3 Antworten

Die Anzeigen auf diversen Websites können zeitweise irreführend sein, insbesondere bei nicht sehr liquiden Instrumenten, die im wesentlichen per Emittent gehandelt werden, denn die Werte beziehen sich normalerweise nicht auf die aktuellen Geld/Brief-Kurse, sondern auf den jeweils zuletzt gehandelten Kurs.

War also der Schlusskurs vom Vortag z.B. 0,49 EUR und ging dann ein Trade bei 0,48 EUR über die Bühne, würden -2,04% ausgewiesen, obwohl das Produkt inzwischen schon wieder vielleicht bei 0,52 EUR (+4,08%) notiert.

Daher: bei solchen Instrumenten sollte man nicht auf die Prozentzahlen und letzten Kurse achten, sondern auf den jeweiligen Geld/Brief-Kurs.

Da hast du dich verschaut. Das Papier macht exakt was es soll.

Komisch. Als ich geschaut hatte, war es laut Comdirect im Minus. Da war auch nur eine einzige Kursfeststellung und die war unter dem Schlusskurs des Vortages.

Ich nahm dann einfach denn Link von der Scoach Website, da die übersichtlicher war, habe dort dann jedoch nicht weiter drauf geschaut. Aber du hast recht, wie man jetzt sieht.

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Eigentlich ist die Frage bereits im Speziellen geklärt, generell lässt sich aber noch dieser wichtige Aspekt hinzufügen: Ein Short-Zertifikat muss nicht zwingend steigen, wenn der Basiswert gefallen ist. Grund: auch die Volatilität des Basiswertes geht in die Festellung des Preises mit ein. So kann also durchaus passieren, dass der Wert des Short-Zertifikates fällt obwohl der Basiswert fällt, weil die Volatilität nachläßt. Da hat sich schon so manch einer verwundert die Augen gerieben, als er das bemerkte und damit "merkwürdigerweise" Verluste machte. Man sollte sich mit Zeitwert, aus-dem-Geld, etc. sehr gut auskennen, sonst kann man sich leicht eine blutige Nase holen.

Davon, dass die Volatilität einen Teil der Zertifikat- Bewertung ausmacht habe ich auch schon mal gehört, nur warum wird das überhaupt so gemacht?

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@benutzer11094

Es wurde eine richtige Differenzierung bei den Kommentaren vorgenommen. Nicht bei allen derivaten Instrumenten spielt die Volatilität eine Rolle. Wenn Sie aber eine Rolle spielt, muss das unbedingt berücksichtigt werden, sonst ... siehe oben! Du fragst, warum das so ist? Es geht dabei um eine faire Risikoverteilung und Bewertung zwischen Käufer und Verkäufer. Wenn die Volatilität hoch ist, wollen sowohl der Verkäufer als auch der Käufer für sich eine faire Chance auf einen Gewinn sehen. Der Verkäufer/Anbieter muss die potentiellen Verlustrisiken begrenzen indem er zum Beispiel die Prämie heraufsetzt und zwar so hoch, dass er noch genügend Käufer findet, die sich ebenfalls eine Chance ausrechnen zu gewinnen. Wenn jetzt die Volatilität sich verringert, kann die Prämie nicht mehr den hohen Wert haben wie zuvor, weil der Verkäufer keine Käufer mehr findet, denn diese sehen die Chancen auf einen Profit schwinden. Also gibt der Preis nach, solange, bis Angebot und Nachfrage wieder "ins Lot" gekommen sind. Soviel als etwas vereinfachte Erklärung dazu. Der Markt regelt also auf diese Weise die Preise - normalerweise! So kann es also geschehen, dass trotz richtiger Spekulation auf die Kursbewegung des Basiswertes ein Verlust entsteht, weil die Volatilität Einfluss nimmt und dies um so mehr je größer ihre Veränderung ist. Wenn überdies noch der Emittent vom "fairen" Wert (der läßt sich mathematisch kalkulieren) beim Verkauf nach oben und beim Rückkauf nach unten im Preis abweicht (das kann geschehen!), kann es trotz korrekter Spekulationsrichtung sogar zu herben Verlusten kommen. Alles schon da gewesen, also aufpassen!

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Das stimmt so nicht. Die Volatilität geht in die Preisfindung für Optionsscheine ein. Bei dem genannten Instrument handelt es sich jedoch um ein Mini Future. Mini Futures berücksichtigen die Volatilität nicht - es werden lediglich Anpassungen für die Finanzierungskosten durchgeführt. Damit stimmt Deine Erläuterung hier nicht.

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bei diesem Wert ist die Vola egal. Die fliesst nicht in den Kurs mit ein.

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