Frage zu Anleihen und Marktzins

Support

Liebe/r Fatum,

Wir möchten dich bitten in Zukunft auf Werbung zu verzichten.

Gerne kannst du dies auch nochmals in unseren Richtlinien nachlesen: http://www.finanzfrage.net/policy

Freundliche Grüße,

Jürgen vom finanzfrage.net Supportteam.

2 Antworten

Erster Punkt: wenn Du eine Anleihe zu 10.000 EUR kaufst, jedes Jahr die 5% Kupon einsteckst und am Ende 10.000 EUR wieder bekommst, dann waren die 5% Kupon der Gewinn. Macht 5.000 EUR über 10 Jahre. Der Kupon geht nicht auf den Marktkurs, sondern auf die Nominale. Daher werden jedes Jahr 5% = 500 EUR gezahlt.

Zweiter Punkt: wenn eine Anleihe bei 100% notiert und 5% Kupon zahlst, dann halten sich bezogen auf den Emissionszeitpunkt Risken und Chancen weiterhin die Waage. Verschlechtert sich die Bonität des Emittenten oder erhöht sich der risikolose Marktzins, dann wird die Anleihe schlechter bewertet, da das Risiko steigt bzw. der Zusatzertrag gegenüber einem risikolosen Marktzins fällt. Das kann sich nicht im Kupon ausdrücken, also müssen die Kurse fallen. Gegen Ende der Laufzeit werden sie sich allerdings wieder an die 100% annähern, wenn davon auszugehen ist, daß der Emittent die Nominale zurückzahlen wird. Fallen die Zinsen weiter bzw. verbessert sich die Bonität des Emittenten, so fällt das Risiko bzw. der Zusatzertrag gegenüber einen risiikolosen Marktzins steigt. Also müssen bei konstantem Kupon die Kurse steigen.

Man will vorzeitig verkaufen, wenn das Chancen/Risiko-Profil (basierend u.a. auf Rating des Emittenten, Marktzins, Inflationsrate) einer Anleihe nicht mehr paßt. Das ist beispielsweise der Fall, wenn man Kapital für einen relativ zum risikolosen Zins geringer werdenden Zinsspread länger als lieb binden muß, obwohl aufgrund des gestiegenen Marktzinses nun "bessere" Anlagen existieren.

Sagen wir, ich habe für eine Anleihe 10000€ bezahlt und bekomme jährlich 5% zinsen, nach 3 Jahren also 1500€ Gewinn gemacht damit. Nach diesen 3 Jahren verkaufe ich aber die Anleihe, wobei sie nun einen Kurswert von 8950€ hat.

Von wem bekomme ich mein Anfangskapital für den Kauf der Aktie (10000€ zurück)? Ich weiß zwar, dass ich nach dem Verkauf die 8950€ bekomme (womit ich also nach 3 Jahren nur 450€ Gewinn gemacht habe mit der o. g. Anleihe), aber bekomme ich die 8950€ von demjenigen, der meine Anleihe jetzt haben will oder von demjenigen, von dem ICH die Anleihe ursprünglich gekauft hatte? Und nachdem ich die Anleihe endgültig verkauft habe, bekomme ich ja keine 5% Zinsen mehr auf die 10000€ oder?

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@Fatum

Du bekommst von niemand Dein Anfangskapital zurück, da der Verkaufswert nun ja nicht 10.000 EUR (Rückzahlung durch Emittenten am Ende der Laufzeit), sondern 8.950 EUR (Verkaufserlös) war. Die 8.950 EUR bekommst Du über das Clearing der Börse ausgezahlt. Gegenpart der Transaktion ist natürlich auch irgendjemand, aber wer das ist, spielt hier keine Rolle für Dich.

Und nachdem die Anleihe verkauft ist, bekommst Du natürlich keine Zinsen mehr.

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Leider wurde Dein Link gelöscht - Werbung kann das nicht gewesen sein - , aber ich empfehle Dir einfach diesen Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Anleihe

und lies dort bitte den Abschnitt Börse und Bewertung, wo Deine Fragen auch beantwortet werden.

bekomme ich am Ende der Laufzeit (10 Jahre) - gemäß dem Beispiel auf der Homepage - die 10000€ abzüglich Differenz zwischen Kauf- und Kurswert der Anleihe (1050€) vom Emittenten zurück?

Nein, Du bekommst am Ende € 10.000 zurück, egal zu welchem Kurs Du gekauft hast, sofern Du die Anleihe bis zum Rückzahlungstermin behalten hast (und der Emittent nicht insolvent geworden ist).

