Frage Zusammensetzung ETF

2 Antworten

Was "besser" ist, lässt sich nicht generell sagen, es kommt ganz auf die Zielsetzung an. Festgeld ist etwas ganz anderes als ein Geldmarktfonds. Ersteres ist nicht verfügbar über die Laufzeit, letzteres ist täglich verfügbar via Börsenverkauf. Wer einen Teil seiner Anlage nicht liquide halten muss, kann sehr wohl eine Festgeldanlage in Betracht ziehen.

Das klingt irgendwie, als würdest Du den Arero Weltfonds nachbauen wollen :-)

Dazu ein paar Kommentare:

  • Geldmarktfonds werfen nur minimale Renditen ab, d.h. man würde hier lieber Tagesgeld nehmen, um die Liquidität zu parken. Momentan ist das auch nicht besonders gut, aber im langjährigen Mittel zahlt man nur wenig für die erreichte Sicherheit und Liquidität.

  • Den Anteil von 10% Liquidität halte ich persönlich für hoch. Das kommt aber auch auf Dein Alter an und was so alles bei Dir laufend ansteht.

  • ETFs im Rentenbereich sind problematisch, da man sehr genau verstehen muss, in was die jeweiligen ETFs investieren und wie die enthaltenen Renten sich bei Marktveränderungen verändern. Hier sind klassische Fonds deutlich im Vorteil.

  • Den Immobilienfonds kann man auch durch einen REIT-ETF oder -Fonds ersetzen.

  • Rohstoffe müssen nicht unbedingt sein, denn diese sind eher kein Investment, sondern unterliegen anderen Einflüssen als nur der Inflation und der Konjunktur. Sie können aber in manchen Marktlagen stabilisierend wirken.

Beachte auch: ein schlecht selbst gemanagtes ETF-Portfolio wird auf die Dauer nicht so gut performen wie gut zusammengestellte, aktiv verwaltete Fonds. Du solltest daher vielleicht mal die historischen Daten der anzuschaffenden ETFs/Fonds besorgen und rückrechnen, was wirklich funktioniert hätte, aber auch untersuchen, welche Produkte wie sensitiv auf welche Ereignisse reagieren.

"Buy and Hold" funktioniert nicht mehr. Man muss aktiv und laufend einen Portfolio beobachten und geeignet reagieren. Hier liegt das Problem der meisten Privatanleger, die kaufen und warten... und enttäuscht werden.

Wieviel Stunden am Tag beschäftigt ihr euch mit sowas?

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@Pumuckl12345678

Es geht vermutlich weniger um das Pensum pro Tag, sondern jahrelange Erfahrung. Einige beschäftigen sich auch beruflich mit Investments. Das schärft das Auge.

Mal sehen, was gandalf selbst dazu meint.

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..." Beachte auch: ein schlecht selbst gemanagtes ETF-Portfolio wird auf die Dauer nicht so gut performen wie gut zusammengestellte, aktiv verwaltete Fonds."...

Lieber Gandalf, das ist aber jetzt ein "unfairer" Vergleich!

Fair wäre der Vergleich erst, wenn jemand entweder ein globales ETF-Portfolio mit Wissen und Verstand konzipiert oder in selber Manier ein Portfolio mit aktiv verwalteten Fonds. Dann würde ich glatt auf ein intelligentes ETF-Konzept wetten...(;-)

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@GAFIB

Nein, das ist leider ein sehr realistischer Vergleich. Ich kenne genug Leute, die nach dem Motto "Geiz ist geil" sich einen bunten Strauß an ETFs gekauft haben und letztes Jahr im August wunderten, was damit passiert, bzw. sich fragen, warum alle möglichen Indices steigen, ihre ETFs aber nicht so gut performen (aufgrund des steigenden EURUSD).

Man muss bei ETFs genau wissen, worauf man sich einläßt, und kann dann durchaus eine sinnvolle Performance erreichen - ist aber der eigene Fondsmanager. Wer das nicht bewältigt, sollte lieber sorgfältig einen Portfolio aus klassischen Fonds herstellen (lassen), die für sich gewisse Sicherheitsleinen eingebaut haben und bei Bedarf passend umschichten.

Ein ETF-Konzept ist immer nur so intelligent wie der derjenige, der die Auswahl trifft, überwacht und weiterentwickelt ;-)

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@gandalf94305

Besagte Mitmenschen kaufen dann aber auch "brav" die falschen klass. Fonds. Das ist dann keineswegs schlauer, nur teurer... (;-)

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