Frage zu Testament und Erbschaft?

4 Antworten

@Andri123 hat ja schon einiges geschrieben. Wenn wir voraussetzen, das die Wertangaben richtig sind, so sind 274.000,- zu verteilen. Die Söhne sind die gesetzlichen Erben.

Gesetzliches Erbe 274.000,- / 2 = 137.000,- pro Nase. Pflichtteil 68.500,-. Klarer Fall.

Damit beginnen die Probleme. DU bekommst vom Erbe 110.000,-, Dein Bruder 80.000,- Die Cousinen je 30.000,-.

Einen Fall, bei dem man errechnen musste, wie der Pflichtteilergänzungsanspruch (hier je 68.500,- - 12.000,- = 56.500,-) auf die Zahlungspflichtigen zu verteilen ist, hatte ich in meiner Praxis noch nicht.

Ganz ohne Frage ist die Version aus dem letzten Absatz die beste. Deine Oma schenkt es Dir und lebt noch 10 Jahre. Dann ist die Berechnung mit dem Pflichtteilergänzungsanspruch obsolet.

Übrigens, es gilt der Wert im Zeitpunkt der Schenkung, wenn Du renovierst, ist es Deine Sache.

Wichtig, für die Oma ein Wohnrecht eintragen, auf keinen Fall einen Nießbrauch, dann fängt der Ärger neu an.

Ich kann solche Omas nicht verstehen, die per Testament Zwietracht zwischen den Erben säen wollen. Ich weiß auch nicht, weshalb man 16.000,-€ für die eigene Beerdigung veranschlagt. Aber seis drum.

Der Nachlass betrüge also evtl. z.Zt. 250.000,-€ Immobilie plus 40.000,-€ Bargeld. Also 290.000,- abgl. der 16.000,-€ Bestattungskosten. Das wären also 274.000,-€ Nachlass (denn die Bestattungskosten gehen ja zulasten des Nachlasses -ob in dieser Höhe?).

Nach gesetzlicher Erbgolge würde. den beiden Kindetn doch je 1/2 zustehen. Also wäre für Kind 1 und Kind 2 jeweils der Pflichtteil 1/4 von 274.000,-€. Also stehen K1 und K2 jeweils 68.500,-€ zu.

Den Rest weiß ich nicht.

Bei vorzeitiger Überschreibung kann es auch zu Pflichtteilsergänzungsansprüchen der beiden Kinder kommen.

Viele Fragen auf einmal.

Zuerst nochmals die Erben; die beiden Kinder und die 4 Enkelkinder, von denen Du eines bist.

Wenn das Testament gültig ist, dann besteht schon einmal das Problem, dass sie ihre beiden Kinder darinnen nicht ausreichend bedacht hat - damit haben diese schon einmal einen Pflichtteilergänzungsanspruch. Diesen können beide nach der Testamentseröffnug einfordern. Kosten für Beerdigung und Grabpflege sind der Erbmasse vor der Aufteilung zu entnehmen.

Wenn Dir das Haus im Rahmen einer Schenkung übertragen werden soll, dann sollte man keinen Niebrauch zugunsten der jetzigen Besitzerin eintragen, denn dieser hemmt die10-Jahresfrist bis zum Tod der Oma.

Bestehen beispielsweise beide Kinder auf dem Pflichtteilergänzungsanspruch, dann haben die restlichen Erben nur noch Anspruch auf circa die Hälfte des Erbes. Wenn dann noch solche Zahlungen von Dir an die anderen Enkel vorzunehmen sind, dann kann es für Dich teuer werden, denn etwa 125 000 € sind schon einmal in Form des Pflichtteilergänzungsanspruches auszuzahlen und dann noch die von Dir genannte Beträge an die andere Enkel. Dann haben alle etwas von Deiner Großmutter bekommen und Du mußt mehr oder weniger das gesamte Haus über einen kredit finanzieren.

Erbteil eines Erben verkauft - Pflichtteil einfordern?

Hallo zusammen,

meine Großeltern haben vor vielen Jahren gemeinsam ein Testament aufgesetzt. Darin werden meiner Mutter und meiner Tante jeweils eine Immobilie zugesprochen. Das zum Zeitpunkt des Erbfalls noch vorhandene Barvermögen wird den Enkeln zugesprochen.

Die Immobilie meiner Mutter wurde an ein Gewerbe vermietet. Dies wird nun von der Stadt unterbunden. Die Immobilie kann somit nicht mehr vermietet werden und steht nun leer.

Mein Großvater möchte diese Immobilie nun an einen Investor verkaufen, der ein Bauprojekt auf dem Grundstück geplant hat. Das Geld aus dem Verkauf geht dann auf das Konto meines Großvaters und wird damit zum Erbteil der Enkel. Meine Mutter erbt nun in diesem Szenario überhaupt nichts mehr. Was passiert in diesem Falle? Bekommt sie einen Pflichtteil vom Erbe meiner Tante zugesprochen? Wie hoch fiele dieser aus? Wird sie auch am Erbe der Enkel beteiligt?

Meine Mutter und meine Tante sprechen nicht mehr miteinander. Ich wollte meinem Großvater vorschlagen, den Gang zum Notar anzutreten und das Testament ändern zu lassen, damit meine Mutter und meine Tante jeweils 50% der noch vorhandenen Immobilien zugesprochen bekommen. Lässt sich das Testament so einfach ändern, wenn es sich dabei nicht um ein Berliner Testament handelt? Ich habe das Dokument leider nicht vorliegen, aber wenn ich mich recht erinnere vermacht im Testament meine (verstorbene) Großmutter einer ihrer Töchter eine Immobilie und mein Großvater der anderen Tochter die andere Immobilie. Könnte dies zu Problemen führen?

Mein Großvater ist 90 Jahre alt und pflegebedürftig, macht es Sinn das Testament handschriftlich zu ändern, damit es ein Dokument gibt während wir auf den Termin beim Notar warten? Müssen meine Tante und meine Mutter beim Notartermin in irgendeiner Weise beteiligt sein? Ich möchte eigentlich nur den Familienfrieden wiederherstellen, soweit das in dieser Situation möglich ist.

Letzter Punkt: ich bin die eingetragene Pflegeperson meines Großvaters, meine Tante hat zu keinem Zeitpunkt die Pflege übernommen. Spielt dies in dieser Situation eine Rolle, wenn es um Pflichtteile und Verteilung geht?

Mir ist klar dass ich einen Termin bei einem Anwalt machen muss, ich möchte nur vorher schon ein wenig sondieren. Vielen Dank für die Unterstützung!

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