Ist nach dem Emissionstag der Marktzins gestiegen, dann ist z. B. im 3. Laufzeitjahr der Börsenkurs auf 89,50 % gesunken. Kaufst Du die Anleihe zu diesem Kurs, dann bekommst Du zwar während der Folgezeit Kuponzinsen von 5 % p.a., die unterhalb vom Marktzins liegen, aber hast dann bei Fälligkeit der Anleihe einen Rücknahmeerlös von € 1.050.

Würde der Marktzins im 3. Laufzeitjahr auf unter 5 % p.a. gefallen sein, dann steigt der Börsenkurs auf - sagen wir - 110 % und Du kaufst die Anleihe im Nominalwert von € 10.000 zum Anschaffungswert von € 11.000 (Börsenspesen etc. außer Acht gelassen). Zurückgezahlt wird die Anleihe zum Nominalwert. Du verlierst gedanklich also € 1.000, aber Du mußt die überdurchschnittliche Verzinsung von 5 % von € 10.000 dagegen rechnen.

Hast Du bereits die Anleihe zum Emissionstermin mit € 10.000 erworben, dann ist sie aufgrund des gesunkenen Marktzinses im 3. Jahr € 11.000 wert und Du könntest Dich mit € 1.000 Kursgewinn von der Anleihe durch Verkauf verabschieden. Allerdings entgehen Dir dann die Kuponzinsen in den Folgejahren.

Nun zur Schlussfrage Deines Textes "Alles richtig?" Antwort: "Nein!"

Aber gerne beantworte ich Dir etwaige Rückfragen:-)

Beispielrechnung Rendite einer Anleihe

Hallo! Ich fange gerade an, mich intensiver mit den diversen Finanzprodukten zu befassen und möchte verstehen, wie die Zahlen zustande kommen. Hier ein Beispiel, frisch von der Website der ING Diba für eine spanische Staatsanleihe:

Typ festverzinslich Emittent Koenigreich Spanien kleinste handelbare Einheit 1.000,00 Emissionstag 15.04.2009 Fälligkeitsdatum 31.01.2013 Restlaufzeit (in Jahren) 0,4 Jahre Kupon 6,150% Zinstermin 31.01. Rendite 3,23% Kurs 102,27 %

Ich verstehe nicht, wie die auf die Rendite kommen: Ich dachte folgende Rechnung als Beispiel:

Für 102,27 Euro kann ich die Anleihe mit Nominalwert von 100 Euro bekommen. Am Ende der Laufzeit bekomme ich die 100 Euro Nominalwert wieder und 40% (Restlaufzeit 0.4 Jahre) der Jahreszinsen von 6.15 Euro, das macht nur 2.46 Euro

Mein Gewinn beträgt damit 2.46 - 2.27 = 0.18 Euro? Aber die Rendite wird mit 3.23% beziffert.

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Was haltet ihr von meinem Fondssparplan?

Seit Ende 2011 bespare ich nun monatlich über comdirect in meinen Fondssparplan ein. Meine Zusammenstellung ist folgende:

Fonds / Anteil der Sparleistung / Wertentwicklung im Depot

ETHNA-AKTIV E A / 40,00% (200 Euro zweimonatlich) / 11,76%

F.TEM.INV-T.GL .BD A MDIS / 25,00% (125 Euro zweimonatlich) / 10,51%

HAUSINVEST / 10,00% (50 Euro zweimonatlich) / -1,86 %

CARMIGNAC INVESTIS.A 3DE. / 10,00% (50 Euro zweimonatlich) / 6,93 %

M+G I.(1)-M+G GBL BA.EO A 5,00% (25 Euro zweimonatlich) / 8,76 %

ABERD.GL-EME.M KTS EQ.A-2 5,00% (25 Euro zweimonatlich) / 26,72 %

DWS DEUTSCHLAND ANTEILE 5,00% (25 Euro zweimonatlich) / 42,77 %

Gesamtentwicklung: 11,79 %

Ich bespare also jeweils 250 Euro monatlich. In zwei Monaten habe ich sozusagen einmal meinen kompletten Sparplan mit 500 Euro ausgeführt. Am Anfang habe ich mit Einmalzahlungen das Depot wie oben prozentual aufgestellt. Durch die Höhe des Sparplans auf die jeweiligen Fonds möchte ich diese prozentuale Zusammenstellung halten. Im Moment habe ich ca 14000 Euro Kaufwert im Depot.

