Frage zum Anbieteroligopol

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2 Antworten

Ein Beispiel das Millionen Verbraucher sicher bestätigen können sind die Energiekonzerne. Die Strompreise treiben den Verbrauchern seit längerem Sorgenfalten auf die Stirn. Trotz Liberalisierung des Marktes, kennen die Preise derzeit nur eine Richtung, nach oben. Dies hat einerseits mit gestiegenen Rohstoffpreisen zu tun, mindestens ebensoviel (wenn nicht sogar deutlich mehr) jedoch mit der Struktur des Strommarktes.

Beispiel Deutschland

So gibt es in Deutschland vier große Konzerne, die sich den Markt untereinander teilen: E.on, Vattenfal, EnBW und RWE. So was nennt man dann Anbieteroligopol, viele Verbraucher müssen ihren Strom bei wenigen großen Anbietern kaufen. Letztere nutzen ihre Marktmacht aus, um Gewinne auf Kosten der Verbraucher einzufahren. Kleinere Stromanbieter werden zudem von den Multis durch hohe Einspeisungs- bzw. Durchleitungsgebühren an der effektiven Teilnahme am Wettbewerb gehindert. So weit so schlecht.

Überleg doch mal: Wenn die 4 Bosse der führenden Stromanbieter sich per online-Konferenz treffen und beispielsweise vereinbaren, dass in Deutschland 4000 Kwh rund 1000 EUR kosten sollen, aber jeder seinen Grundpreis+Arbeitspreis+Nachttarif frei festlegen kann... dann guckt doch am Ende nur Einer "in dir Röhre", nämlich 20 mio. Haushalte.

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