Fondsgebundene Rentenversicherungen - Mit wie viel Rendite kann man realsitisch rechnen?

8 Antworten

Mit einer vergleichenden Rückbetrachtung wirst Du immer wieder feststellen, dass die Performance Deiner Fondspolice sich deutlich von der des "reinen" Fond unterscheidet.

Die Gründe wurden zuvor dargelegt:

  • Abschlusskosten
  • Produktfolgekosten
  • Verwaltung des Fondsvermögens
  • Sicherungstöpfe
  • Kosten bei der Auszahlung der Renten
  • uvm.

Gegen die Fondspolice spricht meiner Meinung nach die umtransparente Anlagepolitik. Das gilt speziell bei Garantiekonzepten, zweifach, dreifach Hybriden und was den Versicherungen nicht sonst noch alles einfällt.

Die Vorteile lesen sich alle gut, doch viel von Deinem Kapital letztendlich wo hängen bleibt und eben nicht rentabel investiert wird ist und bleibt eine "Black Box".

Fonds sind Sondervermögen (nicht bei SICAV's). D.h. im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft bleibt Dein Vermögen erhalten (Aktienanteile). Das erzählen gerne auch die Versicherungsvertreter. Stimmt ja, im Verhältnis Fondszeichner zu Fondsverwaltung.

Geht die Versicherung pleite, hilft Dir das gar nichts. Die Versicherung ist  Eigentümer der Fondsanteile nicht der Anleger. Erstmal werden die Gläubiger der Versicherung aus dem Gesellschaftsvermögen bedient. Zu diesem Vermögen gehören leider auch Deine Fonds.

Ich gehe mal davon aus, das solch ein Szenario nicht vorkommt. Obwohl die Mannheimer hat's vor vielen Jahren erwischt. Lass es so weiter gehen wie bisher ist nicht ausgeschlossen dass die ein oder andere Gesellschaft von PROTEKTOR aufgefangen werden muss. Nur wieviel kann PROTEKTOR stemmen? Diese Auffanggesellschaft wird im Bedarfsfall von den gesunden Versicherungen finanziert.

Wie werden sich solche Versicherungen in Zukunft entwickeln?

"Solche" Versicherungen gibt es nicht und daher ist eine Aussage über die Rendite unmöglich. Es kommt ja darauf an, in welche Art von Fonds angelegt wird und auf welchen Zeitraum. Um es mal klar zu sagen: Wer sich einen Aktienfonds als Zielfonds aussucht, der ist ebenso den Renditechancen und -risiken unterworfen wie bei einer Direktanlage in Fonds, nur mit dem Unterschied, dass die Rendite niedriger ist als bei einer unmittelbaren Fondsanlage, eben wegen der Verwaltungskosten der Versicherung. Kommt das Ende der Laufzeit in eine Aktienhausse, hat man gewonnen, ansonsten verloren. Beim Platzen der Internetblase um das Jahr 2000 mußten viele Arbeitnehmer in den USA, wo diese Art der Altersvorsorge weit mehr verbreitet ist als hier, den Ruhestand um Jahre verschieben. Sie konnten sich es angesichts der mächtig geschrumpften Versicherungsguthaben einfach nicht leisten, mit der Arbeit aufzuhören.

Wählt man eine Renten- oder offenen Immobilienfonds als Anlage, hat man zwar mehr Stabilität, aber auch eine jämmerlich niedrige Rendite.

aber sind 6-12 % überhaupt mit einer ausgewogenen Anlage machbar?

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Dem muss ich leider widersprechen!

Hier ein Rentenfonds der über die letzten 20 Jahre über 223 Prozent gemacht hat.

https://www.dws.de/Produkte/Fonds/561/Wertentwicklung

Wie viele Aktienfonds haben das geschafft ;-)

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@Privatier59

Das mag schon sein es gibt ähnliche Rentenfonds leider mit kürzerer Laufzeit die es in Fondspolicen zum besparen gibt.

Grundsätzlich widerspreche ich Dir in der Aussage, dass nur mit Aktien Geld zu verdien ist. Auch ein kurzer Rücksetzter von 3,15% bei einer Jahresrendite von 7% ist kein Drama. Da die Aktien wesentlich volatiler sind.

http://www.finanzen.net/fonds/DWS_High_Income_Bond_Fund_LD_performancechart@inChartZeit_120@inBenchmark_3

Ja es gibt diese Fonds auch in Fondspolicen, zum Beispiel bei HDI.

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Wie soll schon Samuel Longhorn Clemens gesagt haben:

Prognosen sind schwierig, besondern, wenn sie die Zukunft betreffen.

keiner wird Dir sagen können, wie sich Fonds in der Zukunft entwickeln. Da hilft wohl nur eine ausgewogene Fondsauswahl. Ggf. umschichten, dass ist in solchen Versicherungen auch zumindest in Maßen, kostenlos.

Das Fondssparen in Versicherungen hat den Vorteil, dass man nicht gleich, sondern nachgelagert versteuert.

Aber von einem Fachmann beraten lassen (unabhängiger Finanzmakler), weil es zwischen den einzelnen Versicherungen Kostenunterschiede gibt, die die Erträge des Anlegers belasten.

und wie viel % haben solche Verträge durchschnittlich in der Vergangenheit abgeworfen? Ich halte Hochrechnungen von 6-12% für übertrieben und sicher realitätsfern?

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@Schirmi1988

Es gibt einen Pioneerfonds der in meinem Geburtsjahr aufgelegt wurde. Der hat im Schnitt über 60 Jahre im Bereich 8-9 % gemacht.

Wenn man natürlich in 2005 abgeschlossen hat, dann 2008 drin lag udn man es heute überprüft, werden natürlich nicht solche Renditen drin liegen.

Aber auf die Laufzeit einer Versicherung von 12-30 Jahren, wird sich so etwas ausgleichen und man kann schon auf diese Renditen kommen.

Wir haben hier im Forum mehrere unabhängige Makler und Berater, die auf 20 Jahre und mehr Erfahrung zurückgreifen können.

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@Schirmi1988

Das DAI veröffentlicht das Renditedreieck: https://www.dai.de/de/das-bieten-wir/studien-und-statistiken/renditedreieck.html

Diese Zahlen liegen lange für den deutschen Markt vor und seit 1986 auch für den europäischen. Man erkennt, daß die Renditebereiche von 6-9% durchaus realistisch sind, wenn man die Basismärkte betrachtet. Die Inflation in den früheren Jahren lag natürlich auch über 2%, aber in die Zukunft blickend würde ich mal 2% annehmen. Verwaltungskosten kann man mit 1-2%, pessimistisch also mit weiteren 2% annehmen.

Damit sind bei konservativen 6% p.a. auf 30 Jahre Anlagezeitraum durchaus positive Renditen nach Inflation und Versicherungskosten möglich (siehe mein Posting unten).

Würde man die Rentenmärkte dagegenhalten, puffern diese etwas Volatilitäten und reduzieren die Rendite, so daß man jedoch immer noch (20-30% Rentenanteil) auf positive Nettorenditen kommen kann.

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