Frage zu Anlage R, Zeile 6 - Rentenanpassungsbeträge

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Hallo,

der einfachste Weg ist sich bei der Deutschen-Rentenversicherung-Bund in Berlin eine Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt jährlich anzufordern.

Diese wird zwar eletronisch an das Finanzamt übermittel und beinhaltet in sehr vielen Fällen nicht immer die richtigen Zahlen bzw. Summen. (aus eigener Erfahrung)

Das Finanzamt ist zwar verpflichtet, bei Differenzen zwischen der elektr. Mitteilung und dem selbst erstellten Bescheid die Dinge zu prüfen, was aber aus zeitlichen Gründen oft nicht erfüllt werden kann.

Es ist in jedem Falle ratsam, sich die Bescheinigung bei der Rentenversicherung anzufordern, da hier einem die gleichen Werte schriftlich mitgeteilt werden wie auch an das Finanzamt ergangen sind.

Es ist auch nicht ganz richtig, dass das Finanzamt die Zahlen aus den Rentenbescheiden von 2005 vorliegen hat. Es wird sich hier ganz einfach an der Mitteilung der Rentenversicherung gehalten mit der Bruttojahresrente und dem Rentenanpassungsbetrag. Wo letztere nichts anderes ist als der Unterschiedsbetrag vom Brutto aus z.B. 2011 zu 2005.

Aus diesen Werten errechnet das Finanzamt den Freibetrag bzw. das zu versteuernde Brutto.

Hier noch ein Hinweis für Personen, die aus einer Erwerbsminderungsrente in die Alterrente lückenlos übergegangen sind. VORSICHT: Die Rentenversicherung stellt hier Systembedingt für das Jahr des Rentenbeginns das Jahr der Altersrente ein. Dies führt zu einer höheren Besteuerung der Rente und minimiert den Steuerfreibetrag. Bitte alles sehr genau prüfen.

Infos auch im Einkommensteuergesetzt unter § 22

Hier sind auch die Tabellen zu finden für die Besteuerung der Betriebsrenten bzw. VBL

Steuerklassenwechsel - Elterngeld - Progressionsvorbehalt?! ( Öffentlicher Dienst)

Ich hoffe, ich bekomme diese Frage jetzt relativ deutlich zusammen:

Mein Mann und ich wollen unseren Kinderwunsch bald in die Tat umsetzen. Dafür wollten wir die Lohnsteuerklassen auf von IV/IV auf III/V umstellen, damit am Ende mehr Elterngeld zur Verfügung steht, um das fehlende Gehalt auszugleichen.

Mit unseren aktuellen Steuerklassen ( IV) verdienen wir 2000 und 2200 Euro Netto. Nach dem Steuerklassewechsel würde der eine ca. 270 Euro mehr an Steuern zahlen, der andere ca. 260 Euro weniger zahlen müssen.

Differenz wäre also bei ca. 10 €.

Mit dem günstigeren Steuersatz würde beim Elterngeld ca. 1400 € herauskommen.

Während der Elternzeit würden wir dann erneut wechseln wollen ( sprich: 2015 der erste Wechsel und 2016 dann der zweite Wechsel)

In meinem Babywunschforum fiel dann heute das Wort "Progressionsvorbehalt" und die Warnung, dass diese ganze Umstellung im Endeffekt nutzlos sein könnte, weil wir im Jahr der Elternzeit dann unter Umständen soviel Steuer nachzahlen müssten, dass wir mehr Steuer nachzahlen müssen, als uns der Steuerwechsel wegen des Elterngeldes eingebracht hat.

Ich begreife allerdings nicht so ganz, wann und wie das mit dem Progressionsvorbehalt umgesetzt wird. Das ganze ist so unverständlich geschrieben, dass ich jetzt gar nicht mehr weiß, ob der Steuerklassewechsel überhaupt Sinn macht...oder ob wir das Ganze nicht einfach sein lassen und weiter bei IV/IV bleiben.

Wie verteilen sich die Steuerklassen, wenn einer von beiden nur Elterngeld bezieht? Bleibt das dann IV/IV?

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