Frage von Dawn90, 37

Frage zur Erstellung einer Rechnung?

Hey Leute,

eine kurze Frage:

Ich besitze (meines Wissens) bisher keine Steuernummer, sondern nur die Steuer-ID.

Reicht es wenn ich beim Erstellen einer Rechnung die ID angebe?

Wenn nicht, was müsste ich als Alternative angeben? (Rechnung muss heute noch raus)

INFO: Ich bin Student und habe kein Gewerbe angemeldet und bin auch nicht als freiberufliche Person eingetragen. Außerdem handelt es sich hierbei um meinen ersten Auftrag mit Rechnung.

Grüße

Antwort
von blackleather, 26


Reicht es wenn ich beim Erstellen einer Rechnung die ID angebe?


Falls du deine persönliche Steueridentifikationsnummer meinst: Nein, diese ist nicht als Bestandteil einer Rechnung lt. § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG vorgesehen. Ihre Angabe ist also weder nützlich noch schädlich, sondern vielmehr irrelevant.

Wenn nicht, was müsste ich als Alternative angeben?

Deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG; https://www.gesetze-im-internet.de/ustg\_1980/\_\_14.html). Das ist die Kombination aus den Buchstaben DE sowie 9 Ziffern, die dir auf Antrag vom Bundeszentralamt für Steuern erteilt worden ist.

Lediglich dann, wenn du umsatzsteuerlich als Kleinunternehmer zu qualifizieren bist, musst du dir keine Gedanken über irgendeine Nummer machen, weil dein Kunde dann ohnehin keinen umsatzsteuerlichen Vorteil aus deiner Rechnung hat. In diesem Fall genügt der Hinweis auf § 19 Abs. 1 UStG.



Kommentar von EnnoWarMal ,

Ich habe eine abweichende Ansicht:

Wir haben hier keinen Unternehmer vor uns. Demzufolge kann auch § 14 UStG nicht greifen. Er kann seine Rechnung ausstellen, wie er mag.

Sollte der Satz

handelt es sich hierbei um meinen ersten Auftrag mit Rechnung.

um einen Hinweis auf Wiederholungsabsicht sein, bin ich allerdings ganz bei dir.

Hin wie her: Hier nützt oder schadet eine getätigte oder unterlassene Angabe in beiden Fällen nichts. 

Kommentar von blackleather ,

*LOL*   Du solltest als Prüfer das Examen abnehmen.

Aber wo du Recht hast, hast du Recht. Ich habe stillschweigend und betriebsblind § 2 Abs. 1 Sätze 1 und 3 UStG vorausgesetzt.

Allerdings wird sich sein Kunde bedanken, wenn er eine Rechnung kriegt, mit der er umsatzsteuerlich nichts anfangen kann. Aber vlt machen wir uns auch zu viel Gedanken und er will ohnehin keine MWSt ausweisen.

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