Frage zum vererben wenn ein gemeinsames Kind plus Stiefkind vorhanden sind:

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da mit der 3/4 Regelung normalerweise der Pflichtteilsanspruch des Stiefkindes noch erfüllt werden kann, sollte es keine Probleme geben. Bei einer erneuten Heirat wird ja das Haus mit in die Ehe gebracht; damit wäre dann nur noch festzuschreiben, dass das Haus nicht vom neuen Ehepartner verwertet werden darf. Das könnte beispielsweise in Form eines Vermächtnisses erfolgen. Bei einem notariell erstellten Testament wird der Notar hier auch ausreichend informieren und geeignete Lösungen vorschlagen.

Da mit der 3/4 Regelung normalerweise der Pflichtteilsanspruch des Stiefkindes noch erfüllt werden kann

Nicht nur "normalerweise", sondern immer. Selbst wenn der leibliche Elternteil des Stiefkindes die Immobilie vollständig aus dem Vermögen gezahlt hätte, also alles Vermögen ihm zuzurechnen wäre, würde dem Ehepartner die Hälfte als gesetzlichem Erbteil zustehen und den Kindern jeweils ein Viertel. Der Pflichtteilsanspruch wäre davon nochmals die Hälfte.

Mit dem Viertel steht das Stiefkind also recht gut da.

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@Mikkey

Es könnte neben der Immobilie ja auch noch anderes Vermögen vorhanden sein - daher meine vorsichtige Formulierung.

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Machbar ist alles, was einen Pflichtteilsanspruch nicht verletzt.

Man könnte alle möglichen Punkte durchgehen.

Die beiden können ein Berliner Testament errichten und das so festlegen.

Nachteil, wenn der Erbfall eintritt, könnte eines der Kinder seinen Pflichtteil geltend machen udn die Regelung aus dem Berliner Testament so unterlaufen.

Es gibt auch die Möglichkeit einer Wiederverheiratungsklausel.

Also alles ist machbar.

Es bedarf aber in der Formulierung der Hilfe eines Notars, oder Anwalts udn sollte auf jeden Fall beurkundet werden.

Vorschlag, Erbvertrag unter Einbeziehung der Kinder. Damit wäre das Ding absolut Wasserdicht, weil alle Beteiligten ihren Willen beurkunden lassen würden.

Solange ein Testament zu Lebzeiten beider Ehepartner verfasst wird, ist dass was beide möchten immer machbar.

Entweder unter Einbeziehung der Kinder - wie schon geschrieben - oder notariell beglaubigt und alles ist in trockenen Tüchern.

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