Der Großvater hat das Erbe abgelehnt, können seine Kinder noch Erbansprüche geltend machen?

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2 Antworten

Meiner Ansicht nach wären:

1. die Kinder Deines Großvaters erbberechtigt gewesen (§ 1953 BGB), aber

2. dieses Erbe nun verjährt.

Wie es scheint war das Erbe bei Euch in der Familie bekannt. Auch, dass der Großvater ausgeschlagen hat.

Ein zusätzliches Problem, wir kennen das Testament nicht. Die beiden Erben, die Neffen der Erblasserin, waren nicht Pflichtteilsberechtigt. Also wurden sie Erbe über das Testament. ggf. wären sie auch gesetzliche Erben gewesen, aber eben keine Pflichtteile.

Hat evtl. auch Dein Vater ausgeschlagen wegen des Familienstreits?

Danke für die Antwort das hilft mir schon einen Schritt weiter, ich habe in der Frage vergessen zu erwähnen dass wir die Sache mit dem Erbe erst vor kurzem von meinem Großvater erfahren haben.

Dies macht aber denke mal keinen großen unterschied was die Verjährungsfristen angeht liege ich da richtig? was das Testament betrifft weiß ich persönlich jetzt nicht viel .

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Martinigo:

Der Gesetzgeber hat sich für eine grundsätzlich dreijährige Verjährungsfrist von dem Zeitpunkt an, in welchem der Pflichtteilsberechtigte von dem Eintritt des Erbfalls und von der ihn beeinträchtigenden Verfügung Kenntnis erlangt, entschieden.

Es soll eine rasche Entscheidung darüber herbeigeführt werden, ob infolge von Pflichtteilsansprüchen mit einer Verschiebung bei der Verteilung des Nachlasses zu rechnen ist.

Die Verjährung gibt dem Schuldner auch im Pflichtteilsrecht  im Wege der Einrede ein Leistungsverweigerungsrecht. Siehe § 2332 BGB.

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