Mein Ziel ist es den Sparplan ca. 10-15 Jahre so aufrecht zu halten. Ich möchte dabei jedenfalls kein Minus machen. Eine Rendite um 6 % finde ich absolut Top. Ich selber bin 24 Jahre jung. Spare weiterhin 250 Euro im Monat auf mein Tagesgeldkonto bei Moneyou ein. Absicherungstechnisch habe ich mich gut beraten lassen. Private Vorsorge (Rente, BU, etc) habe ich über einen Makler zu meiner vollsten Zufriedenheit abgeschlossen. Das Depot möchte ich aber in Eigenständigkeit führen.

Als Bild habe ich die Wertentwickulung im Chart hinzugefügt. Ich führe das täglich über Office. Am 23.12.11 ging es los. Heute habe ich die letzte Eintragung noch nicht getätigt.

Ich würde mich über Meinungen zu meinen 2011 gemachten Gedanken freuen. Evt hat jemand Ideen wie man etwas verbessern kann. Freue mich sehr über viele Meinungen.

Danke und auf in die Diskussion :-)

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Warum sind Aktien gegen Inflation geschützt und Anleihen nicht?

Warum ist das so?

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Ein paar Fragen zum Bausparvertrag

Ich habe einen Bausparvertrag, wo monatlich meine 40€ Vermögenswirksame Leistungen überwiesen werden.

  1. Was ist die Bausparsumme? Die ist bei mir mit 10000€ angegeben.

  2. Laufzeitende ist 2019. Ich dachte, bei VL beträgt die Sparzeit nur 7 Jahre?

  3. Wie läuft das mit der staatlichen Förderung? Wie, wo und wann kann sie beantragen?

  4. Bis 2019 werden 5000€ Vermögenswirksame Leistungen angespart sein. Was ist mit den 5000€ Differenz zur Bausparsumme?

  5. Angenommen, es ist jetzt 2019, wie kann ich mir ein Haus kaufen?

Falls es zur Beantwortung meiner Fragen hilft, mein Bausparvertrag ist bei der Badenia.

Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

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Wie berechne ich genau meine Ansprüche auf Elternzeit, Elterngeld bzw. Elterngeld-Plus?

Hallo finanzfrage.net -Team,

da die Elterngeldstelle nur allgemeine Auskünfte geben kann, stehn wir vor dem Problem jetzt unsere zeitlichen Ansprüche für mein 2. Kind Tag genau auszurechnen.

MuSch-Geld,anteiligen Urlaub beim 2.Kind und stimmen meine Annahmen dazu?

Folgende Fakten liegen vor: - 1. Kind geb. 01.09.14 Elternzeit von 3 Jahre, MuSchfrist von 11.8.14-17.11.14 u. Elterngeld v. 18.11.14-31.08.15 (Bezugszeitraum für EZ2 Feb.14-Feb.16 Mutter?)

    1. Kind vorraussichtlicher Geburtstermin: 02.05.2016, nehmen gerechterweise auch 3 Jahre Elternzeit in Anspruch allerdings Vater will diesmal im 1. und 2 LM auch Elternzeit nehmen u. nebenbei TZ arbeiten. Bisher durchschnittl. Nettoverdienst beim Mann 2100 € wegen Teilzeit (TZ) nur noch die Hälfte also 1050 €.

Meine Annahme:

zum Elterngeld Vater: Nach dem neuen Elterngeld-Plus: 2100€ - TZ von 1050€=1050€ Verlust. vom Verlust 1050€ 65%=682,50€/ da Elterngeld-Plus nur maximal die Häfte vom "alten Basiselterngeld" gilt Kontrolle ob 682,50€ darunter liegt, sonst würde es angerechnet werden. also Betrag zum Basiselterngeld: 2100€ x 65%=1365€ davon die Häfte = 682,50€ also sogar der genaue Betrag von Elterngeld-Plus, somit keine Anrechnung oder weite Halbierung von Elterngled-Plus. Da unser 1. Sohn auch noch unter 3 Jahre alt ist, gibt es dann noch den Geschwisterbonus von min. 75 €.Also für Vater heißt es nach die Lebensmonate vom kind 2.

