Frage zur Anrechnung 20 000€ Erbe bei Bezug von Kosten zur Unterkunft

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Erbfall (= Todestag) während des Alg2-Bezugs (und dazu gehören auch die Kosten der Unterkunft) bedeutet, dass der Wertezufluss als EINMALIGES EINKOMMEN anzurechnen ist;

bei obiger Höhe der Summe ist das Einkommen zwingend auf sechs Monate innerhalb der BG (also in dem Fall auf dich) zu verteilen; d.h. die nächsten sechs Monate gibt es defintiv nichts vom Amt; was danach noch vorhanden ist, wird mit Weiterbewilligungsantrag zu Vermögen; auf Vermögen habt ihr entsprechend höhere Freibeträg; schau hier:
http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-12-SGB-II-ZuBeruecksicht-Vermoegen.pdf
Ist aber - abhängig vom Alter - gut möglich, dass ihr dennoch eine zeitlang kein Alg2 bekommen werdet; anderseits könnt ihr euch auch eine Reise oder neuen Hausrat gönnen, um so unter die Freibetragsgrenze zu kommen, bevor euch das Amt Vermögen abgreift.

Da Ihr eine Bedarfsgemeinschaft bildet, wird das Erbe indirekt auch bei Dir un Deinem Mietzuschuss angerechnet. Das wird zur Folge haben, daß Dein Anspruch ab Zufluß des Erbes endet. Ihr solltet, wenn ich raten darf, mit dem Erbe nicht "verschwenderisch" umgehen, denn so rein rechnerisch dürfte das Erbe reichen um gute 11 Jahre finanziell über die Runden zu kommen (20.000 : 149), wenn Ihr also nach 2 Jahre schon wieder einen Antrag stellen würdet, wäre das nicht ok.

Schenkungssteuer fällig?

Hallo! Hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen Mein Bruder und ich sind alleinige Erben unserer kürzlich verstorbenen Mutter. Nachkommen haben wir beide keine. Vermögen war keines vorhanden, nur unser Elternhaus mit einem geschätzten momentanen Verkaufswert von ca 250 000 Euro (./. eines Privatdarlehens meiner Tante zur Ablösung von Bankforderungen über 53 000 Euro ). Nun ist es so, daß mein Bruder zu meinen Gunsten auf das Haus verzichtet (Ich würde dort einziehen und Sanierungen bis 50 000 € vornehmen, außerdem ist die untere Wohnung im Haus noch vemietet, was auch so bleiben soll) Mein Bruder möchte auch keine Auszahlung von mir, allerdings unter der Bedingung, daß ich das Haus die nächsten 10 Jahre nicht verkaufe. Sollte ich dies innerhalb dieser Zeit doch tun, möchte er dann einen Anteil davon haben, danach nicht mehr. Somit könnte das Haus erstmal in Familienbesitz bleiben und müsste nicht verkauft werden, weil es doch einen hohen emotionalen Wert besitzt . Dieses Prozedere sollte nun notariell festgelegt werden, was sich als schwierig gestaltet, weil womöglich durch seinen jetzigen Verzicht Schenkungssteuer von 20% auf seinen Anteil am Haus anfallen würde, was ja einer nicht unerheblichen Summe gleich kommt. Wir überlegen ob es nicht geschickter wäre, seinerseits das Erbe innerhalb der 6 Wochen Frist auszuschlagen, sind aber nicht sicher wie sich dann ein solcher Zusatzvertrag noch realisieren lässt und eine Absicherung seinerseits sollte ja schon sein. Meine Fragen nun.. fällt auf den Anteilsverzicht Schenkungssteuer an? und wenn ja.... sollte das Haus innerhalb der 10 Jahre verkauft werden, hat er ja seinen Anteil wieder, auf den ich Steuer bezahlt habe und somit wieder zurückgeschenkt habe ?? Danke schonmal vorab für die Hilfe .

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