Fondsgebundene Rentenversicherung mit und ohne Garantie - wann wählt man was?

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3 Antworten

Diese Frage kann man nicht so einfach beantworten. Ersten weil wir nicht wissen, ob diese Vorsorgeform für dich die richtige Art und Schicht ist und zweitens nicht welche Art der Garantie du meinst. Es gibt mittlerweile mehrer Tarife auf dem Markt, die mit unterschiedlicher Art bei fondsgebundenen Versicherung eine Garantie gewährleisten. Aber nicht die Erstbeste nehmen, denn die Modelle (Garantiefonds, 2-Topf-Hybrid, 3-Topf-Hybrid, Varable Annuity, With Profit) unterscheiden sich stark in Resultat und Kosten. Alleine wirst du nicht den geeigneten Tarif finden.


Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten:„Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? In Deutschland ist die Altersvorsorge in drei Schichten aufgebaut. Aber Achtung: Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand eine Rürup-Rente, eine Riester-Rente, eine betriebliche Altersvorsorge eine privat Rentenversicherung oder einen Fonds-Auszahlungsplan abschließt. Jede der Versorgungsarten hat unterschiedlich hohe Aufwendungen um die gleiche Nettorente zu erzielen. Dies ist abhängig von der Art der Arbeit, selbständig oder angestellt, ob er über oder unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, welchen Familienstand er hat, der Anzahl der Kinder, der Höhe des Einkommensteuersatzes und der Form der Krankenversicherung, gesetzlich freiwillig gesetzlich oder privat.

Alle Versorgungsformen sind sowohl in der Einzahlungsphase wie in der Rentenphase unterschiedlich besteuert. Die größten Auswirkungen entstehen aber ab Beginn der Rentenphase. Die Besteuerung und die Krankenversicherung wirken sich hier enorm aus. Um eine gleiche Nettorente nach Steuern und Krankenversicherung in allen Vorsorgearten zu erzielen, hat man unterschiedlich hohe Aufwendungen für seine Rente. Denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich von dem im Angebot errechneten Betrag noch Steuern und ggf. Krankenversicherung bezahlen muss oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Erst dann kann man sagen welche Schicht, welche Art der Altersvorsorge optimal ist. Auch Kombinationen können in betracht kommen.

Seit 1.1.2005 gilt das Alterseinkünftegesetz,

  • Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente)
  • Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente
  • Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. –Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds
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meinst Du Rentengarantie? Das find ich schon gut, weil dann, für den Fall daß Du schon in der Phase bist, in der Du mtl. Rente aus der Versicherung bekommst, Deinem Erben noch für die vereinbarte Garantiezeit diese Rentenzahlungen überlässt. Sonst bekommt später nach Deinem Versterben keiner mehr Geld aus dem Vertrag.

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Niklaus 29.09.2012, 18:29

Rentengarantiezeit ist die schlechtes Möglichkeit von allen.

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Uff...

Also: wenn Sie der Typ sind, der bereit ist, für eine höhere Rendite auch ein höheres Risiko zu gehen, dann sollten Sie eine Version komplett ohne Garantie wählen, allerdings sollten dann hier wenigstens 4 gute und breit gestreute Fonds aus unterschiedlichen Sektoren gewählt werden, um eine breite Risikostreuung zu erreichen. Ferner sollten Sie wenigstens noch 20 Jahre Zeit haben.

Wenn Sie hingegen der eher vorsichtige Typ sind, dann gibt es mehrere Varianten:

1) Beitragsgarantie und Mindestverzinsung: hier legt der Versicherer Ihre Beiträge zuerst einmal im eigenen Deckungsstock an und verzinst diesen mit den derzeit vorgeschriebenen 1,25%. Jeder Mehrbetrag, den der Versicherer sonst erwirtschaftet, fliesst dann in die Fonds

2) Beitragsgarantie: hier bekommen Sie lediglich die eingezahlten Beiträge garantiert zurück, alles, was der Versicherer nicht benötigt, um die Beiträge zu garantieren, fliesst in die Fonds

3) Fonds mit Höchststandsgarantie: hier garantiert der Versicherer, dass jeder Anteil, den Du während der Laufzeit kaufst,** am Schluss** mit dem höchsten Wert, den ein Anteil jemals hatte, abgerechnet wird. Vorsicht aber hier: in schlechten Zeiten parkt der Versicherer das Geld "im Cash", um die Höchststandsgarantie auch leisten zu können, dies kann dazu führen, dass er, wenn die Börse wieder anzieht, dieses Geld nicht wieder in Aktien investieren kann (Stichwort "Cash-lock- Falle"). Diese Variante gibt es auch mit "80% Garantie", hier ist das Cash-lock-Risiko geringer - aber Du fährst im schlimmsten Fall auch ein 20%tiges Verlustrisiko.

Bitte halte Dir immer vor Augen, dass jede Garantie auch finanziert werden muss, also Geld kostet, was in der Regel zu Lasten der Performance geht.

Empfehlung: such Dir einen guten Makler und lass Dir die diversen Modelle vorstellen.

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