1LM= 1050€ TZ+682,50€ EG+75 Geschwisterbonus = 1807,50€ 2LM= gleich = 1807,50 €

Durch das Elterngeld-Plus hat Vater auf zwei weitere Monate für den Elterngeld-Bezug aber ohne 75 Geschwisterbonus, da Elternzeit ausgeschöft ist, also 3. u.z.B. 4 LM 1050 € TZ + 682,50 € = 1732,50 €

Mutter nimmt vom 1. - 12. Lebensmonat Elternzeit (einschließlich Mutterschaftsgeld) Stimmt das? Aber muss für die Teilzeit in der Elternzeit ein neuer Arbeitsvertag auf Teilzeitbasis erstellt werden oder bleibt der bisherige Arbeitsvertrag von 40 Std. in der Woche bestehen?Hat Vater nach der TZ/Elternzeit automatisch wieder Anspruch auf die bisherigen Arbeitsvertrag also bleibt der alte Arbeitsvertrag bestehen?Auf was muss geachtete werden, wenn man mit dem AG den Std. reduzieren möchte (Progression)?

Fristen für die Vorlage beim AG-richtig? zur Elternzeit (EZ) vom 1 Kind: Normal von 01.09.14-31.08.2017 weg. Mutterschutz vom 2. Kind (vv.31.3.16-27.6.16)EZ 1 unterbrechen. D. h. bis dahin verbrauchte Elternzeit1 von 18 Monate u. 20 Tage/Rest 17 Monate u. 11 Tage. D.h. EZ1 geht nicht bis einschließlich 31.8.17 sondern (+ 14 Wochen) bis einschließlich =======7.12.17.?Muss AG Zustimmen?

An Ende der EZ1(7.12.2017)Anschluss der EZ 2 von 3 Jahren, also vom 8.12.2017-einschließlich ========7.12.2020? D.h. 1. Arbeitstag wäre der 8.12.2020

Nun entstand wegen MuSch-Frist vom Kind (von 14 Wochen bzw. 3.5 Monate) anteilig Anspruch auf Urlaub. Also bei 30 Tage Urlaubsanspruch wäre: 30T/12 = 2,5 Tage pro Monat x 3,5 Monate (14Wochen) ======8,75 T Urlaub.?

Vielen Dank im Vorraus. LG

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Wie wird Schadensersatz bei Verzug des Bauträgers berechnet?

Hallo zusammen!

Ich habe vor Kurzem eine Immobilie gekauft - diese wird vstl. ein halbes Jahr später fertig gestellt sein, als ursprünglich geplant (in dem mit dem Bauträger geschlossenen Kaufvertrag ist der Fertigstellungstermin eindeutig fixiert).

Eine pauschale Schadensersatzregelung, die ursprünglich Bestandteil des Kaufvertrags war, haben wir vor Unterzeichnung des Vertrags beim Notar bewusst streichen lassen, da sie uns zu niedrig schien. Mit dem Bauträger haben wir uns bereits auf eine Nutzungsausfallentschädigung verständigt - offen ist noch der Schaden, der uns durch die Verzögerung mit Blick auf Bauzeit- und Bereitstellungszinsen etc. zusätzlich entstanden ist.

Meine Frage ist, wie ich den Schaden, den ich ggü. dem Bauträger geltend machen möchte, konkret berechne.

Meiner Meinung nach berechnet sich der Schaden folgenderweise:

• Der Bauträger hat die in dem Verzugszeitraum angefallenen Bauzeit- und Bereitstellungszinsen zu tragen. • Unsere Zinsbindung beträgt 20 Jahre. Wir fangen allerdings ein halbes Jahr später mit der Tilgung an, als ursprünglich geplant. Wir profitieren am Ende nur 19,5 Jahre von der Zinsbindung. Die Restschuld ist bei 19,5 Jahren Tilgung natürlich höher als bei 20 Jahren. Meiner Meinung nach müsste der Bauträger für die Differenz der Restschuld (20 Jahre vs. 19,5 Jahre) aufkommen. • Von den oben aufgeführten Kosten (Bauzeit-/Bereitstellungszinsen; Differenz Restschuld), die wir ggü. dem Bauträger geltend machen wollen, müssten, so würde ich annehmen, die Sollzinsen abgezogen werden, die wir in den ersten sechs Monaten hätten zahlen müssen, wäre die Wohnung fristgerecht und nicht mit sechs Monaten fertig gestellt wurden.

Ich wäre Euch / Ihnen für spontane Unterstützung sehr dankbar. Ein konkretes Rechenbeispiel würde unter Umständen helfen.

Herzlichen Dank im Voraus und viele Grüße!

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