Frage zum Fahrtenbauch....

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Das Gesetz sagt, dass der Eigenverbrauch über die 1% Regelung ermittelt wird (wenn die berufliche Kfz Nutzung über 50% liegt). Das ist der Grundfall. Davon kann man nur weg kommen, wenn man ein ordentliches Fahrtenbuch führt.

Wer schon im voraus weiß, dass es ihm nicht gelingen wird, das Fahrtenbuch zeitnah und vollständig zu führen, der sollte es besser gleich lassen. Es ist eine Nachzahlung die man sich sparen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

echt eine Last, die ganzen Namen und Adressen, km-Stand, Zeit usw. einzutragen.

Irgendwie hast du Eintragungen in ein Fahrtenbuch dann aber nicht verstanden. Kauf die den Klassiker von Zweckform, DIN A6.

Die eine Zeile "23.09.2013 / 09.00-16.00 Uhr / Musterstadt / Kundenbesuche / Versch. / Anfang 112366 / gesch.: 124 km / priv.: 4 km / Ende 112494" trage ich in einer Minute ein.

Tägliche privat-km für Abstecher für Tanken, Mittagspause, private Besorgungen sind wichtig.

Bei Privatfahrten am WE reichen sogar Datum / Anfang / Priv.-km / Ende.

G imager761

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

zu 1) es gibt elektronische Fahrtenbücher. Das wäre eine Alternative, mit der man ein wenig Aufwand sparen kann.

zu 2) den Ansatz wollen viele verfolgen, aber dieser erfüllt nicht die klaren Auflagen in Sachen Fahrtenbuch. Du wirst insofern Ärger bekommen, weil man dir mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nachweisen wird, dass du das Fahrten buch nicht wie vorgegeben geführt hast. Und dann verdonnert man dich auf die 1%-Regelung.

Von 2) halte ich wenig, denn ich kenne keinen, der mit dem Ansatz durchgekommen ist. Vor allem muss man lügen rein bei der Frage, wie man denn das Fahrtenbuch erstellt hat. So wie du es planst, sagt das FA gleich nein. Also müsstest du lügen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In dem Fall würde ich doch immer ein von den Finanzämtern anerkanntes elektronischen Fahrtenbuch nutzen. Die sind zwar recht teuer (fast oder auch > 1.000.- Euro) und nervig ist sicherlich die immer erforderliche Adresseingabe des Fahrtziels. Aber wenn Du doch einem einem Großteil der Strecken immer gleiche Kunden besuchst, würde ich vermuten, dass man bei solch einem Gerät immer auf gespeicherte Adressen zurückgreifen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
vulkanismus 15.09.2013, 22:14

Vorsicht, da (es folgt Kopie) Wann ein Fahrtenbuch auch als elektronisches Fahrtenbuch geführt werden kann und trotzdem steuerlich anerkannt wird, darüber gibt ein aktueller Verwaltungserlass wichtige Hinweise.

Ein elektronisches Fahrtenbuch wird von der Finanzverwaltung nur anerkannt, wenn sich daraus dieselben Erkenntnisse wie aus einem manuell geführten Fahrtenbuch gewinnen lassen. Nachträgliche Veränderungen am elektronischen Fahrtenbuch müssen nach der Funktionsweise des verwendeten Programms technisch ausgeschlossen sein oder zumindest in ihrer Reichweite in der Datei selbst dokumentiert und offen gelegt werden. Nach diesen Maßstäben ist ein mit Excel geführtes Fahrtenbuch kein ordnungsgemäßes elektronisches Fahrtenbuch (vgl. BFH, Urteil vom 16.11.2005, VI R 64/04, BStBl 2006 II S. 410).

1
gammoncrack 15.09.2013, 23:29
@vulkanismus

ein von den Finanzämtern anerkanntes elektronischen Fahrtenbuch

War das zu undeutlich ausgedrückt?

1
Meandor 16.09.2013, 06:06
@gammoncrack

Es gibt kein "von den Finanzämtern anerkanntes elektr. Fahrtenbuch". Die Finanzämter prüfen keine Fahrtenbücher vorab und vergeben auch keine Auszeichnungssiegel.

Es gibt einige Anbieter die damit werben, aber diese Fahrtenbücher erfüllen lediglich die Voraussetzungen die die Rechtssprechung inzwischen bestätigt hat. Wenn das nicht ordentlich geführt wird, ist es genau so raus wie jedes andere Fahrtenbuch auch.

2
gammoncrack 16.09.2013, 08:27
@Meandor

Wenn ich meine Steuererklärung über Elster nicht richtig mache, wird die vom Finanzamt wohl auch nicht anerkannt. Trotzdem ist das Programm selbst wohl vom Finanzamt anerkannt. Oder täusche ich mich hier?

0
gammoncrack 16.09.2013, 08:56
@Meandor

@ Meandor und Vulkanismus

Ich habe mir Eure Kommentare noch einmal zu Gemüte geführt. Mit "anerkannt" darf natürlich nicht das Programm oder die Technik selbst, sondern nur das, was als Ergebnis herauskommt, gemeint sein. Insoweit ist Eure Anmerkung sehr richtig.

Ich habe so etwas selbst genutzt und nie Probleme bekommen. Werbung ist nicht zulässig, aber das hier wurde (wohl) erfüllt:

Die Finanzverwaltung hat nun darauf hingewiesen, dass die eindeutige Kennzeichnung einer geänderten Eingabe sowohl in der Anzeige des elektronischen Fahrtenbuchs am Bildschirm als auch in seinem Ausdruck unverzichtbare Voraussetzung für die Anerkennung eines elektronischen Fahrtenbuchs ist. Es muss darüber hinaus sichergestellt sein, dass die Daten des elektronischen Fahrtenbuchs bis zum Ablauf der Aufbewahrungsfrist für ein Fahrtenbuch unveränderlich aufbewahrt und (ggf. wieder unverändert) lesbar gemacht werden können. Bei eventuellen Änderungen müssen die Änderungshistorie mit Änderungsdatum/-daten und (jeweils) ursprünglichem Inhalt ersichtlich sein. Auch die Änderungshistorie darf nicht nachträglich veränderbar sein.

2

Was möchtest Du wissen?