Fragen zu einem Hausverkauf, Kaufangebot.

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6 Antworten

Natürlich kann man einen niedrigeren Kaufpreis vereinbaren um dem Käufer Räumung und Entsorgung des Objekts zu überlassen, wenn der Abschlag dem Kostenaufwand entspräche, der dem Verkäufer zufiele: Üblicherwesie ist das Objekt geräumt und besenrein zu übergeben oder der abweichende Zustand kaufvertraglich genau zu dokumentieren :-)

Alle anderen Absprachen außerhalb des Kaufvertrages könnte man nicht beanspruchen, Zahlungen oder Zusagen müssten also vorher erfolgen, was für beide Seiten erhebliche Risiken birgt :-O

Ohne schriftliche Finanzierungszusage der Bank des Käufers im Original unterschreibt man keinen Kaufvertrag - auch wen die vertraglich festgelegte Kaufpreiszahlung der Höhe und Fälligkeit nach geschuldet ist, wäre der Beitreibungsaufwand nebst Schadensersatzanspruch einfach zu hoch.

G imager761

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Wenn es nicht im Notarvertrag vermerkt ist und nicht den Tatsachen entspricht, ist es Falschbeurkundung und ggf. ja eben auch Steuerverkürzung bzgl. der Grunderwerbsteuer.

Ich würde da die Finger von lassen. Der Makler kann ja freiwillig von seinen Gebühren runter gehen und einen Festbetrag vereinbaren.

Finanzierungszusage unbedingt vorher anfordern, denn für die Notargebühren, würde auch der Verkäufer haften, wenn der Vertrag nicht durchgeführt wird.

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Kommentar von sicherfrei
16.03.2014, 20:19

Danke für die Antwort.Wie würde eine solche Finanzierungszusage aussehen , eine Bankbürgschaft?

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Hallo,

es ist möglich und üblich , bis zu 5% der Kaufsumme im Notarvertrag auf irgendwelche Einrichtungsgegenständer wie Einbauküche, andere Möbel, Gardinen etc. zu titulieren. Das senkt die Steuer, allerdings nicht zwingend die Maklercourtage. Man sollte dabei nicht übertreiben, Entsorgung fände ich abenteuerlich.

Dem Makler muss man gar nichts vorlegen. Üblicherweise werden im Notartermin die für die Finanzierung notwendigen Eintragungen und Belastungen mit erledigt. Dabei bekommt man mit, ob eine Finanzierung klappt.

Letzte Sicherheit gibts nicht, es kann immer was dazwischen kommen. Es ist Aufgabe des Notars, den Vertrag für alle wasserdicht zu machen.

Nehmen Sie nicht zwingend als Notar den Freund des Maklers.

Viel Glück

Barmer

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Sie können solche Sachen im Kaufvertrag deklarieren. Ob das Finanzamt dies akzeptiert, ist eine andere Frage. Daher sollten man es nicht übertreiben.

Eine solche Regelung ist nicht unüblich, hat aber etliche rechtliche Folgen. Diese Folgen können positiv als auch negativ sein. Hier berät Sie auch Ihr Notar Sie sicherlich gerne ausführlich.

Warum der Makler unter Abschlussdruck ist und warum Sie das etwas kümmern sollte, kann ich nicht nachvollziehen. Der Makler hat schließlich seine Leistung bereits erbracht. Solang Sie zeitnah den Kaufvertrag abschließen sehe ich keinen Grund, dass Sie darauf achten müssen, wann der Maklervertrag ausläuft. Es sei den es ist im Vertrag speziell geregelt.

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Kommentar von sicherfrei
16.03.2014, 20:37

Danke für die Antwort.Die Leistung des Maklers ist erst mit dem Abschluss eines Kaufvertrages erbracht.

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Es ist absolut üblich, den Kaufpreis, für den Grunderwerbsteuer gezahlt wird um das zu kürzen, was für bewegliche Gegenstände, Küchen und so weiter oder eben nicht für den Grund und das darauf stehende Haus anfällt.

Hohe Beträge für nicht erworbene Gemälde oder dergleichen anzugeben oder Gegenstände wesentlich höher als marktüblich zu bewerten ist Steuerhinterziehnung.

Weil du schreibst, dass der Betrag nicht so hoch wäre, handelt es sich ziemlich sicher um die übliche und seriöse Vorgehensweise. Man ärgert sich vielmehr, wenn man späer erfährt, dass man ein paar hundert Euro hätte sparen können.

Es ist üblicherweise auch kein Trick, den Kaufpreis zu senken.

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Das ist weder üblich noch seriös und ich würde mir gut überlegen, ob ich mich auf so etwas einlassen würde. Wie soll denn eigentlich diese "Extra"- Summe vereinbart werden? Wenn die im Notarvertrag steht, dürfte das Unterfangen gleich scheitern. Wenn das aber in einem zusätzlichen -nichtnotariellen- Vertrag festgehalten wird, dann ist dieser Vertrag formnichtig und der Notarvertrag als Scheingeschäft unwirksam. Geheilt wird das Ganze erst durch die Eintragung des Käufers ins Grundbuch. Was ist, wenn die nicht erfolgt? Was ist, wenn der Käufer den Zusatzvertrag nicht erfüllt? Willst Du dann zu Gericht ziehen und aktenkundig machen, dass Du Dich an einer Steuerhinterziehung beteiligt hast?

Nicht gerade selten kommt etwas anderes vor: Die Beteiligten vereinbaren, dass ein bestimmter Teilbetrag des Kaufpreises in bar bezahlt wird und zwar typischerweise unmittelbar vor dem Notartermin und idealerweise ohne schriftliche Beweise -wie Quittungen- zu hinterlassen. Allerdings: Die og Probleme tauchen dann -mit Ausnahme des Klagerisikos- auch auf und es gibt ein weiteres: Wie bekommt man das viele Bargeld unauffällig unter?

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