Frage an die Finanzprofis: Pflegeheim als Kapitalanlage ok?

Support

Liebe/r microgeo,

Wir möchten dich bitten in Zukunft auf Werbung zu verzichten.

Gerne kannst du dies auch nochmals in unseren Richtlinien nachlesen: http://www.finanzfrage.net/policy

Freundliche Grüße,

Jürgen vom finanzfrage.net Supportteam.

5 Antworten

Aha, der übliche Werbelink verpackt in einer Geldanlagefrage.

Was davon zu halten ist? Dazu müßte man die Verhältnisse vor Ort prüfen, nämlich, ob die Pflegeimmobilie ihr Geld auch wert ist. Ich vermute mal, dass derjenige der so bunte Prospekte veröffentlicht sich seine Mühen teuer bezahlen läßt. Der von den Angaben geblendete Anleger merkt dann erst in Jahren, dass er Schrott gekauft hat und sich einen Betreiber an den Hals gehängt hat der sich bald in die Insolvenz verabschiedet. Wäre nicht der erste dieser Fälle. Dann soll man mal versuchen diese fernab gesuchter Lagen liegenden Latifundien wieder zu Geld zu machen. Wer kauft denn schon Wohnungen im Pflegeheim?

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Danke für die Info. Hätten Sie einen Tipp wo man derzeit überschüssiges Geld (50.000 €) anlegen könnte (längerer Anlagehorizont)?

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@microgeo

Also ich würde den Betrag in Tranchen in Aktienfonds anlegen. Das mit den Tranchen deswegen weil die Märkte stark schwanken und gerade derzeit auf hohem Niveau sind. Wenn "längerer" Horizont so mit 10 Jahren zu definieren ist, steht man auf jeden Fall auf der Gewinnerseite. Die Angebote in dem Link hingegen sind mir suspekt. Schau Dir nur mal München an -der einzige attraktive Standort. Da kauft man sich in Erbpacht ein. Was hat denn dann der Erwerber von der Entwicklung am Immobilienmarkt?

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Wer so eine Immobilie kauft, kann seine Immobilie als Altenwohnung vermieten. Keine andere Nutzungsart.

Damit ist man abhängig von der Führung des Heims.

Ich sehe darin ein Risiko.

Ich denke für die Investition in Immobilien gibt es bessere Gelegenheiten.

Die Überlegung mit der Investition in Sachwerte ist richtig, aber ich würde in dieser Zeit mehr an die Verwertbarkeit denken.

Aktienfonds, Mischfonds, Immobilienfonds.

Ei, ein neuer User mit einem Link auf etwas, das ganz nach Eigenwerbung aussieht :-)

Pflegeimmobilien gibt es in zwei Formen:

  • als Investition in die eigene Altersvorsorge (man kauft z.B. eine betreute Wohnung bzw. einen Platz im Pflegeheim als Anteilsinhaber)

  • als Beteiligung an einem Objekt oder einem geschlossenen Fonds (AIF), der in Pflegeimmobilien investiert

Die erste Variante ist natürlich direkt personenbezogen und bedeutet i.a., daß man bis zur eigenen Inanspruchnahme dieser Einrichtung die Nutzung vermietet. Daraus ergeben sich laufende Einnahmen.

Die zweite Variante ist ein gewöhnlicher AIF mit allen Gestaltungsmöglichkeiten und Chancen/Risiken. Es gibt einige sehr gute Pflegeimmobilienfonds in Europa und in USA.

Während die erste Option durchaus für die persönliche Altersvorsorge bei entsprechend freier Liquidität eine gute Option sein kann (man kann das Investitionsobjekt ja selbst besuchen, prüfen und auswählen), stellt aus meiner Sicht die zweite Variante nur eine sinnvolle Option für größere Vermögen, die sich in AIF diversifizieren wollen, dar. Für den harmlosen Privatanleger im unteren sechsstelligen Portfoliovolumen ist das IMHO nicht sinnvoll. Die auf dem oben genannten Link suggerierte, hohe Sicherheit dieser Anlage besteht in Realität nicht pauschal für solche Investitionen. Man muß hier sehr genau prüfen, welche Immobilien, welche Verwalter und welche Organisationen hier involviert sind, sowie wie die Kostenstrukturen aussehen, die die Gesamtrendite schmälern oder verändern können.

Das Mittel der Wahl als insbesondere langfristige Anlage sind Aktienfonds mit Beimischungen von Renten- oder Mischfonds. Dies schlägt langfristig sowohl unter Aspekten der Sicherheit (Insolvenz, Inflation), als auch der Rendite (Immobilien im Bereich 2-4% p.a., Aktien im Bereich 4-8% p.a.) klar die Pflegeimmobilie.

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Danke für die Informationen. Ich würde es als Neuanleger natürlich begrüßen, wenn demnächst die Börse kracht und damit ein günstiger Einstiegspunkt gegeben ist....

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@microgeo

Anleger, die warten, bis es günstige Einstiegskurse gibt, werden immer am Rand stehen und warten.

Ein Instrument, das einen langfristigen Aufwärtstrend aufweist, kann man immer kaufen. Es kommt nur darauf an, in gewissen Downphasen weiter aufzustocken und die Allokation im Auge zu behalten.

Daher ist auch auf Höchstständen ein Investment in die Aktienmärkte empfehlenswert, da den Gesetzen der Inflation zufolge auch diese Höchststände irgendwann übertroffen werden - abgesehen davon, daß es in der Zwischenzeit auch Dividenden geben wird, die für laufende Erträge sorgen.

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