hilft Dir das dann auch, dass Du den notwendigen Mindesteigenbeitrag leistest, damit Du die volle Förderung erhältst. Da es ja auch noch eine steuerliche Förderung häufig gibt - in Eurem Fall vermute ich das jetzt mal, ist der Nachsteueraufwand ja sowieso noch einmal niedriger. Zu 3.) Ja richtig, im Todesfall kann das Guthaben des einen Ehepartners auf den Riester-Vertrag des anderen übertragen werden. Welche verschiedenen Konstellationen bzgl. eines weiteren Förderanspruchs Deiner Frau vorhanden sind, würde die max. noch verbleibenden Zeichen dieser Antwort "sprengen". Du hast ja auch gleich mehrere Fragen gestellt. Abschliessend kann ich aber weder einen Riester- Bank- noch Fondssparplan empfehlen. Einfach mal "Nachteile Riester-Fondsspärpläne" googeln,

Pflichtversicherte Mitglieder in Versorgungswerken erhalten keine Riesterförderung, auch nicht über einen "mittelbaren" Vertrag. Es wäre aber kein Problem, evt. Kinderzulagen auf den eigenen Vertrag zu nehmen.

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