Frage zur Kleinunternehmerregelung (Einzelunternehmen)??

2 Antworten

Zunächst einmal solltest Du Dich fragen, ob die Kleinunternehmerregelung die richtige ist. Hast Du praktisch nur Einkünfte (z.B. als Honorar für Deine Arbeitsleistung), so ist das einfach, denn die Umsatzsteuer kümmert Dich dann normalerweise nicht. Hast Du signifikante Ausgaben, auf die Umsatzsteuer zu zahlen ist, lohnt sich die Kleinunternehmerregelung eher nicht, da Du dann nämlich auch keinen Vorsteuerabzug vornehmen kannst.

Dein Gewerbe und Dein Hauptberuf sind zwei Dinge. Aus dem Gewerbe wird pro Geschäftsjahr ein Gewinn berechnet, der mit Einkommensteuer belegt wird.

Der Freibetrag für die ESt. gilt also für Dein gesamtes per Einkommensteuersätzen zu besteuerndes Einkommen. Mit dem Gewerbe hat das zunächst mal nichts zu tun.

Es geht um den Gewinn. Da Du aber ein Nebengewerbe anmelden willst, hast Du offenbar andere Einkünfte- ich vermute mal, als Arbeitnehmer? Der Grundfreibetrag ist in die Lohnsteuertabellen bereits eingepreist, den gibt es nicht erst oder nochmals für die Einkünfte aus Gewerbebetrieb.

Und zur Vervollständigung: Bei der Gewerbesteuer geht es auch um den Gewinn, bei der Kleinunternehmerregelung aber um Umsatz (und da ist es kein Freibetrag, sondern eine Umsatzgrenze). Je nachdem, was genau Du gewerblich machst, ist die KU -Regelung keine besonders clevere Idee.

Genau, ich bin aktuell quasi Arbeitnehmer. Da ich im Gründungsjahr nicht wirklich viel Umsatz machen werde und im Folgejahr Schätzungsweise auch nicht werde ich denke, wie bereits geschrieben, die KU-Regelung in Anspruch nehmen.

Also gilt quasi mein privates Einkommen mit ins Einzelunternehmen? Also in die Einkommenssteuer? Bin da noch etwas uninformiert.

Das einzige, wo ich mich wie gesagt frage ist die Einkommenssteuer. Alles andere weiß ich bereits.

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@SaveCode

Es werden für die Einkommensteuererklärung immer alle Einkünfte aus allen Einkunftsarten zusammengerechnet. Da der Grundfreibetrag bei der Berechnung der Lohnsteuer durch den AG schon abgegolten ist, wirkt sich dieser bei weiteren Einkünften nicht mehr aus.

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