Was ist bei einer Freelance-Tätigkeit als Ausländer in Deutschland zu beachten?

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2 Antworten

1. Nur zur Klarstellung, Deine Freundin hat als EU-Bürgerin Niederlassungsfreiheit.

2. Zur Zeit hat sie einen Wohnsitz in Spanien, damit ist sie dort unbeschränkt steuerpflichtig.

3. Wenn sie einen Wohnsitz in Deutschland "meldet," ist das kein Wohnsitz. Einen Wohnsitz hat sie, wenn sie eine auf Dauer angelegte Wohnung hat.

4. Um einen Betrieb beim Finanzamt anzumelden, braucht sie keine Wohn- sondern eine Geschäftsadresse. Die Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit werden nicht in Deutschland besteuert, weil sie es so möchte, sondern nur dann, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

5. Das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit Spanien ist da eindeutig. Die Besteuerung der Tätigkeit wird hier besteuert, wenn es in Deutschland eine feste Einrichtung gibt, die als Betriebsstätte anzusehen ist.

6. Hat Deine Freundin überhaupt geprüft, ob sich das Ganze für 3 Monate Tätigkeit lohnt? Was macht sie, wenn nach den drei Monaten den Vertrag nicht verlängert bekommt? Geht sie nach Spanien zurück? Bleibt sie hier.

7. Ich weiss nicht, ob es klug ist eventuell sowohl hier, wie in Spanien eine Steuererklärung abzugeben. 

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wfwbinder 28.07.2015, 11:00

Zur Frage der Krankenversicherung: Die spanische Versicherung reicht auch hier für einige Monate, ggf. eine Touristen KV, die gibt es für ich glaube bis zu 6 Monaten auch beim ADAC.

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Auslandskrankenversicherungen heißen so, weil man damit Versicherungsfälle im Ausland abdeckt. Wer sich in Deutschland aufhält ist aber nun mal nicht im Ausland. An der regulären Krankenversicherung führt kein Weg vorbei.

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