Frage von nicki2006, 70

Frage zur Grundsicherung und Rente - darf das Jobcenter meine kranke Mutter trotz Attesten zur Arbeit schicken?

Hallo, ich bin neu hier habe eine Frage wegen meiner Mutter, sie ist 60 Jahre alt und seit 5 Jahren bekommt sie Rente die vollerwerbsrente aber da das geld nicht reicht bekommt sie die Grundsicherung vom Jobcenter.

Meine Mutter hat Morbus Bechterew, Arthritis, Osteoporose, hatte vor ca. 5 Jahren einen Unfall und hat sich einen Brustwirbel gebrochen musste 5 Monate ein Korset tragen, der Arzt sagte damals das sie Glasknochen hätte und alles langsam machen soll.

Jetzt hatte sie heute einen Termin beim Jobcenter und die sagen das die rente immer nur für 3 jahre ist die sie aber dann wieder bekommen würde könnte sie mindestens 3 stunden am tag arbeiten gehen. Meine Mutter darf und kann nicht lange sitzen, stehen und laufen, kann sie auch alles per Atteste von Ärzten vorlegen hat aufgrund ihrer Krankheiten die nicht besser werden und sie immer schmerzen hat.

Nun meine Frage ist das rechtens das das Jobcenter sie arbeiten schicken kann???

Würde mich sehr über Antworten freuen. DANKE im vorraus.

Gruss Nicole

Antwort
von Gaenseliesel, 60

Hallo,

das JC kann der Mutti nur dann wieder eine Berufstätigkeit zumuten, wenn ärztlicherseits für mindestens  3 Std. /Tag arbeitsfähig, das ok dazu gegeben wird. 

Bei dieser von dir aufgezählten multiplen Krankenanamnese, erscheint selbst eine Tätigkeit 3Std./Tag, auch zukünftig als Utopie. Die Mutter sollte ihren Hausarzt dazu befragen " inwieweit zukünftig arbeitsfähig ", er hat die Krankenakte. 

Es würde sie sicher beruhigen, denn sich ständig über dieses Thema zusätzlich Gedanken zu machen, ist Gift für den Rest Lebensqualität.  

Antwort
von RHWWW, 35

Hallo,

da passt m.E. etwas nicht.

Wenn sie eine Rente wegen voller Erwerbsminderung bekommt, hat sie mit dem Jobcenter nichts zu tun. Bei geringen Einnahmen kann sie dann beim Sozialamt der Stadt Grundsicherung beantragen.

Die Rente wird zeitlich befristet bewilligt. Vor Ablauf der Befristung wird eine Verlängerung geprüft. Wenn nach der Entscheidung der Deutschen Rentenversicherung zukünftig eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ansteht, ist die zukünftige Grundsicherung beim Jobcenter zu beantragen. Dann gelten auch die Regeln des Jobcenters für Arbeitssuche und -aufnahme.

Gruß

RHW

Antwort
von Primus, 46

Es ist der normale Vorgang, dass bei Menschen, deren Erwerbsunfähigkeit vor dem 60. Lebensjahr eintritt, im Abstand von drei Jahren überprüft wird, ob sich der Gesundheitszustand verändert hat.

Diese Überprüfung führt der Rentenversichererungsträger - und nicht das Jobcenter durch.

Deine Mutter würde auch ohne Jobcenter  automatisch einen neuen Antrag auf Weiterzahlung der Rente ausfüllen müssen.

Wichtig ist einfach nur, dass sie sich in ständiger ärztlicher Behandlung befindet und nicht erst einen Arzt aufsucht, wenn der Antrag des Rentenversicherers vorliegt. Dann wird sie auf der sicheren Seite sein.

Antwort
von wfwbinder, 42

Ich nehme mal an, dass Deine Mutter die volle Erwerbsunfähigkeitrente bekommt.

Das ist wohl auch richtig, dass die alle paar Jahre überprüft wird, aber nach den geschilderten Verhältnissen (keine Besserung) wird die dann weiter in voller Höhe gewährt werden.

Aus meiner Sicht brauchst Du Dir da keine Sorgen um Deine Mutter machen.

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